Monatscollage April

 

Ich habe viel gefeiert, viel gesehen und viel geweint. Beginnend mit meinem runden Geburtstag, dazwischen dem wunderschönen Wochenende in Berlin und abschließend der Operation meiner Tochter, zeigte sich der 4. Monat dieses Jahres sehr facettenreich. Fröhlich und traurig. Feierlich und tiefbewegt.

Bei all den Höhen und Tiefen, wusste ich mich von Gott getragen. Seine Nähe war spürbar und ermutigend. Und seine Gnade zeigte sich an jedem einzelnen Tag.

Mit dem Wissen, dass er uns als Familie trägt, freue ich mich auf den neuen Monat und schreibe Euch in den nächsten Tagen mal, was so ansteht.

„Du bist mein Gott, ich will dir danken! Du bist mein Gott, ich will dich loben! Danket dem Herrn, denn er ist gut und seine Gnade bleibt ewig bestehen.“ Psalm 118, 28f.

Mit Jesus im OP

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Ich weinte, als ich den weißen, sterilen Raum verließ, dessen grelles Licht meine Angst offenbarte. In meiner Hand lag einsam Plüschi, der Lieblingsteddy meiner Tochter. Mit der anderen Hand stütze ich mich am Türrahmen, um mein Gleichgewicht nicht zu verlieren. Ich hatte mir fest vorgenommen für meine Maus stark zu sein. Sie sollte wissen, dass alles gut werden würde. Sie sollte meine Nervosität nicht spüren. Sie sollte sich sicher und geborgen fühlen.

Doch wie fühlt sich ein dreijähriges Mädchen, das umgeben von Menschen im weißen Kittel ist? Wie fühlt es sich, wenn es einen „Zaubertrank“ einnehmen soll, dass es gar nicht will? „Mama, ich will nach Hause. Bitte, bitte“, flehte sie panisch und erschrocken und ich verlor langsam den Boden unter den Füßen. Aber ich wusste, das war keine Option. Also bat ich Gott um übernatürliche Kraft. Während das Narkosemittel verabreicht wurde, sang ich ihr Lieblingslied „Jesus liebt die Kinder, Hallelujah“. Angespannt. Viel zu hoch. Zitternd.

Ihr Atem wurde gleichmäßiger, die Ärzte entspannten sich und ich musste den Behandlungsraum verlassen. Ich taumelte ins Wartezimmer, ein gemütlicher Raum voller Kuscheltiere, Bücher und Autos. Hier ließ ich mich auf einen Stuhl fallen und meine Taschentücher türmten sich kontinuierlich auf einem kleinen Kindertisch.

Aus meiner Handtasche nahm ich das Vibrationsgeräusch meines Handys wahr. Der Schleier auf meinen Augen und die zittrigen Hände erschwerten das Lesen der SMS. Ich las sie wieder. Und dann konnte ich nicht mehr aufhören. Ich las sie, immer wieder. Denn die Worte flossen nur so in mein verängstigtes Herz. Es waren Worte des Trostes, der Neuorientierung, der Kraft:

„Lena, es sind nicht die Ärzte, die deine Tochter jetzt behandeln. Es ist der Herr selbst, der sie in seiner Hand hält und Körper, Seele und Geist beschützt“.

Was war ich meinen Bruder dankbar für diese hoffnungsvolle Zusage. Wie eine Ertrinkende, klammerte ich mich an diese Worte. Sie beruhigten mein Herz und verschafften mir einen Perspektivenwechsel. Der Herr selbst!

Ein extremer Tag geht nun zu Ende. Ein Tag, der länger als 24 Stunden ging. Er war hart und hat uns an unsere Grenzen gebracht. Emotional, körperlich, mental. Es war eine schmerzhafte Erfahrung, die ich meiner liebsten Tochter sehr gerne erspart hätte. Warum muss ihr Backenzahn auch an einer Hypermineralisation leiden und schon so früh operativ behandelt werden? Sie ist doch erst 3.

Leider mussten wir diesen Weg heute gehen. Er war steinig, schwer und schmerzlich. Doch wir gingen ihn nicht allein. Gott war da und wir konnten ihn ganz nah erleben. So nah, dass ich meiner Maus heute beim Schlafen gehen, ihr Lieblingslied von ganzem Herzen singen konnte: „Jesus liebt die Kinder, Hallelujah!“ Und diesmal hörte sich meine Stimme getrost und deutlich erleichtert an.

