Das Wochenende in Bildern

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Freitagabend. Es duftet herrlich nach dem Hefezopf und wir beginnen das Wochenende mit ein paar Liedern und einer neuen Angewohnheit: Wir tragen in das „Family-Danke-Tagebuch“ unsere vielen Gründe zum Danken der vergangenen Woche ein. Die Liste füllt sich schnell und wir werden uns wieder bewusst, wie sehr uns Gott beschenkt hat.  p1300242

Am Samstagmorgen macht mein Sohn von diesem wunderschönen Sonnenaufgang ein Foto, während wir den Tisch decken.p1300245

Ich bin so froh nicht wie an den vergangenen Wochenenden lernen zu müssen, sondern einfach die Gemeinschaft mit meinen Lieben genießen zu können. Könnt ihr es glauben, die Lernphase ist wirklich vorbei!!!

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Wir machen einen Ausflug zu einem tollen Abenteuermuseum und die Kinder sind SEHR begeistert.

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Am Ende des Tages sind die Kinder sehr müde, wahrscheinlich auch von den vielen neuen Eindrücke im Museum. Auf jeden Fall fallen sie sehr müde ins Bett und ich backe noch eine Himbeertorte für unseren Besuch am Sonntag.p1300309Sonntagmorgens essen wir meistens einen Haferflocken-Porridge. Diesmal gibt es grobe Dinkelflocken und unserem Sohn schmecken sie zu meiner Überraschung viel besser als die feinen Haferflocken.

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Vor dem Gottesdienst informieren wir uns über die Entwicklung des Babys in der 18. Schwangerschaftswoche. Auf einem Lineal zeigt Daniel den Kindern, wie groß es jetzt in etwa ist.

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In der Kirche werden heute einige Kinder gesegnet und in der Predigt geht es um die Jahreslosung:  „Gott spricht: Ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist schenken“. Nach dem Godi bereiten wir das Mittagessen vor und es gibt Buchweizen, Brokkoli und einen frischen Salat. Einfach, gesund und lecker.p1300327

Am Nachmittag kommen meine lieben Großeltern und meine Tante zu Besuch. Mir war es sehr wichtig sie nach der bestanden Prüfung zum Kaffee einzuladen und ihnen für ihre zahlreichen Gebete und die Unterstützung in der Promotionsphase zu danken. Bei meiner Oma war ich regelmäßig zum Lernen, weil ich dort die nötige Ruhe zum Schreiben hatte. Außerdem hatte ich dort nie Wlan, was auch sehr förderlich war. Wir hatten eine tolle Gemeinschaft und zum Essen gab es die Himbeertorte mit Puddingfüllung und einen Vollkorn-Bananenkuchen, den unsere Kinder lieben.

Den Abend verbrachten wir bei unseren lieben Freunden, die uns spontan zum Tee eingeladen haben. Die Zeit mit ihnen war wundervoll und mein Sohn hat dort ein ganz tolles Fußball-Hörbuch von Andy Latte gehört, das er sich jetzt auch wünscht. Vielleicht überraschen wir ihn damit am Freitag, wenn das erste Schul-Halbjahr endet.

Ich hoffe ihr hattet auch ein tolles Wochenende und wünsche euch einen gesegneten Start in die neue Woche!

Mehr Wochenendbilder findet ihr bei geborgen-wachsen.de

Dankeschön!!!

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Ihr Lieben!

Diese wunderschönen Hyazinthen verschicke ich virtuell an euch. Es ist unglaublich, wie viele von euch für mich in den letzten Tagen gebetet haben und mich einfach auf diesem Weg getragen haben.

Ich möchte euch ganz kurz etwas mitteilen:

Gott hat mir gestern ein unglaublich großes Geschenk gemacht und ich habe die Verteidigung bestanden. Ich glaube ihr habt alle so sehr gebetet, dass es sogar eine 1,0 wurde!

Es ist der Wahnsinn und ich bin einfach so erleichtert und dankbar! Aber ich erzähl euch nächste Woche mehr!

Habt ein wunderschönes Wochenende und vielen, vielen Dank nochmal!!!

Eure lena

Heute in einer Woche

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Heute in einer Woche werde ich bestimmt weinen. Vor Glück oder Trauer ist noch ungewiss.

Ich werde am Ende des Tages meinen schicken Hosenanzug gegen meine Strickjacke und Leggings eintauschen und meine Heels in die Ecke schmeißen. Die unzähligen Kateikarten un Bücher kommen erst mal weg und mein Puls wird sich hoffentlich wieder normalisieren.

Auf jeden Fall werden 3 ½ Jahre Promotionsstudium hinter mir liegen. Eine lange Zeit in der ich für meine Familie da war und mich hin und wieder abends an den Schreibtisch hingesetzt habe. Denn es gab da dieses Thema, dass bisher in der Forschung kaum Beachtung fand und das ich untersuchen wollte.

Ich frage mich, warum ich dieses Promotionsstudium hier kaum erwähnt habe. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Vielleicht wollte ich mich ein wenig schützen, solange ich dieses Vorhaben nicht bestanden habe. Vielleicht wollte ich auch nicht in eine Schublade gesteckt werden. Vielleicht war mir selber nicht ganz klar, was ich da gerade nebenbei mache.

