Mein Gott ist größer

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Die kalte Luft am Morgen und das bunte Laub auf dem Gehweg zeigen wie das Klima und die Natur sich verändert. Die Blätter fallen von den Bäumen und die Eichhörnchen sammeln eifrig für ihren Winterrvorrat.

Der Wechsel der Jahreszeiten hat es etwas beruhigendes, magisches und natürliches. Es gibt jedoch Veränderungen, die viele Menschen heute verunsichern und bedrücken. Aus dieser Verunsicherung folgt eine Angst, die das Denken und Handeln prägt. Die Flüchtlingssituation ist so ein Beispiel. Hier gibt es so viele Menschen, die sich durch den Zustrom der Asylanten in ihrer vermeintlichen Sicherheit bedroht fühlen. Sie befürchten eine Destabilisierung der Gesellschaft, die Auswirkung auf die Wirtschaft und das allgemeine Wohl der Bürger hat.

Ich freue mich, dass ich als Christin, hier eine ganz andere Sicht einnehmen kann. Denn ich weiß, dass ich einem Gott folge, der für alles einen Plan und einen Sinn hat. Inmitten von großen Veränderungen weiß ich, dass ich nichts in der Hand habe und ihm völlig vertrauen kann. Ich verstehe, wenn Menschen ein gewisses Unbehagen fühlen, wenn Veränderungen anstehen. Mir geht es doch auch so. Allerdings darf dieses nicht zu einer Angst werden. Denn eine Angst mindert Gottes Größe und Stärke. Und sie lähmt unser Handeln. Und damit unsere christliche Verantwortung.

Wisst ihr, von meinem Typ her bin ich auch eher ängstlich und unsicher. Aber durch meine Beziehung zu Jesus, weiß ich einfach: Gott ist der Herr der Welt, darum brauche ich mich nicht zu Fürchten. Denn Gott ist mit mir. Er hat seine Engel befohlen über mir. Ich stehe unter dem Schutz des Höchsten. Und weil ich einem Gott folge, der die Menschen liebt, will ich es auch tun. Gottes Liebe zeigt sich immer praktisch. Denkt nur an den Tod Jesu am Kreuz. Und deshalb will ich nicht nur dulden, annehmen oder akzeptieren. Ich will handeln und helfen. Egal wie groß oder klein die gesellschaftlichen Veränderungen sind: ER hat alles unter Kontrolle. Daher braucht sich mein Herz nicht zu fürchten. Ich darf die Möglichkeiten sehen, die sich daraus ergeben und die Chance nutzen Gottes Liebe weiter zu geben! So wie es meine Freundin am Wochenende gemacht hat. Sie hat einfach ein paar Wintersachen zusammen gesucht und uns gebracht, damit wir sie im Flüchtlingsheim abgeben. Das war Nächstenliebe. Total praktisch.

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Herbstliche Tipps für den Familienalltag

Hallo, ihr Lieben!

Kaum bin ich am Montag wieder in Deutschland angekommen, hat mich das Herbstfieber gepackt. Denn ich liebe diese besondere Jahreszeit mit den windigen Tagen, dem Rascheln des Laubes und den gemütlichen Stunden zu hause bei Kerzenschein. Und das schöne dabei ist, dass man mit nur ein paar Kleinigkeiten das zu hause zu einem kuscheligen Ort verwandeln kann. Daher möchte ich euch gerne ein paar einfache und praktische Tipps weitergeben, wie ihr diese Jahreszeit erleben könnt.

  1. Deko

Ich dekoriere gerne mit Naturmaterialen. Denn diese Jahreszeit gibt so viel Dekoschätze her. Kastanien, Eicheln, Kürbisse, Beeren, Weizen… Auch wenn ich die ganzen Dekoläden leer kaufen könnte, beziehe ich mein Dekor meist aus der Natur. Es hat zum Einen den Vorteil, dass sie unglaublich ästhetisch sind, kostenlos und später einfach kompostiert werden können. Keine Lagerplätze auf dem Dachboden oder im Keller. Zum Anderen ist es auch einfach schön, die gesammelten Schätze der Kinder in der Wohnung in die Deko mit einzubeziehen.

  1. Leckeres Essen

Wir kochen und backen sehr gerne zu hause. Der Geruch vom frischen Apfelkuchen oder von Ofenkartoffeln mit Kürbis im Haus ist unglaublich herzerwärmend. Pflaumen, Birnen, Kürbisse etc. haben Hochsaison und können sehr vielseitig verarbeitet werden. Im Herbst genieße ich diese Vielfalt und freue mich auch immer wieder neue Rezeptideen zu entdecken. Das Schönste allerdings ist die große Möglichkeit Freunde und Bekannten zum Essen einzuladen und die Ernte gemeinsam zu genießen. Es ist gar nicht schwer einen großen Eintopf zu machen. Dazu passt ein frisches Brot und schon hat man eine leichte und leckere Speise.

