Schmutzige Fenster, kurze Nächte und was das Haus zu einem Traumhaus macht

538A3725Das Wetter am vergangenen Wochenende, ihr Lieben! Traumhaft, oder? Die Sonnenstrahlen machten die freien Tage zum Fest und unsere Wohnung zur Sauna. Naja und unsere Fenster zeigten sich natürlich nur von der schönsten Seite. In Israel waren schmutzige Fenster normal. Der Wüstensand war einfach zu hartnäckig. Verstaubte Fenster waren so normal, wie das Hupen im israelischen Straßenverkehr. Doch hier, in der reinheitsliebenden Kultur, in der ich zuhause bin, sind saubere Fenster irgendwie das Aushängeschild eines Hauses.

Ich befürchte uns sind saubere Fenster manchmal wichtiger als der Zustand unserer Seele. Was sich im ersten Moment übertrieben anhört, beweise ich fast jeden Morgen aufs Neue. Ich nehme auch erst die Bibel zur Hand, wenn ich das Frühstück abgeräumt habe und die Küche wieder sauber ist. Das ist in der Regel die Reihenfolge. Doch weil das Babybärchen dann meist schon wieder müde und anhänglich wird, komme ich manchmal dann doch wieder nicht zum Lesen und trage es in den Schlaf. Wenn es dann schläft, nutze ich gern die Zeit mich frisch zu machen, Wäsche zu waschen, noch schnell hier und da zu wischen oder zu schreiben. Oh, es ist plötzlich schon 11 Uhr und ich beginne mit dem Mittagessen…. Kaum Input, dafür aber eine saubere Wohnung. Im Ernst, Lena? Saubere Fenster, dafür aber ein verstaubtes Herz? Wohl dem, der hier die Prioritäten richtig setzt.

Wie unsere Nächte zurzeit sind, seht ihr daran, dass ich die Lieder im Morgenkreis beim Kindergarten meiner Tochter nicht singe, sondern gähne. Hier ist gerade nachts die reinste Party, nur ohne Discokugel. Die Bewegungen, die wir mit unserem Baby in der Trage machen, könnten ja vielleicht als Tänze durchgehen. Denn unser Baby mag es, wenn wir leichtfüßig über unseren Korkboden schweben. Und Musik haben wir auch. Vorzugsweise klassische Musik. „Schlaf, Kindchen, schlaf..“, „Weißt du wieviel Sternlein stehen…“. So gut, dass Daniel noch zu hause ist, bevor dann wieder der Urlaub die Arbeit beginnt. Unser Baby schafft auf jeden Fall genug Arbeitsplätze für zwei Volltags-Beschäftigte. Nur was die Vergütung angeht, da könnten wir nochmal ins Gespräch kommen. Das Schöne bei kurzen Nächten ist das Vogelzwitschern in der Frühe, der klare Sternenhimmel oder die Gebete, die du für dein Baby sprichst, während es eingekuschelt im Schlafsack in deinen Armen liegt. Aber wehe, du versuchst es wieder ins Bett zu legen. Dann geht hier eine Sirene los… Apropos nächtliche Ruhestörung. Die unterbrochenen Nächte führen auch dazu, dass man zu aufmerksamen Nachbarn wird. Letztens haben wir die Polizei gerufen, weil hier eine seltsame Gestalt an den Autos auf der Straße rumschnüffelte. Sogar in unserer Einfahrt! Und am Wochenende erst, weil sich Jugendliche meinten mit einem Messer angreifen zu müssen. Die Polizei kam viel zu spät und so mussten Daniel und ich auf die Straße und haben so laut die Jungs angeschrien, dass sie das Messer wieder wegsteckten. Ob es an meiner Stimme lag, dass wir sie in die Flucht schlugen, oder an meinem Erscheinungsbild sei dahingestellt. Barfuß, mit zerzausten lockigen Haaren…. ein Tag später hatten wir dann auch noch Kontakt mit dem Notarzt. Leider mussten wir ihn rufen, weil es meiner Oma nicht gut ging. Das Wochenende war recht actionreich, wie ihr merkt.

