Der Lobpreis Reflex

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Unser Babysohn und ich machen es uns gern auf dem Schaukelstuhl gemütlich. Leichte schwingende Bewegungen beruhigen uns und wir kuscheln, stillen und singen hier gerne.

Singen? Ja genau! Denn dieser Schaukelstuhl ist irgendwie auch unsere kleine Bühne geworden. Während ich meinen Sohn wiege, seine feinen Haare streichele und seinen unglaublich schönen Babyduft auf mich wirken lasse, singe ich ihm gerne Lobpreislieder vor. Aber wisst ihr was? Ich bin überzeugt, dass nicht nur ich Gott lobe. Mein bald drei Wochen altes Kind macht sicherlich auf seine Art und Weise mit.  Klingt das verrückt? Ich glaube nicht, denn wenn ich Psalm 8,3 lese, entdecke ich folgendes:

„Kinder und Säuglinge hast du gelehrt, dich zu loben“ Psalm 8,3

Wie der Saugreflex eines Babys, so ist auch die Sehnsucht nach Gott angeboren. Sie ist einfach da und wurde den Kleinen in die Wiege gelegt. Ich wünsche mir so sehr, dass dieser frühkindlicher Lobpreis Reflex nicht mit der Zeit verschwindet, sondern das ganze Leben lang meiner Kinder beibehalten bleibt. Stellt euch nur vor, ich sitze später als Großmutter auf einem bequemen Schaukelstuhl auf der Veranda unseres kleinen Hauses und singe gemeinsam mit meinen Kindern und Großkindern klassische, moderne, langsame, flotte, leise und laute Lieder zu Gottes Ehre. Mir gefällt dieses Bild sehr.

Lobpreis ist offensichtlich babyleicht und wir sollten ihn nicht komplizierter machen als er ist. Sollte er mit der Zeit verschwunden sein, lass ihn wieder zu einem natürlichen Bestandteil deines Lebens werden.  Turn the music on, sing aus voller Kehle oder lobe Gott heute einfach mit deinem Lebensstil.

Die ersten 2 Wochen zu 5.

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Ihr Lieben,

vor 14 Tagen durften wir die Geburt unseres dritten Wunders erleben. Morgens früh im grünen Kreissaal. Nach 3 1/2 Stunden Wehen war er nach einer schnellen und schmerzvollen Geburt da: unser sehnlichst erwarteter Schatz. Seitdem leben wir als Familie in einer Babyblase, einem wundervollen Ausnahmezustand für den Tagesordnung und Rhythmus so weit entfernt ist, wie ich von meinem Wunschgewicht. Und das fühlt sich gerade einfach richtig an. Daniel, die Kinder und ich genießen diese einzigartige Zeit in vollen Zügen und ich wünschte ich könnte sie in einem hübschen Flechtkorb mit Deckel konservieren.

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Frischer Sommerregen und warme Sonnenstrahlen wechseln sich in unserer Region regelmäßig ab und ich habe den Eindruck wir verschlafen und verkuscheln den Sommer 2017. Anstatt an den See zu fahren oder sämtliche Eisdielen aufzusuchen, ziehen wir uns in unseren gemütlichen Kokon zurück, unsere ganz persönliche Kuschelhöhle. Umhüllt von Muttermilch und Wärme, kuscheln wir hier mit unserem kleinen Bündel, bewundern seine anthrazit farbigen Augen, streicheln den weichen Flaum hinter seinen Ohren und staunen über Gottes perfekte Schöpfung. Eingehüllt in Geborgenheit und Schutz, liebkosen wir unser Wunder und verwöhnen es gerne mit ganz viel Körperkontakt. Wenn unser Baby nach seinem Schläfchen aufwacht und sich ganz zerknautscht reckt und streckt, bedecken wie es mit zahlreichen Küssen und freuen uns es auch mal hellwach zu erleben. Doch meist verfällt der Kleine nach dem Stillen wieder satt und zufrieden ins Milchkoma. So ist er bisher-  unser kleiner Prinz- er hatte auch seine Geburt verschlafen und hat erst auf meiner Brust ein bisschen geweint.