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Es geht nicht ohne

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Die Blumen brauchen Wasser

Der Wasserkocher Strom

Das Auto Benzin

Die Schmetterlinge Flügel

Das Baby die Milch

Das Feuer den Brennstoff

Die Nähmaschine das Garn

Das Gemüse die Erde

Der Nagellack den Pinsel

Das Brot das Getreide

Der Kalender die Zahlen

Und ich-

ich brauche Jesus

Das Wochenende in Bildern

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Dass Wochenende läuten wir mit unserem traditionellen Familienabend ein. Diesmal habe ich ungesäuerte Brote gebacken, da wir heute eine spezielle Mahlzeit haben.

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Wir erinnern uns nämlich daran, wie Gott sein Volk vor vielen tausend Jahren aus der Gefangenschaft in Ägypten befreit hat. Dazu lesen wir den passenden Text aus der Kinderbibel.P1220016

Auf einem Teller liegen symbolische Elemente, die wir nacheinander probieren und die dazu gehörige Bedeutung erklären. Die Kinder schmecken beispielsweise die bitteren Kräuter und können durch diese Art und Weise die Geschichte besser verstehen. Das Ei symbolisiert die Hoffnung und das Rot der Paprika (ich hatte keine Lammkeule) für das Blut, das beim Exodus eine so wichtige Rolle spielte. Das Salzwasser steht für die vergossenen Tränen. Dieser Sederabend an Pessach ist wunderschön und wir danken Gott als Familie für die Freiheit, die er uns schenkt. Die weiße Tischdecke ist irgendwann vom vergossenen Traubensaft der Kinder knallrot und passt zur Symbolik des Abends (immer positiv sehen ;) ). Leider wird der Fußboden aber auch ziemlich klebrig.P1220048

Am Abend lassen mein Liebster und ich uns von dem unglaublich tollen Buch „40 Tage Liebe wagen“ herausfordern. Obwohl wir es noch nicht zu Ende gelesen habe, kann ich es jetzt schon jedem Ehepaar empfehlen. Die weißen Gerbera hat mir mein Mann geschenkt (ich weiß gar nicht, ob ich das hier so laut sagen kann- aber ich krieg fast jedes Wochenende von ihm Blumen geschenkt. Das ist unglaublich, oder?!.)P1220061

Am Samstagmorgen ist das Wetter sehr ungemütlich und ich finde einen guten Grund nicht joggen zu gehen. Aber dann, geht es doch irgndwie raus in die Kälte. Meine Tochter sitzt im Buggy und mein Sohn fährt auf dem Rad, während ich meine Runden drehe. Die Feldwege sind voller Pfützen, die mein Sohn natürlich wunderbar findet. Ich dagegen absolviere auf diesem Wege noch ein Armtraining, um den klapprigen Buggy einigermaßen heile nach hause zu bekommen. In der Zwischenzeit wäscht mein Mann die Fußböden.P1220066

Danach ist Zeit fürs Mittagessen und ich koche uns eine Tortilla, da sie schnell gemacht ist und die Kinder schon hungrig sind. Das spanische Omlett enthält heute Zuchini, Paprika, Kartoffeln und Eier.P1220067

Dazu hat sich die Maus noch Möhrensaft gewünscht. Also muss der Entsafter her, der wirklich wahnsinnig gute Arbeit leistet. P1220068

Der Samstag ist ziemlich entspannt und wir haben keine Pläne. Also nutzen meine Tochter und ich die Zeit für ein Mittagsschläfchen. P1220078

Zum Kaffee und Kakao essen wir später diese Haferflocken-Schoko-Nuss-Banane- Schnitten, die ich während unserer Joggingrunde im Backofen hatte. Sie sind super leicht zu machen und enthalten zu dem keinen Zucker und Weißmehl.P1220083

Nachdem wir am Nachmittag einen kleinen Ausflug zum Stadtfest in der Nähe gemacht haben, kommen wir müde und verfroren zu hause an. Mensch, war es kalt und windig. Es ist Zeit fürs Abendessen und es gibt Salat, Brezeln, Bärlauchbutter und Kräuterfrischkäse.P1220096

Die Kinder sind mittlerweile wieder hellwach und wollen auf dem Sofa tanzen. Da mein Sohn schon seit Tagen vom Zelten redet, entscheiden wir uns das wir das genau heute machen: und zwar im Wohnzimmer.