Aber es war auch schön. Nicht nur das Wetter war wunderbar, sondern auch der Besuch bei unseren lieben Freunden. Sobald ich ihre Haustür betreten habe, suchte ich meine Kamera. Mit Fotos aus diesem Haus könnte ich glatt die #instagraminteriorchallenge von Daniels Cousine Lilli aka kitschcanmakeyourich auf Instagram gewinnen. Unsere Freunde sind in so ein wunderschönes Haus gezogen, ich wollte mich am Abend gar nicht mehr verabschieden. Denn genauso stelle ich mir unser zukünftiges Eigenheim vor: Viel Holz, viel Weiß, viel Grün. Goldene Bilderrahmen, ein antikes Klavier, die Terrasse direkt neben dem Wohnzimmer und viel Raum zum Atmen. Und die Küche, ihr Lieben, ich sag’s euch: einfach traumhaft. Sie ist größer als unsere ganze Wohnung. Doch wisst ihr, was das Schönste an diesem Haus ist? Ja, sicherlich auch die stilvolle Einrichtung. Doch das, was es zu so einem geborgenen und gemütlichen Ort macht, ist vor allem die Liebe, die die Familie ausstrahlt. Diese natürliche Herzlichkeit. Diese Einfachheit. Diese Wärme. Erst durch diese Eigenschaften wird ihr Zuhause zu einem Zufluchtsort. Zu einem Heim, statt einem Haus. Zu einem Ort der Begegnung. Der Begegnung mit Gott.

Das Beste Interior, das wir für unsere vier Wände haben können, ist Gottes Liebe. Wenn sein Geist, unser Fundament ist und in jedem Detail unseres Hauses sichtbar wird, ja dann besitzen wir kein Eigenheim, sondern ein Traumhaus. Ein Traumhaus trotz chaotischer Realität, mit sauberen oder schmutzigen Fenstern, Babybrei am Fußboden, Geschwisterstreitigkeiten und familiärer Harmonie. Wenn Jesus in unserem Haus zuhause ist, dann sind wir wahre Glückspilze. So wie unsere Freunde.

