Blumenkinder

P1130908In den letzten Wochen hat sich hier einiges „lesertechnisch“ getan: Ich möchte daher alle neuen Leser/innen auf diesem Blog willkommen heißen! Wobei ich denke, dass es außer meinen männlichen Familienmitgliedern wahrscheinlich hauptsächlich Leserinnen sind :).

Schön, dass Ihr auf die Seite gestoßen seid. Hoffentlich findet Ihr hier einige Inputs, die Euer Leben mit Jesus im Alltag bereichern. Es ist mir immer ein Rätsel, wie man auf meinen Blog aufmerksam wird, mach ich doch auf keinen sozialen Netzwerken Werbung dafür. Ich bin nämlich weder bei Facebook, noch auf Twitter, Instagram und Co. Wobei diese Medien für Blogger eigentlich unerlässlich sind. Ich fürchte einfach, ich würde dadurch zusätzlich noch mehr Zeit im Internet verbringen und das wäre mir zu schade. Deshalb freu ich mich umso mehr, dass Ihr hier gelandet seid und ich hoffe, dass Euch einige Posts inspirieren. Heute geht es um eine Möglichkeit, wie man einen schönen Nachmittag mit den Kindern zu hause bei regnerischem Wetter gestalten kann.

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Ich mag es gerne, wenn wir mit Naturmaterialien werkeln. Es hat was ganz besonderes, Dinge in der Hand zu halten, die ein Teil der Schöpfung sind und dadurch auf ihrer eigenen Art und Weise ziemlich einzigartig sind. So hab ich in meinem Lieblings- Blumenladen einige unterschiedliche Blumen gekauft, die wir mit meinen Kindern zu kleinen Gestecken verarbeitet haben. Im Winter ist es leider schwierig Blumen am Wegesrand zu pflücken. Wenn es jedoch wärmer wird, ist es auch sehr schön die Blumen mit den Kindern bei einem Spaziergang zu sammeln.

Alles was meine Blumenkinder an Materialien brauchten, waren:

– Blumen :)

– Steckschaum

– Holzspieß/Zahnstocher

– Unterschiedliche Behälter. Natürlich kann man auch klassische Töpfe nehmen, jedoch haben Schüsseln, Kannen und Dosen auch ihren Reiz (letztes Jahr hab ich von meiner Freundin zum Geburtstag eine Vase geschenkt bekommen mit der Begründung ich hätte keine anständige :) ).

P1130914Es hebt die Laune ungemein, wenn man mit Blumen arbeitet. Es muss an dem Duft, den frischen Farben und dem satten Grün liegen. Und so war es an diesem grauen Nachmittag. Er war ziemlich entspannt und fröhlich, obwohl meine kleine Maus im Februar erst 2 wird, konnte sie schon ihre eigenen Blumen zusammen stecken. Ich hab ihr in die Steckmasse mit dem Holzspieß einige Löcher gestochen und die Blumen für sie gekürzt. So konnte sie sich direkt an die Arbeit machen. Mein Sohn dagegen, der jetzt 4 ist, hat sein Gesteck selbständig gemacht. Dass die selbstgemachten Gestecke danach auf dem Küchentisch oder auf dem Regal ausgestellt wurden, war natürlich ein Highlight und sorgte für Gesprächstoff („Guck mal Oma, das hab ich gemacht!“).

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Häufig findet man die Annahme vor, dass die Kinder für solche Aktivitäten zu klein sind, da sie eh die Materialien kaputt machen oder mit diesen das Haus verschmutzen würden. Ja natürlich, wäre es sicherer und sauberer, wenn sie nur mit Bausteinen spielen. Ich denke aber wir sollten ihnen viel mehr zutrauen, damit in ihnen Selbstvertrauen und Neugier wachsen können. Denn sie spüren, ob wir ihren Sinn für Kreativität schätzen, unterstützen und loben oder nicht. So wie wir Erwachsenen gern mal was Neues ausprobieren, eine neue Sportart, ein neues Hobby oder die Möbel umstellen, können wir den Kindern auch neue Erfahrungen ermöglichen, die ihr Horizont erweitern.

P1130922Beim Stecken, redeten wir über die unterschiedlichen Blumen, warum Wasser so wichtig für sie sind und was diese Steckmasse überhaupt ist. Mein Sohn fragte sich, ob es nicht schlimm für die Blumen ist abgeschnitten zu werden und ob man sie nicht lieber im Topf halten soll.

P1130933Bei diesen kleinen Aktionen geht es auch nicht darum, einfach was herzustellen. Es geht um das Entdecken von neuen Möglichkeiten und um das Lösen von Problemen und Herausforderungen. Das Kind muss unbewusst Entscheidungen treffen, wie es vorgeht, womit es beginnt und was nötig ist. Daher ist für mich jeder kreativer Prozess auch gleichzeitig ein kognitiver Prozess.