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Ich kann mich nach der Geburt sehr gut erholen und mittlerweile wechsel ich auch mal die Jogginghose mit einer (Schwangerschafts-) Jeans ein und nehme die Wimperntusche zur Hand. Es sind die kleinen Dinge an denen ich merke, dass es mir mittlerweile besser geht und mich das Abenteuer Großfamilie stark macht. Das ermutigt mich sehr, denn in den ersten Tagen nach der Entbindung fühlte ich mich noch ziemlich schwach. Nachwehen und Milcheinschuss schmerzten sehr und immer noch beiße ich mir häufig auf die Zunge, wenn ich den Kleinen anlege. Ohne große Gründe dafür zu haben, kullerten mir ab und an heiße Tränen über die Wangen und ich fühlte mich schnell überfordert. Meine Rettung war der Schlaf und ein unglaublich geduldiger Ehemann. Daniel ist überhaupt unser Anker im Wochenbett, der zwischen Behördenmarathon, Bedürfnisse der Kinder und Babyliebe mit so viel Hingabe für uns alle als fürsorglicher Papa und Ehemann da ist.

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Herzerwärmende Zaubermomente entdecke ich immer wieder, wenn die großen Geschwister mit ihrem kleinen Bruder kuscheln. Der große Spatz, der gerade seine Sommerferien und damit die Hausaufgabenfreie Zeit genießt, ist sehr vorsichtig, einfühlsam und zärtlich mit dem Baby und gibt uns immer Bescheid, wenn es weint. Die volle Windel mag er aber so gar nicht riechen und verschwindet immer gleich beim Wickeln. Die Maus, mit ihren zahlreichen Sommersprossen auf der Nase, hält das Brüderchen selbstsicher und am liebsten ganz lange auf dem Schoß auch wenn ihre Arme schon müde werden und sie eigentlich nicht lange ruhig sitzen kann. Das Wickeln und Stillen findet sie super spannend und mag dabei gar nicht von der Seite weichen.

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Wie sehr wir mit einem tollen sozialen Netzwerk gesegnet sind, wird uns gerade im Wochenbett sehr deutlich. Unsere Familien feiern mit uns, unterstützen uns und sind für uns da. Meine Mutter kocht die leckersten und gesündesten Mahlzeiten für uns und liebe Freundinnen bringen immer mal wieder was vorbei.  Wunderschöne Babygeschenke haben wir erhalten und zahlreiche Glückwunschkarten stehen auf dem Regal über dem Wickeltisch.

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Die ersten zwei Wochen zu fünft liegen nun hinter uns und ich freue mich sehr, dass ich es geschafft habe euch heute einen kleinen Gruß da zu lassen. Ich hoffe ihr erlebt alle eine schöne Sommerzeit und ich möchte euch wissen lassen, dass mir eure lieben Glückwünsche zur Geburt viel bedeutet haben.

Alles Liebe,

Lena

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So viel Liebe und so viel Gnade

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Ihr Lieben!

Heute möchte ich ganz kurz mit euch unsere große Freude teilen: unser Babysohn erblickte gestern um 6.37 Uhr mit 51cm und 3620Gr das Licht der Welt. Wir sind alle schockverliebt, die Zeit steht still und wir können unser Glück kaum fassen.

Nun ziehe ich mich wieder zurück ins Wochenbett, danke euch aber von Herzen für eure wertvollen Gebete, ermutigenden Mails und fürs Mitfiebern.

Liebste Grüße, eure unglaublich glückliche Lena

Besondere Beiträge

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Ich lese im Laufe der Woche immer mal wieder interessante, spannende, ermutigende oder herausfordernde Blogposts und Artikel, die ich gerne mit euch teilen möchte. Es sind so viele schöne Texte da draußen. Diese Auflistung ist daher natürlich unvollständing und nur exemplarisch zu verstehen.