Segenregen, Lena

538A3695

538A3691538A3728538A3720538A3722

Im Moment

538A3647

  • Sind wir nachmittags gerne im Garten. Die Kinder spielen häufig in ihrer Matschküche und ich staune immer wieder, wie unser Babybärchen so begeistert und interessiert das Gras studiert, es rausreißt und sich natürlich immer wieder in den Mund steckt. Für ihn ist dieser Platz der reinste Abenteuerspielplatz und wie auch schon bei seinen größeren Geschwistern, sind Spielzeuge unnötig. Am liebsten entdeckt er seine Umwelt, zieht sich an den Stühlen hoch, krabbelt so schnell er kann zu interessanten Gegenständen oder schaut uns einfach zu.
  • gehen wir auch gerne spazieren. Wir entdecken nach unserer Abwesenheit wieder die schönen Felder und Wälder für uns. Nicht jeder Ausflug ist dabei so harmonisch, wie auf den Bildern. Der Spaziergang gestern hat es wieder ein Mal deutlich gezeigt: in der Familie muss man kompromissbereit sein. Gerade in einer fünfköpfigen Familie. Der eine will einfach spazieren, der andere will im Wald spielen, der andere will eigentlich joggen und der andere will dem Fußballtraining am Sportplatz zusehen. Und der andere weint und will schlafen. Gut, dass uns die versteckte Kamera nicht begleitet hat. Auf der ganzen Strecke, bei schönstem Frühlingswetter, blickte jeder von uns so unglücklich, wie ein FC Köln Fan, der auf die Tabelle schaut. So ist das eben mit den unterschiedlichen Erwartungen im Familienleben. Beim Abendessen redeten wir darüber, dass jeder von uns Wünsche hat. Diese sind wichtig aber nicht immer gleichzeitig umsetzbar. Meine Fünfjährige liebt das Wort Kompromisse. Und hier kam es wieder zum Einsatz. Es klingt für sie so exotisch. Für mich ist es das natürlichste, wenn auch nicht leichteste Instrument für ein gutes Zusammenleben.
  • finden wir uns wieder so langsam in den Alltag ein. Der große Spatz geht gerne in die Schule, die Gemeinschaft mit den Klassenkameraden hat er vermisst. Als ich ihn fragte, welches Konzept er besser finden würde- Homeschooling oder schulischer Unterricht- da sagte er: „Beides Mama. Können wir nicht immer eine Zeit lang zu Hause lernen und eine Zeit lag in der Schule?“.
  • nähe ich wieder ein paar Kleidungsstücke für meine Kinder. Ich liebe diese youtube Videos, denn mit Schnittmustern kann ich nicht so viel anfangen. Für meine Maus gab es letztens Leggings aus Stoffresten und für den Spatz ein T-Shirt. Doch ich fürchte, so langsam muss ich mir coolere Schnitte für ihn ausdenken, nachdem er meinte „Also, ich finde das Oberteil für zu Hause ganz toll!“ Ich hatte mich bestimmt einfach nur verhört… Ganz sicher…
  • machen wir unsere Wohnung gemütlicher. Die großen Kinder sind nun in unser Schlafzimmer gezogen und wir habe ihr kleineres Zimmer genommen. Im Wohnzimmer hat sich auch einiges getan. Zusätzlich zum 3er-Sofa, haben wir noch einen 2er und einen Sessel gekauft. Jetzt sind mehr Sitzgelegenheiten da, gerade für den Hauskreis oder Mums in Prayer. Nach unserer Zeit im Ausland war ich so motiviert hier einiges zu verschönern. Ich habe schöne Pflanzen für Drinnen und Draußen gekauft, für die Kinder gemütliche Rückzugsorte kreiert, die Küche teilweise neu organisiert und jede einzelne Schublade aufgeräumt. Die Vorräte sind wieder aufgefüllt und unnötige Küchenutensilien habe ich weggegeben. Meine Freundin war letztens zum Frauenfrühstück bei mir und als wir so die Küche aufräumten, machte sie eine Bestandliste von den Dingen, die ich eigentlich noch bräuchte. Löffel, Eierbecher, Schüsseln… Da fehlt tatsächlich Einiges (vor allem seit Daniel den Flüchtlingen im Dorf vor einigen Jahren fast den halben Haushalt verschenkte) aber das fällt mir im Alltag selten aus. Denn weil wir mit meinen Eltern unter einem Dach wohnen, kann ich mir auch schnell was bei Ihnen borgen. Wir teilen uns hier in diesem Mehrgenerationenhaus vieles und doch hat jede Familie ihre Privatsphäre. Win win würde ich sagen.
  • lese ich zusätzlich zu Esra noch den Thessalonicherbrief. Gestern ging es in Kapitel 2 um ein spannendes Thema. Anstatt die Anerkennung von den Menschen suchen zu wollen, sollten wir lieber darauf achten ein Leben nach Gottes Maßstäben zu führen. Gerade für mich als Bloggerin und Instagrammerin (sagt man das so) ist das eine gute Erinnerung. Ich will euch durch meine Einträge ermutigen und inspirieren. Und für jedes Lob und jedes Feedback bin ich von Herzen dankbar. Wirklich, sie bedeuten mir viel. Doch den größten Segen erfahre ich, wenn ich nicht mein Glück in der Anzahl der Follower oder Likes suche, sondern in Gottes Nähe. Er definiert mich, er macht mich glücklich und er liebt mich. Deshalb geht es mir nicht darum Menschen zu gefallen, sondern Gott, der mein Herz prüft (1. Thes 2,4).
  • suche ich nach einem besonderen Geschenk. Daniel und ich feiern bald unseren 10.!!!!! Hochzeitstag und ich möchte ihm was Schönes schenken. Habt ihr vielleicht Ideen für mich? Es soll nichts Teures oder Großes sein. Gerne auch klein aber fein und vor allem persönlich.

538A3656538A3657538A3661538A3662538A3704538A3663538A3675538A3680538A3682538A3685538A3686538A3688538A3690538A3696538A3660538A3698538A3700538A3705538A3709

Daran liegt der Segenregen

538A3605

Ich liebe sie. Und ich bin da nicht die Einzige. Ständig lese ich großartige Zitate, vor allem bei Instagram. Viele sind so tiefgründig und weise.

Manchmal denke ich aber, diese werden häufig nur ausgesucht, weil man keinen passenden Text zu einem Bild findet. Um den Platz unter dem Foto zu füllen.