Nun befinde ich mich aber in dieser „Kurz davor“ Phase. Ich bereite mich auf die mündliche Prüfung vor, die Verteidigung meiner Doktorarbeit, die nächsten Donnerstag stattfinden wird. Ich möchte am liebsten wieder an meinen Nägeln kauen, mich krankmelden oder mich verstecken. Und gleichzeitig will ich da rausgehen, mich vor die Prüfungskommission stellen und meinen Vortrag halten. Ich hoffe nur ich werde mich klar und deutlich ausdrücken können, die Fragen der Prüfer verstehen und diese gut beantworten können. Und hoffentlich werden meine Hände nicht zittern, mein Magen nicht durchdrehen und mein Deo halten.

Also, wer von euch eine kleine Sekunde übrighat, dem wäre ich für ein Stoßgebet sehr dankbar. Mein konkretes Anliegen ist die innere Ruhe, die mir fehlt. Meine Nerven geben ein wenig auf und das ist nicht gerade hilfreich.

Ich danke euch von Herzen!

PS: Damit ich mich aber noch intensiver vorbereiten kann, werde ich die nächste Woche leider nicht bloggen können.

Im Moment

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  • bin ich Gott so dankbar für meine lieben Freundinnen, die mich beschenken, unterstützen und ermutigen
  • machen Daniel und ich seit letzten Samstag eine Challenge: Blog, News, Instagram und Co. werden nur abends, nachdem die Kids ins Bett gebracht wurden, gecheckt.
  • entdecke ich das Beten auf Knien für mich neu. Ich habe es ewig nicht mehr gemacht und es ist was ganz Besonderes in einem ruhigen Moment auf diese Weise mit Gott zu reden.
  • mache ich mir Gedanken über den Geburtstag unserer Tochter Anfang Februar (sie wünscht sich eine Pferdefeier :) ).
  • ist mir so nach Erdbeeren #schwangerschaftsgelüste
  • lerne ich, wann immer ich die Zeit dafür finde. Die produktivste Zeit ist zwischen 22 und 0 Uhr (daher brauche ich immer ein Nickerchen tagsüber)
  • frage ich mich, warum ich überhaupt jedes Jahr ein Kalender kaufe, wenn ich doch fast nie eintrage.
  • lesen wir so viel in der neuen Kinderbibel. Viele Geschichten hören die Kids zum ersten Mal, was sie ganz spannend finden.
  • hat es nur ein Mal richtig geschneit.
  • bin ich erleichtert ein elegantes Outfit für die mündliche Prüfung gefunden zu haben. Irgendwie waren Hosenanzüge in den Schwangerschaftsabteilungen sehr schwer zu finden.
  • freue ich mich auf die Zeit nach dem 26.01

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Es lohnt sich, mutig zu sein!

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Ich verließ gerade den Zug und steuerte auf die überfüllte Treppe zum Ausgang zu, als ich sie in der Menschenmenge erblickte: eine junge Frau, die weinend auf ihrem alten Rucksack saß. Ich schaute schnell weiter und folgte dem Strom der Pendler. Auf mich wartete schließlich ein wichtiger Termin. Doch irgendetwas ließ mich stehen bleiben und zurück zum Gleis gehen. Da saß sie immer noch. Verzweifelt. Verunsichert. Verstört.
Ich nahm all meinen Mut zusammen und fragte etwas nervös, ob ich ihr helfen könne. Sie blickte auf und ihre geröteten Augen offenbarten eine tiefe Trauer. Erschöpft nickte sie. Ich sprach ein kurzes Stoßgebet in meinem Herzen. Was könnte ich tun, welche Möglichkeiten hatte ich? Ich schaute mich um und sah das Büro der Bahnhofsmission.
Als ich später den Hauptbahnhof verließ, fühlte sich mein Herz warm und glücklich an. Denn ich wusste, dass die junge Frau in der Bahnhofsmission eine warme Mahlzeit bekam und sich dort ausruhen konnte. Auf eine einfache Art und Weise hatte ich ein kleines bisschen dazu beigetragen, dass diese Frau praktische Hilfe bekam.
Diese kleine Geste der Hilfsbereitschaft hat mich viel Mut und Überwindung gekostet. Ich musste mich trauen, mich zusammenreißen, etwas wagen. Mein Erlebnis wird wohl nie verfilmt werden und kommt auch nicht in die Geschichtsbücher. Die Aktion war schön, aber nicht weltbewegend. Doch mich persönlich hat dieser kurze Moment viel gelehrt: Mut im Alltag kostet Überwindung. Doch die Auswirkungen sind unbezahlbar: Glauben in einer schwierigen Situation, Hoffnung in Verzweiflung, Liebe in Gleichgültigkeit. Der Gewinn ist höher als der Preis. Es lohnt sich, mutig zu sein!
„Zwischen Hochmut und Demut steht ein Drittes, dem das Leben gehört“, resümierte einmal der deutsche Schriftsteller Theodor Fontane, „und das ist ganz einfach der Mut.“ Lasst uns ein Risiko eingehen, Möglichkeiten nutzen, Verantwortung übernehmen, Schweigen durchbrechen, hinschauen und hinhören.
Reiß dich in dieser neuen Woche von der vermeintlichen Sicherheit los, nichts Falsches zu machen, und sei mutig und stark!

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Diesen Beitrag habe ich als Montagsgedanken für die Lydia geschrieben.