Monatscollage: Mai

 

Der Wonnemonat war ein Fest der Liebe, Freundschaft und der blühenden Natur. Was haben wir diesen Monat nicht alles gefeiert? Hochzeitstag, Vatertag, Muttertag und dann noch die christlichen Feiertage. Zahlreiche Besucher durften wir zuhause willkommen heißen und verwöhnen. Als Familie haben wir die Blumenpracht der Natur auf unseren Spaziergängen beobachtet und jedes Picknick wurde zu einem kleinen Fest mitten im Grünen. Das fortgesetzte Aprilwetter bescherte uns auch einige kuschelige Tage zu Hause mit vielen Büchern in der Leseecke und unzähligen leckeren Mahlzeiten.

Natürlich gehört auch Dynamik und Drama zu einer guten Party. Und davon hatten wir reichlich. Bewahrung (als die Maus auf die Straße lief), Gebetserhörung (als Gott uns mit mittlerweile 2 Fahrräder beschenkte) und zahlreiche Streitereien, die in Versöhnung und Dankbarkeit endeten.

Mein Liebster und ich tanzten nicht in den Mai, sondern durch den Mai. Gefühlvoll und langsam, dann schnell und beschäftigt. Blues und Tango wechselten sich regelmäßig mit Rock’n’roll und Cha-Cha-Cha ab. Das Tempo des Alltags immer in unterschiedlicher Form. Die Tänze der Kinder waren akrobatisch, voller Lebensfreude und Energie. Häufig auf dem Trampolin oder auf der Wiese. Und immer mal wieder verließen unsere 8 Füße den Boden und wir fühlten uns Gott so nah.

Diese Luftsprünge sind uns wichtig. Sie lassen Vertrauen wachsen, Gemeinschaft mit Gott spüren und sie schärfen unsere Perspektive. Denn ein Blick auf Gott und wir überdenken unseren Alltag neu. Ein Gebet in den Himmel und wir wissen, dass er da ist. Ein Austrecken nach ihm und wir spüren seine Nähe.

Das Wochenende in Bildern

Anstatt das Wochenende mit unserem traditionellen Familienabend einzuläuten, befinden wir uns am Freitagabend auf einer langen Autofahrt. Es geht wieder zurück nach hause, nachdem wir die letzten 2 Tage im Norden verbrachten. Dort besuchte mein Mann einige Seminare für Lobpreisleiter, während wir eine schöne Zeit bei seiner Schwester hatten.

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Die Reise steckt uns noch in den Knochen und wir finden am Samstagmorgen nur langsam in unseren Alltag zurück. Leider gibt es viel Streit zwischen den Kids und Ungeduld von meiner Seite. Daher entscheide ich mich mit den Kindern kreativ zu sein und dadurch etwas Ablenkung und Ruhe reinzubringen. Das Öffnen der Blumenpresse ist ein besonderer Moment. Vorsichtig entnehmen wir die wunderschönen Blüten, kleben sie auf weißes Papier und rahmen sie ein.

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Danach wird es schöner. Ich backe ein Brot, koche das Mittagessen und langsam kehrt auch mein Shalom zu unserem Shabbat ein.

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Nach der Mittagspause gehen wir spazieren. Es ist ziemlich schwül und daher gehen wir in den Wald. Hier legen wir unsere Decke auf den feuchten Boden. Um uns herum schwirren lauter Insekten, auf den Boden kriechen Würmer und Käfer und ich atme tief ein. Das satte und frische Grün um mich herum, die Hand meines Mannes in meiner und die spielenden Kinder stimmen mich so dankbar.