  1. Teilen

Es wird kälter und die Menschen in Not haben es nicht leichter. Während wir uns die Wohnungen und Häuser kuscheliger machen, sind Millionen Menschen auf der Flucht und von Hunger und Armut betroffen. Wir Christen können und dürfen hier aktiv werden. Als Familie freuen wir uns Kleidung, Spielzeug und Bettzeug abzugeben. Wir suchen gerade auch nach einem neuen Patenkind für unsere Kinder und beten, dass wir so einen Betrag leisten können.

  1. Feiern

Wir feiern demnächst eine Apfelparty zu Hause und laden dazu Freunde ein. Jeder trägt etwas zu diesem Thema bei und ich freue mich schon auf die Ideen, die dabei entstehen. Wir gehen auch gemeinsam Äpfel pflücken und freuen uns auf die Gemeinschaft. Dies ist auch eine schöne Tradition für jedes Jahr.

Erntedankfest. Auch wenn in den meisten Kirchen Erntedankfest gefeiert wird, nutzen wir den schönen Anlass dieses Fest auch zu Hause zu feiern. Wir kaufen dann unsere Lieblingsfrüchte und Gemüse und dekorieren den Esstisch. Wir singen Lieder, essen was besonderes und danken Gott für die diesjährige Ernte. Mit den Kindern backen wir ein leckeres Brot und feiern alleine oder laden dazu ein.

  1. Haushalt

Ich hab es gerne gemütlich zu hause. Daher brennen abends häufig ein paar Kerzen auf den Fensterbänken und etliche Decken machen das Wohnzimmersofa kuscheliger. Ich finde es auch schön, wenn die Wohnung nicht chaotisch wirkt. Der wöchentliche Großputz findet freitags statt und täglich räumen wir ein bisschen auf.

  1. Kuschelige Kleidung

Ich hab zwei warme Strickjacken, die ich total gerne zu meinen Boots trage, wenn wir spazieren gehen. Aber auch zu hause tragen wir alle Hausschuhe, damit unsere Füße immer schön warm bleiben. Die Kinder haben Regenkleidung und Gummistiefel und schon steht einem Ausflug ins Grüne nichts mehr im Wege.

  1. Familienzeit

Während wir im Sommer lange abends noch draußen waren, werden jetzt die Abende kürzer und die Zeiten mit der Familie beim Lesen, Spielen und Singen länger. Wir haben ein schönes Kinderliederbuch aus dem wir gerne abends gemeinsam vor dem Schlafen gehen singen. Die Besuche in der Bücherei werden jetzt wieder häufiger und wir lesen mehr. Wir machen auch wieder mehr handwerkliches zu hause. Mein Mann hat gestern mit meinem Sohn ein Pfeil geschnitzt und ich hab ein paar Stoffe zusammen gesucht und will gern ein neues Projekt nähen.

8. Besuche

Gemeinschaft mit der Familie ist wunderbar, jedoch merken wir auch die Bereicherung, wenn wir in andere Menschen investieren. Es ist unglaublich segensreich, wenn wir die Flüchtlinge zu Besuch haben und mit ihnen Tee trinken. Letztens war ein irakisches Pärchen hier und mein Mann hat wieder mal extrem viel aus seinem Kleiderschrank und aus unserer Küche abgegeben. Aber guess what? Wir haben trotzdem nie weniger. Dieses Prinzip Gottes macht mich immer wieder baff.

Ich hoffe hier war etwas schönes und nützliches für euch dabei! Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Herbst,

eure Lena

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Ausflug vom Alltag oder frohes neues Jahr

Hallo, ihr Lieben!

Die letzten 2 Wochen waren alles andere als still. Hier auf dem Blog habt ihr leider nichts mitbekommen von unserer Neujahrsfeier mitten im September, dem gewaltigen Sandsturm und den heißen Tagen in der Wüste. Aber diese besonderen Tage waren da und hatten es in sich. Ein kleiner Familientreff im Nahen Osten. Tanten, Onkeln, Großeltern und lauter Kleinkinder. Himmlische Sonnenuntergänge, ein Gläschen vom köstlichen King David Wein auf dem Balkon, Humus ohne Ende, ermutigende Gespräche über Jesus, Kamele auf der Straße, leckere Pitabrote, Kinderlachen und Kinderweinen im rotierenden Wechsel. Die letzten Tage waren intensiv, laut, interessant, fordernd, schön und außergewöhnlich. Und ich hab sie genoßen. In vollen Zügen.

