Besondere Beiträge

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Ich lese im Laufe der Woche immer mal wieder interessante, spannende, ermutigende oder herausfordernde Blogposts und Artikel, die ich gerne mit euch teilen möchte. Es sind so viele schöne Texte da draußen. Diese Auflistung ist daher natürlich unvollständing und nur exemplarisch zu verstehen.

Wie wir mit der Familie Erntedankfest feiern

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Auf den Fensterbänken liegen weiße und grüne Kürbisse. Einige sind groß, die anderen kleiner und immer mal wieder entdecke ich mitgebrachte Kastanien oder Eicheln dazwischen. In der Vase stecken einzelne Getreidehalme, die an den letzten Spaziergang erinnern und an der Wand hängt der wilde Hopfenkranz aus dem Blumenladen. All diese Kostbarkeiten verkünden in unserer Wohnung: Es ist Herbst.

Das erste Fest in dieser Jahreszeit ist für unsere Familie das Erntedankfest. Wir feiern es bewusst nicht nur am Sonntag in der Kirche, sondern auch in unserem Heim. Mein Liebster und ich wollen nämlich an erster Stelle in unserer Familie Dankbarkeit leben und fördern, bevor wir es mit der erweiterten Familie, der Gemeinde, tun. Ich glaube, das macht was mit uns und unseren Kindern. Während in der Gemeinde das Erntedankfest in großem Rahmen gefeiert wird, kann das Fest zuhause sehr persönlich und individuell gefeiert werden.

Am kommenden Freitagabend läuten wir das Erntedankwochenende mit einem Festessen ein. Wir werden gemeinsam als Familie und meiner Schwägerin den Schöpfer für seine Gnadengeschenke danken. Denn es sind so unglaublich viele. Die unfassbar große Fülle wird uns wieder neu daran erinnern, wie tief wir mit der Natur, der Schöpfung Gottes, verbunden sind. Und wie abhängig wir sind von Wind und Wetter, der müßigen Arbeit der Landwirte, der nährstoffreichen Erde und dem kostbaren Wasser.

Das Erntedankfest kann ganz unterschiedlich gefeiert werden und es gibt viele schöne Möglichkeiten. Beispielsweise finde ich die Idee mit dem Erntekörbchen für Kindergärten oder Kinderstunden toll. Im Folgenden erzähle ich euch ein bisschen, wie es bei uns in etwa ablaufen wird. Aber ihr wisst: Der Mensch denkt, Gott lenkt. Deshalb bin ich mal gespannt, wie es im Endeffekt wird.

  1. Dekoration

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Am Donnerstag werden die Kinder und ich auf einem Feld ein paar Sonnenblumen aussuchen und selber schneiden. Vielleicht habt ihr in der Nähe auch so ein Feld, wo das erlaubt ist. Diese Sonnenblumen werden bei unserer Feier als Deko dienen. Aus denen werden wir am nächsten Tag ein paar Gestecke basteln (die Weidenkörbe und die Steckmasse dazu habe ich in unserem Second Hand Laden gekauft) und diese dann verschenken (an Großeltern, einer Flüchtlingsfamilie und den Nachbarn). Denn uns ist das Prinzip „Danken und Teilen“ sehr wichtig und gerade an Erntedankfest soll dieser Aspekt nochmal deutlich werden. Im Garten werden die Kinder noch Trauben ernten, die auf die Teller als Deko gelegt werden.

  1. Festessen

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Wir werden am Freitag mit den Kindern am frühen Nachmittag das Getreide mahlen und Brötchen für das Festessen backen. Die Vorspeise wird eine kleine Möhren- oder Kürbissuppe sein. Aus Backkartoffeln, Kräuterquark und einem frischen Salat besteht der Hauptgang. Und zum Nachtisch gibt es noch Bratäpfel mit Vanillesauce. Die Lebensmittel kaufe ich in unserem Hofladen ein und die Bratäpfel sind von einem Nachbarfeld.

  1. Programm

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Wie auch letztes Jahr wird mein Mann die Bibel zu Beginn aufschlagen und einen passenden Text vorlesen. Die Psalme 65 oder 104 eignen sich hervorragend dazu.  Dann werden wir Gott für seine Treue und Liebe danken und uns bewusst machen, dass wir von seiner Gnade abhängig sind. Die Kinder werden vielleicht wie letztes Jahr ihre Lieblings-Frucht oder Gemüse in die Hand nehmen und dafür danken. Wir werden das Brot brechen und Wein und Traubensaft trinken. Ein Abendmahl im Kreis der Familie. Nach dem Essen werden wir ein paar Lieder singen, wobei sicherlich auch bekannte Herbstlieder, wie „der Herbst ist da“ oder „in meinem kleinen Apfel“ geträllert werden. Mal schauen aber das zumindest ist der Plan und wenn wir einfach einen schönen Familienabend mit Gott im Mittelpunkt verbringen, dann wird es toll und ich freu mich schon sehr auf ein schönes Erntedankfest bei uns zu Hause.

Mich würde interessieren, ob ihr auch das Erntedankfest feiert. Was sind eure Traditionen oder Bräuche und welche Tipps habt ihr noch für mich?

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Besondere Beiträge

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Ich lese im Laufe der Woche immer mal wieder interessante, spannende, ermutigende oder herausfordernde Blogposts und Artikel, die ich gerne mit euch teilen würde. Daher beginne ich heute die Serie „Besondere Beiträge“, in der ich die Links der jeweiligen Lesetipps verlinke. Vielleicht veröffentliche ich diese Serie immer freitags, da am Wochenende meist mehr Zeit zum Lesen ist.