Aber hier ist eine Formulierung, die könnte ich unter jedes gepostete Bild setzen. Und sie wäre keineswegs oberflächlich gemeint. Mit diesem Zitat könnte ich jede Situation meines Lebens beschreiben und es ist treffender, als alle Beschreibungen, die ich überlegen könnte. Uns es würde das ausdrücken, was ich tief im Herzen spüre.

Diesen Satz habe ich aus der Bibel und jedes Mal wenn ich ihn bei Esra oder Nehemia lese, muss ich ihn laut aussprechen, nochmal inne halten und ihn wiederholen. Ja, das ist es, denke ich mir. Genau das ist der Grund. Das ist das Argument. Daran liegt es, dass sein Segen auf mich regnet:

„Weil die gute Hand Gottes über mir war“ (Esra 7,28)

538A3631

Weil die gute Hand Gottes über mir wir, hatte ich ein schönes Wochenende.

538A3636

Weil die gute Hand Gottes über ihn war, ist Daniel einen anstrengenden und erfolgreichen Marathon gelaufen.

538A3632

Weil die gute Hand Gottes über uns war, haben wir am Samstag den Balkon verschönert.

538A3621538A3622538A3637538A3628

Weil die gute Hand Gottes über uns war, haben wir gelacht, gestritten, gegessen, gespielt und vergeben.

Segensgrüße, Lena

PS: Wo hast du die gute Hand Gottes über dir heute oder am Wochenende gespürt? Nehemia 2,18: „Und ich erzählte ihnen, wie Gott seine gütige Hand über mich gehalten hatte“

Ein besonderes Geburtstagsgeschenk

538A3633

„Schatzi, was wünscht du dir zum Geburtstag?“, fragte mich Daniel vor ein paar Wochen. Bestimmt hatte er mit einem Shopping-Gutschein oder einem Städtetrip gerechnet. Doch dieses Mal wollte ich etwas ganz Bestimmtes. Etwas, was ich in dieser Form noch nie hatte.

Denn mir geht es im Moment so, wie dem Esra aus der Bibel. „Er hatte sein Herz darauf gerichtet, das Gesetz des Herrn zu erforschen und zu tun (…) Esra 7,10“. Seit Wochen will ich mehr von diesem Buch wissen, mehr darin lesen und mehr davon lernen. Dieser Wunsch ist gerade so intensiv, dass ich mich am liebsten für ein Studiumplatz in Theologie bewerben möchte.

„Ich würde mich so sehr über eine Studienbibel freuen“, antwortete ich zu Daniels Überraschung. Ja, diesmal wünschte ich mir etwas für meine Seele und nicht für meinen Kleiderschrank. Mir war seit einer Weile schon klar: Ich muss eine haben. Um die rote Linie der Bibel besser zu begreifen und das große Bild zu verstehen. Um tiefer im Text zu graben. Und nicht so zaghaft mit Gartenhandschuhen. Sondern so richtig, dass die Erde an den Händen kleben bleibt. Denn wie häufig entdecke ich reines Gold, das ich da gerade ausgegraben habe. Unglaublich wertvolle Schätze für meinen Alltag.

538A3630

Ich lese schon seit meiner Kindheit in der Bibel. Hier ein bisschen, da ein bisschen. Und ich kann jedes Mal eine Menge davon lernen. Doch dieses Mal erkenne ich einen ganz anderen Zugang bei mir. Mir geht es plötzlich nicht mehr darum, was ich wohl durch das Bibelstudium FÜR MICH mitnehmen kann. Jetzt geht es mehr um IHN. Wie zeigt sich Gott, wie ist sein Wesen, sein Herz?

Als Mama von drei Kindern ist dieses Bibelstudium in meinem Alltag kurz und knapp. Das Wort Studium ist da doch ein wenig übertrieben. Aber, ihr Lieben, das ist okay. Es ist sogar wunderbar. Gott kennt mich und weiß, wie ich es meine. Er kennt meine begrenzten Möglichkeiten. In meiner Lebensphase studiere ich meine Bibel eben langsam. Und ich genieße es. Also doch kein Theologiestudium an der Uni. Aber eine Art langsames Bibelstudium zu hause. Na, wenn das nicht mal zum modernen Slow living Konzept gut passt.

Wie sieht es bei euch aus? Nutzt ihr auch eine Studienbibel?

Segensgrüße, Lena

538A3634

PS: Meine Studienbibel kann ich nur empfehlen. Ihr findet sie hier (Amazon-Partnerlink).