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Wie interessant ein Tag verlaufen kann. Ärger und Ungeduld wechseln sich mit Dankbarkeit und Freundlichkeit ab, nur um wieder von banalen Streitigkeiten ausgewechselt zu werden, die in Harmonie und Frieden enden. Das ist Familie. Hier ist alles all inclusive. Und so ist die Stimmung vor dem Schlafen gehen wieder gekippt. Am Bettchen der Kinder beten wir für eine gute Nacht und segnen sie. Und ich bete in meinem Herzen, dass sie schnell einschlafen, damit ich abends noch lernen kann. Ich weiß, dass meine Aufgaben für die Uni mich im Moment ziemlich stressen und ich die Unruhe darüber auf meine Lieben übertrage. Das fühlt sich nicht gut an.

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Die Nacht ist kurz, weil ich bis 2.00 Uhr gelernt habe. Ich stärke mich mit Kaffee und Pancakes und bin so froh, dass mein Mann sich um das Frühstück gekümmert hat. Obwohl ich ziemlich müde sein müsste, starte ich gut gelaunt in den neuen Tag und freue mich auf den anstehenden Gottesdienst. Daniel leitet den Lobpreis und ich bin mit den Kids im Kindergottesdient. Zwischendrin höre ich, wie die Gemeinde oben mein Lieblingslied aus voller Kehle singt und als mein Sohn mich daraufhin verschmitzt anschaut, zwinkere ich zurück und wir summen kurz das Lied mit. Praise Adonai (siehe unten)!

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Zu Mittag geniessen wir ein leckeres King Prawn Curry mit Vollkornreis. Die Kinder können den anstehenden Besuch nicht abwarten und freuen sich schon sehr auf die beiden Familien, die wir zum Kaffee eingeladen haben.

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Und schon ist es soweit und unsere Freunde klingeln an der Tür. Mit insgesamt 5 Erwachsenen und 5 Kinder verbringen wir einen sehr schönen Nachmittag. Nachdem wir den Erdbeerkuchen verputzt haben, gehen wir spazieren bzw. die Kinder fliegen, denn sie haben sich als Schmetterlinge verkleidet.P1230465

Ein einziges Spieltuch lässt jedes Kind in eine andere Rolle schlüpfen und sorgt für eine Menge Spaß. Erst flatterten Schmetterlinge um uns herum und später verwandelten sie sich mit dem Tuch auf dem Kopf zu den liebenswertesten Piraten, die die Welt je gesehen hat.

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Als wir später noch im Garten auf einer Picknickdecke sitzen und die Kinder auf dem Trampolin hüpfen, sprechen wir mit den Mädels über unsere Erfahrungen zum Thema Schönheit. Für mich wird es an einer Stelle ziemlich emotional, als ich eine Begebenheit aus meinen Teenyjahren schildere. Ich erzähle von dieser Frauenfreizeit auf der ich mal war. An einem schönen und gemütlichen Abend erhielten dort alle Frauen von einer ausgebildeten Kosmetikerin eine kleine Gesichtsmassage. Als ich an der Reihe war, sagte man mir ungeschickt und abweisend: „Lena, bei dir lieber nicht, Du hast so eine unreine Haut.“

Heimlich verließ ich die Frauen und weinte mich auf meinem Etagenbett in den Schlaf.

Und irgendwie hatte ich diesen Vorfall schon total verdrängt aber auf dieser Decke heute im Garten musste ich wieder daran denken. Da war ich damals. 16 Jahre und eigentlich total zufrieden mit mir und meinem Äußeren. Und trotzdem hatte mein Selbstwertgefühl an diesem Abend dort auf der Frauenfreizeit eine kleine Narbe bekommen.

Entmutigen ist so leicht. Bewusst oder unbewusst passiert das so häufig. Daher will ich heute das Augenmerk auf die Ermutigung legen. Lasst uns in die neue Woche gehen und einen Alltag über den Durchschnitt erleben. Ein Alltag, der Sinn macht. Ein Alltag mit und für Jesus – als geliebte und wunderschöne Töchter des Höchsten, die einander ermutigen.