P1130936Die Beschäftigung mit den Pflanzen hat aber auch die unterschiedlichen Sinne angeregt: Der zarte Duft der Blumen und das Fühlen der Blätter und Blüten. Diese Sinneserfahrung ist im ersten Moment nicht offensichtlich und für die Kinder einfach nur selbstverständlich. Aber mich motivieren diese Gedanken und dieses Wissen, wenn wir mit den Kids kreativ sind. Denn dann weiß ich wie wertvoll diese Erfahrungen für die Kinder sind, sowohl emotional als auch kognitiv.

„What goes on too often is that we are not turning children into creators; we’re turning them into consumers.“ Eugene Schwartz

Wie denkt ihr darüber? Kann die Förderung von Kreativität im Alltag auch gleichzeitig die Persönlichkeit von uns und unseren Kindern stärken?

Ich wünsche Euch allen ein schönes und erfülltes Wochenende!

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Lass dich ermutigen

P1130993Ich hab in den letzten Tagen gleich zwei ermutigende Karten von ganz lieben Mädels geschenkt bekommen. Ich hab mich über die warmen Worte total gefreut, erleben wir doch gerade eine stressige Zeit zu hause. Denn mein Mann beendet im März das Refrendariat und muss deshalb eine Menge lernen. Für mich bedeutet es ihn so gut es geht zu unterstützen. Daher bin ich viel mit den Kindern alleine und schaue dass wir die Herausforderungen gemeinsam meistern.

Vielleicht erlebst du gerade auch eine anstrengende Phase. Dein Kind schläft schlecht oder deine Gesundheit ist angeschlagen. Möglicherweise hast du Stress mit deinem Partner oder kommst in deinem Job an deine Grenzen. Dann nimm dir folgenden Vers als Ermutigung für deinen Alltag. Mir bedeuten diese Worte im Moment ziemlich viel:

„Lass dich an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“

2. Korinther 12,9

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Nie wieder!

Ich komme gerade vom jüdischen Friedhof. Mit den Lokalpolitikern und deutlich wenigern Bürgerinnen und Bürger kamen wir zu einer Gedenkfeier zusammen. Mit meiner kleinen Tochter im Arm und meiner Mutter nehmen mir, repräsentierten wir drei Generationen, die die Schrecken des Holocaust nicht vergessen wollen. Wie beim Staffellauf geben wir die Erinnerung weiter, um den Opfern auch 70 Jahre nach Ausschwitz zu gedenken und vor allem aus der Geschichte zu lernen. Denn nie wieder darf sich dieses dunkle Kapitel wiederholen.

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Der Vergangenheit folgt die Gegenwart. Und diese Gegenwart können wir mit unserem Denken und Handeln mitprägen. Vielleicht nicht riesengroß- aber zumindest in unserem Umfeld. Der Glaube an Jesus fordert uns heraus bei gesellschaftlichen Missständen aufzustehen und Zeichen zu setzen. Sprüche 31: „Du aber tritt für die Leute ein, die sich selbst nicht verteidigen können! Schütze das Recht der Hilflosen!“

Ich darf und will nicht wegschauen, wenn Menschen im Alltag gedemütigt werden. Auch wenn es unbequem wird und ich dafür aus meiner Komfortzone treten muss. Trotzdem will ich so gern den Mut haben meine Stimme zu erheben, wenn Unrecht geschieht. Nicht damit ich durch diese Zivilcourage groß raus komme, sondern damit die Liebe und Gerechtigkeit meines Gottes sichtbar werden

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„Collect moments, not things“

P1130891Wenn ich an meine Kindheit denke, kommen mir unterschiedliche Eindrücke in den Sinn. Ich erinnere mich, wie wir an den Wochenenden als Familie viel draußen waren, zusammen Fußball spielten, in die Kirche mitgenommen wurden und wie ich das kleine Zimmer mit meinen Brüdern teilte. Das interessante und auffälige ist, dass ich mich in keinster Weise an Dinge erinnere, die materieller Natur sind. Was die Weihnachtsgeschenke angeht, fallen mir höchstens eins, zwei Dinge ein, z.B ein großer Teddybär über den ich mich riesig gefreut habe (Ich frag mich gerade ob heute 6- jährige Mädchen sich über ein Kuscheltier freuen würden). Aber insgesamt sind mir primär die Momente im Hinterkopf geblieben, die mit Gemeinschaft, Menschen und Nähe zu tun haben.

P1130898Vor zwei Jahren wurde an Muttertag in der Kirche gefragt, was typisch für unsere Mütter sei und was wir an ihnen schätzen würden. Wie aus der Pistole geschossen, kam mir der Gedanke, dass meine Mama extrem viel mit uns gespielt hat. Rückblickennd fällt mir auf, dass sie meistens alles stehen und liegen lies, um mit uns raus zu gehen. Ich assoziere sie nicht mir einem Wischmop im Haushalt, sondern mit einem Ball auf der Wiese oder wie sie mit uns fangen spielte. Damit sorgte sie dafür, dass wir viel in der Natur waren und uns draußen auspowern konnten. So hab ich in meiner Kindheit und bis heute kein einziges Video-, Computerspiel gespielt und sehr wenige eigene Spielsachen gehabt. Aber ich hatte genau das, was unbezahlbar für meine Kindheit war: Gemeinschaft, Geborgenheit und Wärme.