Keine Termine im Hinterkopf nur der Moment. Nur er zählte und machte diese Reise zu einen perfekten Ausflug vom Alltag. Es ging um Gemeinschaft, Gemeinschaft und nicht zu vergessen um Gemeinschaft. Tiefe Gespräche, eine ordentliche Portion Humor, anregende Diskussionen,  und lustiges Miteinander der Kinder waren das Tagesprogramm. Was will man mehr?

Jetzt bin ich wieder zurück und der Herbst, diese wunderschöne Jahreszeit, kann beginnen. Ich freue mich auf das Bloggen und bin Euch herzlich dankbar für das liebe Feedback immer wieder!

Eure Lena

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dankbar

Hallo, ihr Lieben!

Gestern waren mein Liebster und ich auf dem Sommerkonzert von NRW. Im Vorfeld gab es einen Ehrenempfang für diejenigen, die sich um die Flüchtlinge kümmern. Es war eine große Ehre eingeladen zu werden und es hat uns sehr ermutigt, dass diese Arbeit geschätzt und gewürdigt wird.

Hab ich euch schon erzählt, dass ich jetzt bei Instagram bin? Ich weiß noch nicht recht, wie lange ich da noch unterwegs bin aber für den Moment poste ich hin und wieder unter dem Namen mydailylight. Wenn also jemand von Euch auch dort angemeldet ist, dann gebt Bescheid. Nachdem ich vor einem Jahr mein Smartphone verschenkt hatte, erhielt ich vor ein paar Wochen ein gebrauchtes von meinem Bruder. Und nun kann ich also wieder Fotos mit der Handykamera machen :)

Ich will Euch sagen, dass ich mich unheimlich über die wachsende Leserzahl freue. Viel mehr freut es mich, wenn ich von Euch Feedback erhalte in Form von Kommentaren oder Nachrichten auf jesusnatuerlich@gmx.de. Sie ermutigen mich und lassen mich erkennen was Ihr so denkt. Es macht mir viel Freude von meinem Alltag zu erzählen und ich wünschte ich könnte noch mehr Gedanken und Erfahrungen mit Euch teilen. In den nächsten Wochen ist hier aber einiges los, daher weiß ich nicht ob ich regelmäßig bloggen kann. Ich werde einfach schauen, wie sich die Situation ergibt. Habt daher Nachsicht mit mir :)

Ich wünsche Euch allen ein tolles und gesegnetes Wochenende,

eure Lena

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Wenn ich eines Tages vor Jesus stehe

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Wenn ich eines Tages vor Jesus stehe, kann ich nicht sagen, ich hätte nichts gewusst.

Ich kann auch nicht sagen, ich hätte keine Möglichkeiten gehabt. Und ich werde auch nicht sagen können, es lag an den Fehlern der Politik.

Wenn ich eines Tages vor Jesus stehe, geflasht von seiner Herrlichkeit, wird er mir sagen:

„Lena, ich war hungrig und du hast mir zu essen gegeben; ich war durstig und du hast mir zu trinken gegeben; ich war ein Asylant und kam zu dir nach Europa und du hast mich aufgenommen; ich war nackt und du hast mir Kleidung gegeben; ich war krank und du hast mich besucht; ich war im Gefängnis und du bist zu mir gekommen.

Dann werde ich ihn überrascht fragen: „Jesus, wann habe ich dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann kamst du als Asylant zu mir nach Europa und warst obdachlos und ich habe dich aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben? Und wann habe ich dich krank oder im Gefängnis gesehen und bin zu dir gekommen?

Darauf wird der König mir antworten: „Lena, meine liebe Tochter, ich sage dir: Was du für einen meiner Brüder, Töchter und Kinder getan hast, das hast du mir getan“. (Nach Matthäus 25)

Und dann werde ich vor Jesus stehen und hoffen, dass ich nur ein Bruchteil der vielen Möglichkeiten, die er mir geschenkt hat, nachgekommen bin. Wenigstens nur ein paar mal.   Denn ich werde nicht sagen können, ich hätte die Not nicht gesehen. Und ich werde auch nicht sagen können, ich hatte nichts machen können. Ich werde auch nicht sagen können, ich war machtlos und hatte keine Stimme und keine Hände und keine Füße.

Ich werde es nicht können, denn ich hatte die Möglichkeiten. Vor meiner Haustür, in meiner Stadt, in meiner Umgebung.