Das Wochenende in Bildern

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Am Freitag haben wir unseren traditionellen Familienabend. Wir genießen das Essen und tragen zusammen, wofür wir dankbar sind und was uns gerade auf dem Herzen liegt.

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Die Kinder schlafen länger als sonst und der Samstagmorgen beginnt ungewohnt spät. Daniel macht mit unserem Sohn die Pancakes (Rezept folgt nächste Woche :) und wir genießen die Sonnenstrahlen, die durch das Fenster fluten.

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Den Vormittag verbringen wir in einem Babyfachmarkt und anschließend in einem Erlebnisbauernhof. Da wir unseren Kinderwagen einer Flüchtlingsfamilie weiter geschenkt haben, wollten wir uns im Geschäft mal informieren welche Modelle es so gibt und welches zu uns passen würde. Nachdem wir einen Überblick bekommen haben, konnte ich dann nachmittags bei Kleinanzeigen gezielter nach einem passenden Kinderwagen suchen. p1310077

Der Samstag bedeutet für mich Wochenwechsel: Tatsächlich bin ich schon in der 22. Schwangerschaftswoche, d.h im 6. Monat. Habe ich euch eigentlich schon erzählt, dass wir einen Jungen erwarten?! :)

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Den Nachmittag verbringen wir zu hause. Die Kinder spielen und Daniel bereitet sich für den Lobpreis am Sonntag vor. Ich ruhe und lese in der neuen Family Zeitschrift. p1310101

Nach dem Sonntags-Frühstück, gehen Daniel und die Kids zum Gottesdienst. Häufig muss er etwas früher hin, um mit der Band die Lieder zu proben. Die Kirche befindet sich auf unserer Straße und ich komme dann einfach nach. Im Gottesdienst erzählen heute ein paar Leute, wie Gott sie in dieser Woche überrascht, gesegnet und geführt hat. So viele unterschiedliche und persönliche Zeugnisse, die unter die Haut gehen.

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Nach dem Godi sind wir gemeinsam mit der Familie meines Bruders zum Mittagessen bei meinen Eltern eingeladen. Es gibt eine köstliche Pilzsuppe als Vorspeise, diese Leckereien als Hauptgericht und Bratäpfel mit Vanillesauce zum Nachtisch. p1310110

Zum ersten Mal besucht uns auch meine süße Nichte, die im Januar geboren ist. Sie ist einfach wunderschön und ich kann nicht aufhören sie zu beobachten. Kann es wirklich sein, dass wir in einigen Monaten schon unser Baby in den Händen halten dürfen? p1310121

Am späten Nachmittag besuchen wir spontan unsere lieben Freunde. Während die Kids sogar allein auf den Spielplatz gehen, den ich  aus dem Fenster sehen kann, trinken wir einen Kaffee und genießen die Gemeinschaft. Im Flur hat Katha diesen tollen biblischen Spruch hängen und ich finde sie und ihre Familie machen diesem Vers alle Ehre. Er passt einfach hervorragend zu ihrem Lebensstil.

Nun wünsche ich euch einen gesegneten Start in die neue Woche! Bei uns findet eine kleine Renovierung statt und ich freu mich schon so riesig auf die frische weiße Farbe an den Wänden.

Alles Liebe, Lena

 

Mehr Wochenendbilder findet ihr bei geborgen-wachsen.de

Besondere Beiträge

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Ich lese im Laufe der Woche immer mal wieder interessante, spannende, ermutigende oder herausfordernde Blogposts und Artikel, die ich gerne mit euch teilen möchte. Es sind so viele schöne Texte da draußen. Diese Auflistung ist daher natürlich unvollständing und nur exemplarisch zu verstehen.

  • Die liebe Reh wurde von Kathas Artikel ermutigt und schreibt über ihre Gedanken zum Thema „Do more of what makes others happy“
  • Apropos Katha: Meine Freundin bloggt wieder. Schaut doch mal bei ihr vorbei und lasst euch inspirieren.
  • Anne hat sich ganz viel Mühe gegeben und einen Fastenkurs erstellt. 7 Wochen weniger online & bewusst leben heißt das Projekt und klingt unglaublich interessant.
  • Mit diesem wunderschön übersetzten Sabbatgebet der lieben Christina wünsche ich euch ein tolles und gesegnetes Wochenende!

Mama-Sohn Gespräch

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„Mama, stimmt es, dass Gott Karneval hasst?“, fragt mich mein müder Sohn etwas unruhig.

