Im Moment

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  • bin ich dankbar für die Zeitumstellung, so muss unser Sohn nicht mehr im Dunkeln zur Schule
  • organisiere ich einige Schubläden, die etwas chaotisch geworden sind.
  • bringe ich Lichterketten in unseren Schlafzimmern an.
  • schreibe ich wieder einige meiner Gebete auf, etwas was ich früher sehr gerne und häufig gemacht habe
  • ist mein Sohn leider krank. Er ruht viel und ist sehr traurig, dass er beim Lichterfest in der Gemeinde nicht dabei sein konnte. Zum ersten Mal hat er Krupp und es ist eine schlimme Erfahrung für uns.
  • machen wir uns Pläne, wie wir dieses Jahr Weihnachten feiern werden. Und auch über die Geschenke denken wir nach. Wir liebäugeln mit diesem Laubsägeschrank für den Sohn und für die Tochter suchen wir ein Puppenhäuschen, gern auch second hand.
  • hat mein Mann viel um die Ohren. Da er so vielseitig ist, nimmt er unterschiedliche Aufgaben an, die allerdings schnell zu viel werden können. Wir beten, dass Gott uns deutlich zeigt welche Prioritäten wir setzen sollen.
  • hat mich wieder das Backfieber gepackt. Pumkin pie, Brote, Vollkornwaffeln…. meine Familie freut sich.
  • habe ich wieder häufiger das Handy in der Hand, was mich total stört
  • fällt es mir schwer mich zu entschuldigen. Daran will ich arbeiten, da es meinem Mann leichtfällt und ich es eigentlich auch von mir dachte. Aber die momentane Realität sieht anders aus. Außerdem kann ich im Moment auch so schlecht über mich selbst lachen, was im Alltag aber eigentlich ziemlich hilfreich wäre.
  • Und weil ich meinen Humor vermisse, schaue ich mir von Zeit zu Zeit Comedys bei youtube an. Macht das Sinn?
  • picknicken wir oft. Sehr oft. :)
  • suche ich nach gestrickten Arm-Stulpen für meine Kids. Hat jemand Tipps für mich?

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Besondere Beiträge

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Ich lese im Laufe der Woche immer mal wieder interessante, spannende, ermutigende oder herausfordernde Blogposts und Artikel, die ich gerne mit euch teilen möchte. Es sind so viele schöne Texte da draußen. Diese Auflistung ist daher natürlich unvollständing und nur exemplarisch zu verstehen.

Viele Spaß beim Lesen!

Dankbarkeit trotz(t) Leid?!

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(die wunderschönen Karten und das Gebetsheft sind von lily white)

Auf dem Weg nach hause, sang ich laut die Lieder aus dem Radio mit. Das Autofenster öffnete ich, obwohl der kalte Wind um meine Ohren pfiff. Ich lächelte, denn mein Herz war voll.

Ich kam gerade von der Lily White Konferenz. Eine Veranstaltung von Frauen für Frauen, die eines gemeinsam haben: Die Liebe zu Gott. Sowas verbindet, obwohl man sich nicht kennt. Wenige kannte ich zwar, die meisten jedoch nicht. Ich fuhr einsam zur Konferenz, unbegleitet und etwas nervös. Doch in tiefer Gemeinschaft verbrachten wir den Tag, der voller Inspiration und Ermutigung war. Ich durfte so viele liebe Mädels kennen lernen und es waren sogar einige meiner Blogleserinnen anwesend :) Ja, ich meine euch, liebe Lydia, Daniela, Angelina und Lena! Und noch einige mehr, die mich ermutigt haben weiter zu schreiben. 1000 Dank euch dafür, eure Worte haben mich sehr berührt!

Die Konferenz war ein Schmaus für Leib und Seele. Die köstlichsten Cupcakes, verbunden mit christlichen Kurzbotschaften- was will man mehr?! Das Thema Dankbarkeit stand im Vordergrund und Musikerin Valerie Lill teilte ihre Gedanken und Lieder dazu. „Dankbarkeit trotz(t) Leid“ scheine anfangs so gegensätzlich. Doch Leid wäre erträglicher, wenn man sie mit Dankbarkeit begegne. Valeries Worte waren nicht oberflächlich und naiv. Ihre Botschaft stützte sich nämlich auf harte Erfahrungen in ihrer Kindheit. Und trotzdem ermutigte sie uns Zuhörer: „Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit“. Dieser Satz hatte gesessen. Sie erinnerte uns daran, dass Dankbarkeit eine Entscheidung sei, die schon in den kleinen, alltäglichen Situationen beginne, bevor man sie auf schwere Situationen übertragen könne. Gleichzeitig sei Raum für Klage und Trauer sehr wichtig: Denn „Wer das Schwere verleugnet, weiß auch nicht um die ungeheure Macht des „Trotzdem“. Doch am Ende des Tages sollten wir das Herz mit Hoffnung tanken, denn mit Gott sind wir „unbesiegbar, unbeschwert und frei“.