P1130888Jetzt bin ich selber in der Situation, dass ich Kinder habe. Ich trage die Verantwortung, dass sie glücklich und geborgen aufwachsen. Und wenn ich eine Sache vom Erziehungs- und Lebensstil meiner Eltern übernehmen möchte, dann genau diese Einstellung: Es soll bei uns zu hause nicht um materielle Dinge gehen, sondern um geistliche, geistige und emotionale Aspekte. Meine Kinder sollen sich auch daran erinnern können, dass wir viel gespielt haben, zusammen in der Bibel gelesen haben, anderen Menschen geholfen haben, miteinander Musik gemacht haben und viele weitere Begebenheiten dieser Art. Es wäre ein Traum für mich, wenn sie rückblickend sagen können, dass der Glaube an Jesus in unserem Familienalltag sichtbar wurde und sie geprägt hat. Ich glaube ich wäre ganz schön traurig, wenn sie mich später mit einem Handy assozieren würden, das meine ganze Aufmerksamkeit erhalten hatte oder einem teuren Auto, das sie nach ihrem bestandenen Führerschein nicht fahren durften.

P1130894Auch wenn es eine sehr idealisierte Vorstellung ist- aber angenommen meine Kinder werden mich später als eine Mutter beschreiben, die nicht an materiellen Dingen hing, sondern gerne gespielt, abgegeben, geteilt und geholfen hat. Ja, ich werde ihnen dann sicherlich keine Reichtümer vererben können. Aber wenn ich sie durch diesen Lebenstil für Jesus begeistern konnte, weil sie hautnah erlebt haben, dass er die Fülle und der Sinn des Lebens ist, dann hätte ich alles erreicht, was ich mir für sie wünsche. Ich wäre so unglaublich dankbar, wenn ich diese Gnade erleben dürfte.

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Reichtum und Verantwortung

P1130757Danke Jesus,

dass wir jeden Tag aufs Neue reichlich zum Essen und zu Trinken haben. Ich bin so unglaublich dankbar, dass wir uns so vielseitig ernähren dürfen. Mich macht der Anblick unseres Küchentisches einfach nur sprachlos. In einer Zeit, in der Millionen Menschen auf dieser Welt hungern, ist unsere Nahrung bunt, lecker und vitaminreich.

P1130759Wir schmecken deine Gnade jeden Tag neu und können sie in der Gemeinschaft von Familie und Freunden genießen. Wenn wir uns an den Händen halten und dir für die reichhaltige Nahrung danken, spüren wir diese Abhängigkeit, denn wir wissen, dass dies alles nur von dir kommt.

P1130766Oh Gott, warum sind wir so reich beschenkt? Warum gerade wir? Wächst damit nicht auch unsere Verantwortung für die Menschen, die weniger haben? Für Kinder, die Tag für Tag hungrig ins Bett gehen? Lass uns bitte Augen haben, die nicht wegschauen, Ohren, die hinhören und Hände, die mit anpacken.

P1130769Schenk mir bitte den Mut und die Courage nach ganz praktischen Möglichkeiten zu suchen und die Fülle, die ich erleben darf, mit anderen zu teilen!

Ich liebe Dich, Jesus!

Jesaja 58: „Fasten, wie ich es liebe, sieht doch vielmehr so aus: Lasst die zu Unrecht Gefangenen frei und gebt die los, die ihr unterjocht habt. Lasst die Unterdrückten frei. Zerbrecht jedes Joch. Ich möchte, dass ihr euer Essen mit den Hungrigen teilt und heimatlose Menschen gastfreundlich aufnehmt. Wenn ihr einen Nackten seht, dann kleidet ihn ein. Verleugnet euer eigenes Fleisch und Blut nicht. Wenn du so handelst, wird dein Licht aufleuchten wie die Morgenröte. Deine Heilung wird schnelle Fortschritte machen. Deine Gerechtigkeit geht dir dann voraus und die Herrlichkeit des Herrn folgt dir nach. Dann wirst du rufen und der Herr wird antworten. Du wirst um Hilfe schreien und er wird antworten: `Hier bin ich.´ Entferne die Unterdrückung aus deiner Mitte. Lass die höhnischen Fingerzeichen und das trügerische Reden! Öffne dem Hungrigen dein Herz und hilf dem, der in Not ist. Dann wird dein Licht in der Dunkelheit aufleuchten und das, was dein Leben dunkel macht, wird hell wie der Mittag sein. Dann wird dich der Herr beständig leiten und dir selbst in Dürrezeiten innere Zufriedenheit bewahren. Er wird deinen Körper erfrischen, sodass du einem soeben bewässerten Garten gleichst und bist wie eine nie versiegende Quelle.“

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