Es ist diese Zeit vorm Einschlafen, wenn unsere Kinder häufig unbewusst die Eindrücke des Tages Revue passieren lassen und sich mitteilen. Eine sehr wichtige Zeit und ich wünschte ich würde mir immer Zeit zum Zuhören nehmen.

„Wie kommst du darauf?“, flüstere ich meinen Großen zu und stelle mich an sein Hochbett. Er erzählt mir leise von einem Gespräch mit seinem Kumpel und dass dieser sagte, dass Christen kein Karneval feiern dürfen.

„Weißt du, wir glauben das, was in der Bibel steht. Und in der Bibel steht nichts vom Karneval. Die Bibel sagt uns, dass Gott die Menschen liebt aber die bösen Taten, hasst. Jeder Mensch entscheidet selber, wie er Karneval feiert. Ob er an diesen Tagen Gutes oder Böses tun möchte. Du kannst dich an Karneval ruhig als Polizist verkleiden, die Berliner genießen und in deiner Klasse zur Musik tanzen, mein Großer“, beruhige ich meinen Sohn und wünsche ihm eine gute Nacht.

Wir kommen aus dem Rheinland und wir werden jedes Jahr aufs Neue mit der fünften Jahreszeit konfrontiert. Hier sind dann die meisten Leute Jeck und aus dem Radio singen die Brings „Ich bin doch nur ein Kölsche Jung“. Karneval gehört hierher, wie der schiefe Turm zur Stadt Pisa. Du musst schon für diese närrische Zeit verreisen, wenn du ihr entkommen willst. Überall Karnevalsfeiern, Sitzungen und Kostüme im Angebot. Bei uns auf dem Land ist das Ganze gemäßigter und die meisten fahren in überfüllten Zügen zur Narrenhochburg. Aber auch hier im Dorf wird Karneval im Verein, in der Schule und im Kindergarten gefeiert.  Denn Karneval ist ein Teil der rheinländischen Identität und des Brauchtums, das von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe verstanden wird.

Apropos Brauchtum. Warum man denn Karneval feiert, will mein Sohn noch wissen. Mittlerweile ist seine Schwester eingeschlafen aber er will noch diese Frage loswerden.  „Es gibt unterschiedliche Gründe“, antworte ich. „Einige sagen die Römer haben ähnliche Feste gefeiert, um ihren Gott Saturn zu ehren. Andere sind sich sicher, dass Karneval eigentlich ein Frühlingsfest ist, bei dem der Winter durch Masken und Verkleidungen ausgetrieben wurde. In Deutschland hat der Karneval aber sehr wahrscheinlich seinen Ursprung im Mittelalter. Die christlichen Menschen fasteten vor dem Osterfest und verzichteten auf Fleisch, Alkohol und andere Sachen. Daher stammt schließlich das lateinische Wort Karneval ab: Carne vale „Abschied vom Fleisch“. Bevor diese Fastenzeit begann, durfte man aber in der Fastnacht ausgelassen essen und feiern. So in etwa entstand das Karnevalsfest“, versuche ich meinem Sohn so gut es geht zu erklären.

Weiter füge ich hinzu, dass auch die Ostereier-Suche und Weihnachtsbäume in der Bibel nicht vorkommen und irgendwann vor vielen Jahren ausgedacht wurden. Dasselbe gilt für Geburtstage, Valentinstage, Ostern, Halloween, Weihnachten- alles Feste, die so in der Bibel nicht erwähnt werden. Allmählich wird es spät und ich versuche noch einmal zusammen zu fassen:

„Jesus geht es um dein Herz, mein Schatz. Egal, wo du bist und in welchem Kostüm du steckst, du bist sein Kind. Mach die schönen Dinge, die Gott liebt. Hab Spaß beim Basteln, Singen und Naschen. Und wenn du später groß bist und böse Dinge im Karneval siehst, musst du nie Sachen mitmachen, die Gott nicht will. Karneval ist immer das, was du draus machst.“

Meine Must-Haves für die Schwangerschaft

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  1. Humor

Nimms mit Humor :)

Wenn man als junge Frau in der Apotheke Kompressionsstrümpfe angepasst bekommt, wenn man den Kinosaal zweimal verlässt um auf die Toilette zu laufen und wenn man plötzlich nicht mehr Konfektionsgröße 38 sondern 42 trägt, ja dann ist es sehr nützlich darüber lachen zu können. Daniel und ich waren am Wochenende in der Stadt und ich habe eine Schwangerschaftshose anprobiert. Mehrmals musste Daniel mir die Hose in einer Große größer in die Umkleide bringen. Ich habe so einen Lachanfall bekommen!