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Wir suchen die Spieltücher zusammen, unzählige Wäscheklammern und einige Schnüre. Langsam entsteht bei untergehender Abendsonne unser Zelt. Bunt, verspielt und gemütlich. Ich lege mich mit den Kindern auf das Sofa und wir beten für eine gute Nacht. Irgendwann ist es unserem Großen aber zu ungemütlich und er will in unser Bett :) Die Kleine will aber genau hier schlafen und so liegen wir dann doch alle irgendwie verstreut. Als die Maus eingeschlafen ist, bringe ich sie aber wieder in unser Bett, da mir die Konstruktion des Zeltes nicht ganz geheuer ist.

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Am Sonntagmorgen werden wir Mädels von den Jungs geweckt. Sie haben leckere Pancakes gebacken und warten schon auf uns. Wir frühstücken und die Kids sind aus dem Häuschen, als mein Mann ihnen erzählt, dass er heute im Gottesdienst die Kinderstunde leitet. (Oh, die Kerze sieht auf dem Bild verdächtig nahe am Holz aus, aber das ist nur optische Täuschung. Sie steht auch eigentlich sonst immer in der Mitte des Tisches. Bitte, keine Sorgen machen ;) )P1220124

Ich suche mein Kirchen-Outfit aus, dass sich in der Regel nicht von meinem Alltags-Outfit unterscheidet, außer dass ich mal diese Schuhe dazu trage. Die Predigt im Gottesdienst ist unglaublich ermutigend und lehrreich. Der jugendliche Prediger spricht über Psalm 121 und sein Thema lautet: Gottes weltweiter Reiseschutz auf deiner Reise. Obwohl uns auf unsere Lebensreise auch gefärhliche und unangenehme Situationen begegnen, dürfen wir wissen, dass Gott immer mit uns geht und alles in seiner Hand hält. Ich werde daran erinnert und nehme diesen Spruch für die neue Woche mit: „Erzähle nicht deinem Gott, wie groß dein Problem ist, sondern deinem Problem, wie groß dein Gott ist!“

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Da über Nacht unsere Heizung aus gegangen ist (ich hoffe sie wird morgen repariert) und es in der Wohnung mittlerweile kühler ist, kochen wir uns eine Kartoffel-Linsen-Suppe. Sie wärmt und stärkt uns und landet irgendwann leider auf dem Oberkörper meiner Tochter. Gott sei Dank, war ihr Teller schon abgekühlt, allerdings weinte die Maus ganz doll vor Schreck und der Fußboden wird wieder ziemlich schmutzig. Ich frag mich, wie andere Familien schöne Teppiche oder Felle unter dem Esstisch liegen haben können.

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Zum Nachmittag sind wir bei ganz lieben Freunden zum Kaffee eingeladen, während unsere Kinder ein paar schöne Stunden mit ihren Cousins, deren Eltern und dem Opa im Wald verbringen. Ich genießen die Gemeinschaft am Tisch sehr und wir tauschen uns mit meiner Freundin über Job, Kinder, Gott und Alltag aus.P1220135

Am Abend lesen wir mit den Kindern noch etwas aus dem Märchenbuch, bevor wir sie bettfertig machen.

Wir schauen insgesamt auf ein schönes, kaltes, leckeres, nasses, gemütliches, fußbodenklebriges und gesegnetes Wochenende zurück.

Mehr Wochenend-Bilder findet ihr bei Susanne unter geborgen-wachsen.de

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Nä̱chs·ten·lie·be

Substantiv [die]

  1. die Liebe und Rücksicht, die man seinen Mitmenschen entgegenbringt.

 

Was bin ich dankbar für diese wundervollen und bequemen Sommerschuhe, die letztes Jahr einfach vor meiner Haustür in einer Tüte lagen. Scheinbar sind sie second hand aber ich finde sie sehen neu und ungetragen aus.

Für eine liebe Freundin waren diese Schuhe zu eng und anstatt sie weg zu schmeißen, kamen sie an meine Adresse. Ist es nicht wunderbar, wenn man gern teilt und abgibt und auf diesem Wege andere Menschen so einfach segnet?

Ich fühle mich sehr beschenkt und freue mich, dass die Sonne scheint und ich dieses stylische Exemplar nun tragen kann. Jetzt fehlt nur noch die entsprechende Pediküre (naja und die warmen Temperaturen natürlich auch ;) ) und die Sandalen-Saison kann kommen.

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Hast du in der letzten Zeit auch mal eine Segnung erfahren, die dich in deinem Alltag total überrascht hat?