Am Nachmittag besuchte ich ein Workshop von Valerie Lill. Es war ein Praxisseminar, in dem wir unseren eigenen Klage- und Dankpsalm schreiben konnten. Ich war ehrlich gesagt noch etwas aufgewühlt und halb anwesend, weil ich kurz davor selber ein Workshop gehalten hatte. Aber langsam konnte ich ankommen und mich auf dieses Seminar einlassen.

Ich teile mit euch heute meinen persönlichen Psalm, den ich dort geschrieben habe. Ich war sehr überrascht, welche Worte und Bilder mich bewegten. Auf den ersten Blick kommt mir der Psalm etwas „schwer“ vor.

„Du hast Gedanken des Friedens mit mir.

Wie ein Taucher am Meeresboden, der eine kostbare Perle findet,

ziehst du mich hinaus aus der Dunkelheit.

In deiner starken Hand finde ich Zuflucht und Schutz.

Du schenkst mir Ruhe, obwohl die Wellen meterhoch um mich schlagen.

Doch bei dir bin ich geborgen, wie eine Tochter im Arm ihres Vaters.

Stille kehrt ein, mein Puls schlägt ruhiger.

Du zeigst mir die einzelnen glänzenden Wassertropfen im tosenden Meer.

Plötzlich wird das Gold für mich sichtbar. Ich kann es sehen, fühlen und schmecken.

Du hast Gedanken des Friedens mit mir und nicht Gedanken des Leids.

Dieses Versprechen hauchst du in meine Seele und ich danke dir dafür.“

Dieses Seminar hat mich ermutigt in regelmäßigen Abständen Psalme zu schreiben. Und vielleicht ist es auch etwas, was ihr mal probieren möchtet. Ich kann euch nur sagen, dass es unglaublich persönlich und offenbarend ist.

Alles liebe, eure Lena

Sommer im Herbst und mit Jesus im Flieger

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Ihr lieben,

ein Tag nach Yom Kippur flog ich mit meinen Kindern nach Israel. Mit einem Zwischenstopp über Istanbul, weil zu den Feiertagen die Tickets bei Direktflügen zu teuer sind. Mit dem Backpack auf dem Rücken, der Tochter in der Bauchtrage und den Sohn ganz fest in der Hand, begann unsere Reise um Mitternacht. Mein Mann war schon ein paar Tage früher dahingeflogen, um eine Jugendgruppe aus Deutschland durch das Land zu führen und so war ich auf mich gestellt. Allein. Mit einer Riesenverantwortung für meine beiden Kinder.

Nach außen hin hatte man mir sie gar nicht angesehen. Die anderen Passagiere schauten mich anerkennend an: Eine junge Mama mit Gepäck und Kindern im Schlepptau. Alle Achtung! Für meine Kinder spielte ich die starke Mama, die alles unter Kontrolle hat. Denn ich wollte nicht, dass sich meine Flugangst auf sie überträgt.

Seit ich Mutter bin, fliege ich sehr ungern. Sobald ich Turbulenzen spüre, bekomme ich Schweißausbrüche. Das Schlimmste für mich sind Start und Landung. Während andere Passagiere die besondere Aussicht aus dem Fenster genießen, schließe ich die Augen und rezitiere Psalme, die mir in den Sinn kommen. „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln“, „Er hat seine Engel befohlen, dass sie dich behüten“, „Der Herr ist meine Stärke und Schutz, auf ihn hoffe ich“…