  • Wie Obstbäume und Beerensträucher Judith an Gottes Gnade erinnern
  • Luisa ist ein Listen-Mensch und schreibt über den Umgang mit den To-do´s
  • Apropos Listen: Lisa schaut auf das erste halbe Jahr zurück und geht ihre Vorsatz-Liste für 2017 durch
  • Martha ermutigt Strömungen wahrzunehmen und sie zu reflektieren
  • Mut zum Mangel und was die zerbrochene Vase von Inka damit zu tun hat
  • Tabea schreibt über ihre Stille Zeit und wie sie im Alltag Ballast abwirft

Und hier noch meine Youtube-Tipps

  • das neue Lied „Du bist“ von den Koenigen & Priester (die hübschen Sänger sind meine Cousins und ich werde nicht müde diese Tatsache zu betonen ;) )
  • die wunderschönen Hochzeitsvideos dieser zwei Paare Cambria & Bo und Rachel & Justin und immer mit dabei: Jesus (beide Videos sind auf englisch)

Unsere Auslandspläne

 

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Ich kann nicht glauben, dass ich doch tatsächlich den Mut finde heute über unsere Auslandspläne zu erzählen. Vielleicht war es aber auch nicht der Mut, der mir fehlte, sondern vielmehr der richtige Zeitpunkt einen kleinen Traum mit euch zu teilen, der jedoch noch Ewigkeiten entfernt scheint. Wenn ich aber auf den Kalender schaue, wird mir augenblicklich klar, dass es in zwei Monaten schon los geht. Da ich mich aber in den letzten Tagen der Schwangerschaft befinde, bin ich so auf die Ankunft unseres Sohnes fokussiert, dass mir unsere Abreise im September einfach nicht vor Augen liegt. So bin ich und das ist sehr typisch für mich: Ich lebe gerne im Jetzt und Hier. Und Gedanken um Übermorgen mache ich mir selten. Diese Sicht hat viele Vorteile. Ich lasse die Zukunft auf mich zu kommen und fühle mich nicht schnell überfordert. Andererseits fällt es mir schwer zu planen, was dann -Gott sei Dank- Daniel in unserer Ehe übernimmt.

Zurück zu den Plänen. Ab dem Tag der Geburt unseres Babys geht mein Liebster für 10 Monate in Elternzeit. Auf diese besondere Zeit freue ich mich schon sehr und ich bin Gott so dankbar, dass es diese staatliche Unterstützung gibt. Da wir gerne reisen und andere Kulturen kennen lernen, haben wir schon seit Jahren den Traum für einen längeren Zeitraum ins Ausland zu gehen. Wir waren zwar schon viel unterwegs und auch ein Semester lang in Afrika, nichtsdestotrotz wollen wir dieses Abenteuer auch mal als Familie wagen. Die Elternzeit von Daniel scheint uns dafür sehr geeignet. Der größte mögliche Hinderungsgrund wäre die Schulpflicht unseres Sohnes gewesen, der aber durch ein riesiges Wunder kein Problem in den Planungen darstellt. Wir haben eine wundervolle Direktorin an der Grundschule, die ihn für sieben Monate frei gestellt hat. Daniel ist nun dafür verantwortlich unseren Großen zu beschulen und dafür zu sorgen, dass er den Lernstoff gut bewältigt und problemlos später wieder in seine Klasse eingegliedert werden kann. Die beiden freuen sich schon auf diesen individuellen Unterricht und ich denke es wird im Ganzen eine tolle Erfahrung für uns als Familie. Wir sind überwältigt wie toll Gott die Wege führt und dass wir so kooperative Pädagogen in der Grundschule haben, die unserem Kind diese Auslandserfahrung gönnen und uns dabei unterstützen.