  1. Vertrauen

Vertraue auf deinen Mamainstinkt!

Im Westen haben wir heute veränderte Familienstrukturen und sind häufig auf uns alleine gestellt. Wir erleben in der Regel keine Geburten zu Hause und wachsen nicht mehr mit vielen Kindern unter einem Dach auf. Uns fehlt der natürliche Umgang mit Schwangerschaft, Geburt, Stillzeit und Versorgung des Kindes. Deswegen haben wir heute Geburtsvorbereitungskurse, virtuelle Müttergemeinschaften (Foren, Blogs etc.) und volle Bücherregale mit geburtsvorbereitender Literatur. In meiner ersten Schwangerschaft habe ich alle Bücher zu diesem Thema in der Stadtbücherei durchgelesen. Mein Kopf war voll, mein Instinkt war jedoch auf der Strecke geblieben.

Heute lese ich immer noch gerne Ratgeber aber ich bin so viel entspannter. Ich übernehme gute Tipps und lasse das weg, was zu unserer Familie nicht passt. Ich weiß, dass ich genug bin, dass ich fähig bin ein Kind groß zu ziehen, ohne dass ich bestimmte Lifestyleprodukte brauch oder mich bei der Ernährung des Babys an einer Uhr orientieren muss. Mit ganz viel Liebe und Fürsorge werde ich die beste Mama für mein Baby und Gott hat mich dazu befähigt das Kind zu versorgen und seine Bedürfnisse zu verstehen.

  1. Jesus

Erlebe die Höhen und Tiefen der Schwangerschaft mit Jesus!

Familie ist eine Erfindung Gottes und daher sein persönliches Herzensanliegen. Wir müssen da nicht allein durch und dürfen ihn bei allen schönen und traurigen Situationen einbeziehem. Seit einer Woche spüre ich gerade abends die Bewegungen des Babys. Es ist so ein schönes Gefühl und ich danke Jesus immer wieder für diese wundervollen Momente. Doch gerade am Anfang der Schwangerschaft hatte ich auch viele Sorgen und Ängste bezüglich des Babys. Ich hatte Angst es zu verlieren und dass ihm möglicherweise etwas fehlt. Auch heute noch gibt es zwischendurch diese Momente und bei jedem Anflug von Furcht, erzähle ich es Jesus. Ich teile sie direkt mit ihm und er schenkt mir dann „Gedanken des Friedens und nicht des Leids“.

Was sind eure Must-Haves und welche Tipps habt ihr für die Schwangerschaft?

Mit Jesus Ehe und Elternschaft ganzheitlich leben

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Als wir vor 9 Jahren an einem traumhaften warmen Tag im Mai heirateten, begann für Daniel und mich eine spannende Lebensreise. Wir zogen zusammen, gingen häufig aus und hatten viel Zeit füreinander. Unsere erste Wohnung hatte 28 m² und wir liebten sie. Wir radelten zusammen zur Uni, trafen uns in der Mensa und studierten in der Bibliothek zusammen. An den Wochenenden konnten wir ausschlafen, Museen besuchen und gemütliche Abende mit Studienkollegen und Freunden aus der Gemeinde verbringen. In den Semesterferien waren wir mit dem Rucksack unterwegs und erkundeten die unterschiedlichsten Kulturen: die kulinarischen Spezialitäten Malaysias, die Gastfreundschaft der Thai-Familien, die imposanten Architekturen Singapurs und die perfekten Wellen auf Bali. In Miami wurden wir mit Traumstränden verwöhnt, in Jerusalem mit spannenden Sehenswürdigkeiten und in Paris mit wunderschönen Straßencafés. In Malis Hauptstadt Bamako verbrachten wir sogar einige Monate. Es gab nur uns beide und wir genossen diesen Lebensabschnitt liebend, streitend, diskutierend und versöhnend sehr.

Jedoch sollte sich bald alles ändern. Denn auf der Rückreise von Afrika wussten wir noch nicht, dass wir uns erstes Kind erwarteten. Vor 6 ½ Jahren wurden wir dann Eltern. Ab diesem Sommer trugen wir die Verantwortung für unser Baby, das unseren Alltag bestimmte. Zwei Jahre später bekam unser Sohn eine kleine Schwester, die uns gemeinsam mit ihrem Bruder so viel Freude bereitet. Nun waren wir Studenten, die zwei Kleinkinder zu versorgen hatten. Durch die Geburten unserer Kinder erhielten wir viel Lebensglück, Freude und Liebe in Kombination mit schlaflosen Nächten, Herausforderungen in der Erziehung und Bedürfnissen des Kindes, die im Vordergrund stehen.