Einander unterstützen

538A3477

Wir sind wieder daheim. In unserer vertrauten Heimat, in wir von so vielen lieben Menschen willkommen geheißen werden. Gestern erst hat unsere Gemeinde eine Überraschungsparty für uns organisiert, tolles Essen bestellt, Salate und die köstlichsten Desserts vorbereitet. Die Frühlingssonne verwöhnte uns auf der Wiese und unsere Kinder bauten im angrenzenden Wald Buden mit ihren vielen Freunden.

Bei all der Wärme, die ich gerade spüre, kann ich doch einen wichtigen Gedanken nicht abschütteln. Nein, er ist so präsent, wie die leichte Bräune auf meiner Haut. Und ich will nicht, dass er mit den Wochen verblasst. Denn ich glaube, dass er wichtig ist.

Als wir im Ausland waren, haben wir uns häufig mit einer Familie getroffen. Unsere Kids haben sehr gerne miteinander gespielt und wir Erwachsenen haben die Gemeinschaft miteinander genossen. Für uns als Familie war alles ein bisschen wie Urlaub. Wir mussten nicht arbeiten, konnten viel reisen und die schönen Plätze dieses Landes genießen. Für sie war das anders. Vor ein paar Jahren haben sie sich von ihrer Heimat verabschiedet und sind ins Ausland gegangen, um den Menschen dort zu dienen. Jeder Tag war eine potentielle Herausforderung. Sprachliche Barrieren, kulturelle Unterschiede, bürokratische Herausforderungen. Und dann der stressige Fahrstil der Landsleute, die Hitze, das Heimweh, kombiniert mit den schönen Erfahrungen, die sie an ihrem neuen Ort erleben.

Was sie motivierte, war Gott. Er wollte sie da haben, also gingen sie. Was sich gerade einfach anhört, ist in der Praxis unglaublich schwer. Gerade als Familie, mit wundervollen Großeltern und Tanten, Onkeln und den Cousins im Heimatland, gibt es viele einsame Momente.

Ich finde, wir sollten Familien wie diese unterstützen. Menschen, die das warme Nest verlassen, um anderen zu helfen. Die sich von ihren Lieben auf unbestimmte Zeit verabschieden, um ihrer Berufung zu folgen, während wir hier sind und unseren Aufgaben im Alltag nachgehen. Auch wir sind alle aktiv und viele setzen sich ganz praktisch ein und teilen Gottes Liebe im Umfeld. Aber die meisten von uns können gleichzeitig Geburtstagseinladungen von Familienmitglieder annehmen, sich abends mit langjährigen Freunden zum Essen treffen und ihren Kindern ein geregeltes Leben ermöglichen, verwurzelt in einem Bekanntenkreis, dem man vertraut.

Als Christin möchte ich nicht nur empfangen. Auf mich regnet Gottes Segen und täglich staune ich über seine Gaben. Ich möchte diesen Segen verdoppeln, in dem ich ihn teile. Denn geteilter Segen, ist doppelte Freude. Daniel und ich beten also viel für diese Familie. Informieren uns, fragen nach und interessieren uns. Und wann immer es möglich ist, spenden wir einen Beitrag. Auch wenn es nicht viel ist, ich glaube die Geste dahinter ist viel wichtiger: Wir unterstützen euch. Ihr seid nicht allein!

Ich weiß nicht, ob ihr das Frühlingswetter am Wochenende auch für eure Gartenarbeit genutzt habt. Die ersten Samen habe ich ausgestreut und ich möchte diese Woche noch einige Kräuter einpflanzen. Wenn ich viel säe, werde ich im Sommer viel ernten.

Lasst uns einander unterstützen und viel Liebe säen. Praktische Liebe. Gerade für Menschen, die nur One-Way Tickets gebucht haben. Die da leben, wo wir nur eine begrenzte Zeit verbringen wollen. Die dort dienen, wo wir schon nach kurzer Zeit gestresst wären. Menschen, die gehen, während wir bleiben.

Segensgrüße euch allen für diese Woche und lasst uns einander in den Kommentaren inspirieren, wie wir ganz praktisch andere Menschen unterstützen können!  Wie ihr das macht und welche Gedanken euch dabei motivieren.