Und obwohl ich diese blöde Flugangst habe, fliege ich trotzdem. Immer und immer wieder. Verrückt, oder? Aber ich glaube, dass das der Schlüssel für mich ist die Angst zu besiegen. Indem ich mich ihr entgegenstelle. Aber auf keinen Fall allein, sondern Zwei gegen Einen. Jesus und ich gegen die Angst. Dieser Hin- und Rückflug hat mich sehr ermutigt. Denn die Flüge waren extrem ruhig, die Kinder total lieb und mein Herz entspannter. Ich habe sogar beim Landeanflug die Augen offen gehalten. „Schaut mal, da ist der Strand von Tel Aviv. Da werden wir Sandburgen bauen!“, erzählte ich den Kindern.  p1280165

In Israel verbrachten wir ganz viel Zeit mit Familienmitglieder, die dort wohnen. Keine Sehenswürdigkeiten sondern kostbare Familienzeiten standen auf dem Programm. Es war so schön alle wieder zu sehen. Mit meinen kleinen Nichten feierten wir eine Prinzessinenparty in der Laubhütte, mit meiner Schwägerin wärmten wir uns am Lagerfeuer, während die Sonne über Jerusalem unterging und nahezu täglich erkundeten wir mit den Kindern neue Spielplätze.

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Die letzten Tage verbrachten wir mit der Reisegruppe meines Mannes in Tel Aviv. Und was soll ich sagen, die über 40 Jugendlichen waren der Hammer. Unsere Kinder hatten die Zeit ihres Lebens, wurden von ihnen bespielt und verwöhnt, während mein Liebster und ich auch mal Zeit für uns hatten. Gott hat uns so wunderschöne Herbstferien geschenkt und ich kann nicht anders, als ihm die Ehre dafür zu geben.

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Auf der Reise war ein sehr talentierter Musiker mit uns, der Tobi Neufeld, der das folgende Lied geschrieben hat. Diesen wunderschönen Song mit seiner herausfordernden Botschaft will ich Euch für die neue Woche mitgeben,

seid gesegnet

eure Lena

Gewissheit in der Ungewissheit

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Ihr Lieben,

ich muss euch unbedingt was erzählen: Ich habe meine Abschlussarbeit eingereicht! Am Montag war der große Tag. Ich war von morgens bis abends in der Uni, stundenlang saß ich nervös im Copyshop und in den Warteräumen des Prüfungsamtes. Habe ich auch an alles gedacht? Sind meine Unterlagen vollständig? Spiralbindung oder Hardcover?

Mit Kopfschmerzen saß ich im Zug auf dem Weg nach Hause. Ich war fertig. Total platt. Ausgelaugt. Die Sorge, ob meine Arbeit überhaupt ausreicht und den Anforderungen entspricht, ist präsent. Sie geht mir nicht aus dem Kopf. Denn obwohl ich wirklich versucht habe sie gut zu machen, war sie einfach nicht meine oberste Priorität. Meine Familie war immer an erster Stelle und so fand ich nur an den Abenden Zeit mich hinzusetzen. Der Kaffeekocher im Dauereinsatz. Die Geduld meines Mannes unglaublich!

Am Morgen nach der Abgabe, habe ich erstmal mit den Kindern im Wald verbracht. Und das war genau das Richtige, was ich tun konnte. Zu dritt schlenderten wir durch unseren Wald. Glitzernde Spinnenweben faszinierten uns und der Morgentau der Bäume kitzelte immer wieder unsere Nasenspitzen. Inmitten von Bäumen und Büschen konnte ich nicht anders als Gott für seine Gnade zu danken. Dass ich überhaupt den Versuch starten durfte eine Arbeit in diesem Umfang zu schreiben, ist ein großes Geschenk. Und alles was jetzt darauffolgt, will ich versuchen aus Gottes Händen anzunehmen. Summa cum laude oder insufficienter ist hier die Frage. Und ich weiß, dass Gott die Antwort kennt. Für ihn bin und bleib ich Lena, seine geliebte Tochter, deren Zukunft  in seinen väterlichen Händen liegt. Mit oder ohne Abschluss, das ist unbedeutend für meine Identität in Christus. Und dieser Gedanke gibt mir Ruhe. Übernatürliche Ruhe in einer Zeit der Ungewissheit über das Ergebnis der Arbeit.

Als Familie genießen wir jetzt erstmal die Herbstferien und ich freu mich schon auf diese Zeit. Ich melde mich in 2 Wochen wieder zurück und wenn ihr gerne noch was von mir lesen möchtet, dann schaut doch mal hier oder hier nach!

Bis dahin,

eure Lena

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