Viel Spaß Euch bei der Lektüre, habt ein schönes und gesegnetes Wochenende!

 

Neues: Flohmarkt- Tauschecke

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Ihr Lieben,

ich habe eine neue Seite erstellt :) Hier findet ihr einige aussortierte Sachen meiner Kids und ich werde in den nächsten Tagen dort noch einiges veröffentlichen.

Ich freue mich auch über Tauschpakete, denn Tauschen finde ich eh immer toller. Ich suche Mädchenkleidung in der Größe 104 und Jungenkleidung (116-128), gerne aus Wolle, Seide, Baumwolle. Oder Bücher, Spielsachen (möglichst plastikfrei) etc.

Wer Interesse hat, der kann auf meinem Blog oben rechts die Kategorie „Flohmarkt-Tauschecke“ anklicken.

Alles liebe, eure Lena

Die Einschulung meines Sohnes

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Die Einschulung meines Sohnes war für mich bittersüß. Nicht so herb wie eine Zartbitterschokolade, eher wie der Geschmack einer Vollmilchschokolade. Ziemlich süß und trotzdem ein klitzekleines bisschen bitter. Ich würde sagen, der gesamte Kakaoanteil lag etwa bei 30 %.

Mindestens 70 %  war  jedoch Zucker. Vollrohrzucker versteht sich ;) Meinetwegen auch Kokosblütenzucker. Denn wir haben seine Einschulung zelebriert, als wäre sie seine Geburtstagsfeier. Wir haben das große Schulkind gefeiert, seinen großartigen Schöpfer und den neuen Lebensabschnitt. Am Tag der Einschulung war ich voller Freude und dies ist ein großes Wunder, bedenkt man doch die Tatsache, dass ich Konzepte wie Homeschooling oder besser noch Unschooling total toll finde.

Und wisst Ihr warum? Für mich ist Schule nicht örtlich oder zeitlich begrenzt. Das was in einem überfüllten Klassenzimmer von montags bis freitag, zwischen 8.00 und 12.00 Uhr passiert ist lediglich ein Bruchteil dessen, was ich Schule nenne. Die Schule des Lebens findet vor dem Gong, während des Unterrichts und nach dem Glockenschlag statt. Denn Schule ist Alltag. Oder Alltag ist Schule. Sie ist nicht nur in einem großen grauen Gebäude mit bunten Fensterbildern zu finden, sondern ebenso in der heimischen Umgebung, in und vor der Haustüre. Wenn wir zuhause das Getreide mahlen, das Mehl abwiegen, ein Bibelvers rezitieren, das Feuerwehrauto aus einer Milchpackung basteln, für unsere Flüchtlinge ein paar Wörter auf Arabisch oder Albanisch lernen, wenn wir Blumen pressen und mit Pflanzen färben- ja dann lernen wir ganz praktisch das Wissen, das uns die Welt erklärt.

Nach diesem Exkurs über meine Einstellung zu Schule im Allgemeinen (und ich könnte noch viel mehr darüber reden ;) ), versteht Ihr vielleicht was ich mit dem zartbitteren Geschmack der Einschulung meinte. Auf jeden Fall haben wir die Einschulung trotzdem richtig schön gefeiert. Seit Monaten schon habe ich versucht ziemlich positiv über die Schule zu denken und die Vorfreude zu steigern. Das hat ziemlich gut funktioniert, denn unser Großer geht (bisher) sehr gerne dorthin, was ich natürlich sehr erleichternd finde. Und seit er eingeschult ist, besuche ich auch Moms in Prayer. Kennt ihr diese Organisation?

Hier kommen Mütter zusammen, die in einem Gebetskreis für ihre Kinder beten. Eine Stunde lang ohne Unterbrechung. Füreinander, miteinander, zueinander. Dieser Kreis erinnert mich an meinen Lieblingsort in Israel. Dort fließt diese Quelle mitten in der Wüste und allein ihr Anblick schenkt mir schon Ruhe und Zuversicht. Die Gebete in diesem Frauenkreis sind wie das frische Quellwasser. Sie beleben und erfrischen mich so sehr, dass ich nach Hause kehre und mich so sehr mit dem verbunden fühle, der die Quelle des Lebens ist. Dessen lebendiges Wasser meinen Durst, meine Ängste und Sorgen um meine Kinder stillt und mein Herz reinwäscht. Irgendwie hat dieses gemeinsame Gebet eine enorme Kraft auf mich und ich bin so dankbar, dass ich in dieser Gemeinschaft Woche für Woche meine und andere Kinder umbeten kann. Natürlich mach ich es auch zu Hause, doch Moms in Prayer erlebe ich nochmal als zusätzliche Bereicherung.

Durch das regelmäßige Gebet für mein Schulkind, hat sich eine Ruhe in meinem Herzen ausgebreitet. Ich setze mich zwar weiterhin mit anderen Lernformen auseinander, bin aber gleichzeitig extrem dankbar für die tolle Schule und die freundlichen Lehrer meines Sohnes. Ich habe bisher den Eindruck, dass er schon viele nette Freunde kennen gelernt hat, wofür ich Gott sehr dankbar bin.

Ach ja. Die Schultüte ist mittlerweile zu einem Kissen mutiert. Wie das funktioniert hat, zeige ich Euch beim nächsten Mal :) !

 

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