Zitat des Tages

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„Don’t you know that you’re God’s original work of art-yes you are
So don’t ever let them tell you that you’re less than wonderful
Cause you’re a one and only“

Jamie Grace

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aus ihrem Lied: Every bit of lovely

 

#inspiriertseinstattberaubtzuwerden

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Ich liebe das Leben. Meine Familie, meinen Glauben, meinen Alltag.

Aber hin und wieder denke ich, ich brauche mehr. Meist käme ich nicht auf diesen Gedanken, wenn nicht die sozialen Netzwerke, Zeitschriften oder Filme mich drauf aufmerksam machen würden. Im Moment geht es mir so mit diesem Holz-Wäscheständer, den ich immer häufiger auf Fotos sehe. Irgendwie will ich ihn gerade so gerne haben, obwohl ich einen funktionierenden auf dem Balkon stehen habe. Meiner ist zwar keineswegs so stylisch wie das Exemplar aus Holz aber scheinbar reicht er nicht mehr aus (verrückt, oder?).

Doch meistens sind es gar nicht die materiellen Dinge, die ich auch besitzen möchte. Sondern eben der coole Lifestyle von Weltenbummlern, die ansteckende Begeisterung meines Lieblingspredigers oder der besondere Lebensstil meiner Freundin. Von ihr muss ich mal kurz erzählen:

Meine langjährige Freundin lebt in einer sehr einfachen und ökologisch bewussten Siedlung. Die Art wie sie das Leben gestaltet ist einzigartig, tiefgründig und alternativ. Mit ihrem Mann hat sie drei eigene Kinder und zwei Pflegekinder. Dieser Familie im Nahen Osten geht es um Gemeinschaft, Jesus und Nächstenliebe. Wenn ich sie besuche, will ich nicht mehr weg. Ein All-inclusive Urlaub auf der Karibik ist nichts dagegen. Ein Tag bei ihnen auf dem Fußboden der Veranda, einen Nana-Tee schlürfend, umgeben von Hühnern, Hunden und Humus und ich bin ermutigt, fokussiert und erfüllt. Etwas „neidisch“ bin ich schon auf ihr Leben in der warmen Wüste. Aber der Effekt wirkt sich positiv aus. Ihre Einstellung zum Leben begeistert mich einfach. Ich will dann auch bewusster mit Jesus leben, häufiger barfuß auf der Wiese laufen, mehr Gäste empfangen und in diese bereichernde Freundschaft investieren.

An jeder Ecke lauert die berühmte Vergleichsfalle, wie ein Dieb, der die Zufriedenheit rauben möchte. Ich tappe in diese hinterlistige Falle. Tagtäglich. Aber was löst sie bei mir aus? Empfinde ich destruktiven Neid, Minderwertigkeitsgefühle oder geht das auch anders?

Pinterest, Instagram und Snapchat machen es einem nicht leicht. Die Fotos und Videos auf Facebook und Blogs ermöglichen dir einen Blick in die eigenen 4- Wände von Menschen, die du noch nie besucht hast und lassen dich die weißen Strände von Teneriffa und die braun gebräunten Bodies von Surfern auf Bali bewundern aka #awesomeholiday#sommerfigur#gymmotivation#lifegoals#interior.

Von Theodore Roosevelt stammt die treffende Aussage: „Der Vergleich ist der Dieb der Freude“ bzw. „Comparison is the thief of joy“. Und wie recht er hat! Denn das Vergleichen kann so schnell zur Undankbarkeit und Unzufriedenheit führen. Dieser Zustand beraubt die Freude an der gegenwärtigen Situation und führt zu nichts. Ich fänd es schön, wenn ich durch andere Blogs inspiriert werde und mein Blog den Lesern dazu dient inspiriert zu sein. Frei nach dem Motto „Spornt euch gegenseitig zu Liebe und zu guten Taten an“ (Hebr. 10,24- die Bibel) aka #inspiration#nocompetition.