Elternschaft hatte natürlich unsere Art Ehe zu leben verändert. Für unseren Lebensstil veränderte sich nicht viel, denn heute leben wir auch in einer kleinen Wohnung, engagieren uns im Dorf und in der Gemeinde und reisen mit unseren Kindern viel. Ich denke gerne an unsere Amerika-Kanada Rundreise mit dem Wohnmobil zurück, als unsere Tochter 3 Monate alt war. Für unsere Ehe änderte sich vor allem das Maß der Verantwortung, der Zeiteinteilung und Aufgabenverteilung. Veränderungen sind anfangs immer neu und verunsichernd, jedoch gleichzeitig eine riesen Chance. Goethe sagte einmal: “Das Leben gehört dem Lebendigen an, und wer lebt, muss auf Wechsel gefasst sein.”

Der Wechsel kam und hatte unseren Ehe-Alltag ordentlich auf den Kopf gestellt. Er wirbelte einfach alles durch wie ein riesiger Orkan, jedoch ohne größere Schäden zu hinterlassen. Er sorgte vielmehr für neue Energie und Frische, für eine neue Dynamik der Liebe und Hingabe. Das ist Gnade- ganz große Gnade.

In Zeitschriften und Büchern begegne ich häufig den Ausspruch: „Eltern sein-Paar bleiben“. Die Intention dahinter ist wohlwollend und mit den dazugehörigen „10 Schritten“ scheinbar praktisch erreichbar. Allerdings trenne ich diese Rollen in meinem Familienalltag nicht. Denn bei diesem Fokus würde ich schnell eine Überforderung spüren. Denn es gibt ja noch so viele andere Aspekte meiner Identität: Kind Gottes, Studentin, Schwester, Tante, Gemeindemitglied und und und.

Ich sehe mich als Einheit von vielen Rollen und Bedürfnissen, die ich in meinem Alltag nicht trenne. Ich bin Lena. Und in diesem Namen sind viele Aspekte meiner Person impliziert. Im Ergebnis liegt der Fokus, trotz unterschiedlicher Aufgaben, im klar definierten Lebensstil: Es geht um Jesus und seinen Plänen für uns. Einer seiner Pläne für Daniel und mich war es Eltern zu werden. Damit vertraute er uns eine wunderschöne und herausfordernde Aufgabe an. Als Ehepaar sind wir Eltern, die mit Jesus unterwegs sind. Wir sind nicht Ehepaar und Eltern und Christen und Arbeitnehmer und und und; alles schön klar getrennt. Nein, die Übergänge sind fließend und unzertrennlich.

Dieser ganzheitliche Fokus macht einen großen Unterschied im Alltag. Ich stresse mich nicht allen unterschiedlichen Rollen und Bedürfnissen zu jeder Zeit gerecht zu werden. Ich weiß, dass die Familie ein Plan Gottes ist und er uns praktisch im Alltag dabei hilft diese zu sein. Daher trenne ich Ehe und Elternschaft nicht, denn beides geht in unserem Fall Hand in Hand einher: „Glückliche Kinder brauchen glückliche Eltern“. Aus Liebe zu meinen Kindern investiere ich in meinen Partner und aus Liebe zu meinem Partner, investiere ich in die Kinder. Das alles geschieht im Vertrauen darauf, dass die Familie Gottes Plan für uns ist und er uns dabei behilflich ist. Daher brauche ich nicht daran zu zweifeln, ob ich jedem gerecht werde und ob ich eine gute Ehefrau und Mutter bin. Ein Blick auf Jesus und er gibt mir Kraft und Kreativität diese zu sein. Ein Blick auf mich und ich bekomme Zweifel und Stress. Also schaue ich lieber auf den Schöpfer und vertraue auf seine Hilfe in meinem Alltag. Eine bessere Idee, oder?

Am Wochenende waren Daniel und ich unterwegs, während seine liebe Familie eine schöne Zeit mit unseren Kids verbracht hatte. Nachfolgend seht ihr ein paar Bilder von unserer Zeit zu Zweit. Daniel hatte mir dieses Wochenende gemeinsam mit seiner Familie zur Promotion geschenkt.

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