Auch der Kindergarten unserer Tochter ist so extrem wohlwollend und liebevoll. Unser Vertrag pausiert einfach bis zum nächsten Frühjahr, was überhaupt nicht selbstverständlich ist. Gestern hatte unsere Maus schon einen ganz besonderen Tag. Ich habe einen Kuchen für ihre Gruppe gebacken und ein paar Bilderbücher, Datteln und Dekoartikel mitgebracht, die ihre Erzieher wunderschön auf einem Tisch ausgebreitet haben. Im Stuhlkreis erzählten sie den Kindern wohin es für uns geht und wann wir wieder kommen werden. Die Erzieher haben für unsere Tochter einen Abreiß- Kalender mit einem Gruppenfoto gebastelt und gleichzeitig auch einen für ihre Gruppe mit einem Familienfoto von uns. Auf diese Weise hat unsere Maus während ihrer Abwesenheit immer vor Augen wie lange es noch bis zur Rückkehr nach Deutschland dauert und ihre Freunde im Kindergarten wissen, dass unsere Tochter ein Teil von ihnen bleibt und sie nach Ostern wieder zurückkehrt.

Ich fühle mich so gesegnet und beschenkt, denn es war für Daniel und mich sehr wichtig, dass sich die Türen einfach öffnen. Ich hätte kein gutes Gefühl, wenn wir schon im Vorfeld große Schwierigkeiten bei den Planungen gehabt hätten.

Aber wohin geht es denn nun jetzt für uns? So Gott will und alles mit der Geburt unseres Babys gut läuft, werden wir am 7. September -Überraschuuuuuuuuuuuuuuuuuuuung- nach Israel ausreisen. Ihr habt es euch schon sicherlich gedacht. Dort wollen wir bis Anfang April 2018 bleiben, damit Daniel und die Kinder nach den Osterferien wieder in die Schule und den Kindergarten zurück kehren. In Israel wollen wir ein Sprachstudium absolvieren und einfach als Familie auftanken und ruhen. Wie auch hier vor Ort, wollen wir dort mit Gott unseren Alltag erleben und sind gespannt was er mit uns vor hat.

Wir haben so gut es ging alles Mögliche geplant und sind jetzt einfach von Gottes Leitung abhängig. Er hat alles in seiner Hand und wir werden sehen, ob diese Auslandspläne überhaupt zu Stande kommen. Die Tickets sind zwar gekauft, die Elternzeit beantragt und die Wohnung in Israel organisiert- aber das alles muss noch nichts heißen. Gottes Gnade ist entscheidend!

Wir wollen „nicht einen Plan schmieden, der nicht von Gott ausgeht“ (Jesaja 30,1), sondern ganz im Gegenteil ist uns seine Unterstützung und Führung extrem wichtig. Kennt ihr diese interessanten Verse aus Exodus 33, wo Gott zu Mose das hier sagt:

»Zieh mit dem Volk, das du aus Ägypten geführt hast, in das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob mit einem Eid versprochen habe. Ich will einen Engel vor euch her senden, der die Kanaaniter, Amoriter, Hetiter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter vertreibt. Er soll euch in ein Land bringen, in dem Milch und Honig überfließen. Ich selbst aber will nicht mit euch ziehen, denn ihr seid ein eigenwilliges Volk. Sonst könnte es sein, dass ich euch unterwegs vernichte.«

Daniel und ich wollen mit Gott Entscheidungen treffen und mit seiner Präsenz rechnen, egal wo wir sind. Unsere Ziele und Wünsche bringen überhaupt nichts, wenn sie nicht auch Gottes Pläne mit uns sind. Warum sollten wir Schritte in unserem Leben gehen, an denen Gott nicht teil haben möchte? Wir wollen nur da sein, wo auch er mit uns ist. Deswegen sind wir gespannt, wie Gott die nächsten Monate realisiert und bisher können wir über die offenen Türen einfach nur staunen und ihm die Ehre dafür geben.