 

 

Unser Wochenende in Bildern

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Juhu, das Wochenende beginnt und wir haben unseren traditionellen Familienabend am Freitagabend. Die selbstgemachten Vollkorn-Pitataschen füllen wir mit Polenta-Goldtalern, Salat und Kräuterquark. Wir machen uns wieder bewusst, dass Gott uns die ganze Woche über versorgt und gesegnet hat. P1230122

Im Laufe des Abends landen irgendwie die Kuscheltiere im Blumentopf und auf der Lampe? Sagt mir bitte, dass ihr das auch kennt;)

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Nachdem wir einen schönen Abend als Familie verbracht haben, besuche ich später noch meine liebe Freundin. Mädelsabende sind so wichtig und ich genieße sie in vollen Zügen! P1230134

Der nächste Morgen startet viel zu früh und die Kinder essen schon gegen halb sieben. Mein Liebster und ich nehmen uns später etwas mehr Zeit, um gemütlich zu frühstücken und noch etwas aus der Bibel zu lesen.P1230143

Am Vormittag lerne ich, während meine Lieben im Garten spielen. Danach grillen wir und genießen den Sonnenschein.P1230160

Am Nachmittag laden wir unsere lieben Freunde zum Picknick ein. Ich freue mich sehr sie endlich mal wieder zu sehen, da sie weiter weg wohnen.P1230161

Während wir zusammen den Nachmittag verbringen, bin ich einfach so  dankbar für die Möglichkeit Freundschaften zu pflegen, sich Zeit füreinander zu nehmen fern vom Alltagsstress.

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Meine liebe Freundin Lili! Was bin ich Gott so dankbar, dass sie meine Freundin ist. Wir sind seit klein auf befreundet und haben schon ne Menge miteinander erlebt.

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Unsere Jungs sind beide Lehrer und so ist nicht nur das Dortmund-Bayern Spiel ein Thema, sondern auch eine ganze Menge Schulstoff.

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Am nächsten Morgen geht es schon früh nach Heidelberg. Dort wohnen unsere Verwandten, die uns mit so viel Liebe und Freundlichkeit empfangen, dass wir uns dort sehr wohl fühlen. Sie vererben unserem Sohn ein ganz tolles Fahrrad und machen ihm damit eine riesen Freude. Zu Mittag gibt es köstlichen Flammkuchen und ich weiß welch neues Rezept ich auf jeden Fall übernehmen werde. P1230225

Danach geht es zu den Neckar-Wiesen. Das Wetter ist traumhaft und ich fühle mich wie im Urlaub. Ich bin zum ersten Mal in Heidelberg und sicherlich nicht zum letzten Mal hier. Was für eine schöne Stadt!P1230238

Und wieder picknicken wir und das Wetter verwöhnt uns. Wir reden ohne Ende. Über ihren Weg in diese Stadt, über unsere Zukunft und einfach über alles Alltägliche, was wichtig ist, z.B die Fotografie ;) Es ist sehr ermutigend zu sehen, wie Gott diese Familie in den letzten Jahren getragen und geführt hat. So ein Umzug bringt ja viele Herauforderungen mit sich und gerade als Familie konnten sie hautnah erleben, was es heißt auf Gott zu vertrauen.

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Während wir quatschen, ist plötzlich die Maus nicht mehr in unserer Nähe. Ich sehe noch, wie sie hinter uns zum Gehweg Richtung Hauptstraße läuft. Gott sei Dank halten zwei junge Fußgänger sie auf, bevor sie den ersten Schritt auf die vielbefahrene Straße setzt. Später erklärte sie uns, dass sie ihren Teddy aus dem Auto holen wollte.

Obwohl wir die ganze Zeit zusammen waren, kam doch dieser Schreckensmoment. Eine Sekunde lang nicht achtsam gewesen und schon war sie fast auf der Straße. Ich bin Gott so dankbar für diese zwei Fußgänger, die mitgeschaut haben. Sie waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort und ich bin mir sicher, dass das kein Zufall war.

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Das war unser Wochenende in Bildern und ich bin gespannt, was uns alles in der neuen Woche erwartet.