Gnade und Wahrheit

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In wirklich allerletzter Sekunde haben Daniel und ich unsere letzten Elternstunden für dieses Jahr vorhin im Kindergarten absolviert.

Wir waren für das Unkraut Jäten zuständig und ich zweifle daran, dass wir die richtigen für diesen Job waren. Überaus motiviert rissen wir so viel Gestrüpp aus, dass sicherlich nicht nur Unkraut dazwischen war. So, ist das eben, wenn Minimalisten gärtnern.

Als ich mit meinen übergroßen Handschuhen Unmengen Kraut auf den Komposthaufen warf, kam mir ein Bibelvers in den Sinn. Einen, den wohl keiner handlettern und mit einem schönen Aquarell-Blumenkranz dekorieren möchte.

Ich würde mir auch keine Tasse oder ein Poster mit diesem Vers bestellen wollen: „Deshalb wird jeder Baum, der keine guten Früchte bringt, umgehauen und ins Feuer geworfen“ (Mat. 7,19). Mir sind da „Königskind“- Aufdrucke oder „Gott liebt dich“- Produkte viel lieber.

Und das empfinde ich als Problem. Denn wir haben nicht nur Verse, die uns ein gutes Gefühl vermitteln. Es gibt in der Bibel nicht nur Gnade, sondern auch Gerechtigkeit. Nicht nur Vergebung, sondern auch Schuld. Nicht nur „Du bist toll“ sondern auch „Du bist ein Sünder und deshalb brauchst du Jesus“.

Und gerade dieses ganze Evangelium ist so wichtig, so notwendig und heilsam. Nicht unbedingt populär und mit Sicherheit eine Garantie für weniger Follower in den sozialen Netzwerken aber es ist die ganze Geschichte. Gnade und Wahrheit.

Diese Tatsache ist so wichtig, wenn wir begreifen wollen, wer Jesus ist. Gerade die ursprüngliche Folge der Sünde zeigt ja, wie wahnsinnig groß seine Gnade der Vergebung ist (Röm. 6,23). Meine Königskind-Identität mach erst Sinn, wenn ich meine Rettung  verstehe.

Verse, wie der da oben, zeigen mir, wie Gott ist: gerecht, heilig, souverän. Und diese gehören genauso zu der Bibel, wie die wohltuenden und mindestens Millionen Mal geteilten Zitate aus Psalm 139.

Ich werde die Schwarzbrotzitate nicht unbedingt über meine Sofaecke hängen und auf Geburtstagskarten schreiben. Aber ich werde darüber nachdenken, Gottes Wesen kennenlernen und die Bedeutung der guten Nachricht auf mich wirken lassen.

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Mein Lebensglück

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„Der HERR ist denen nahe, die verzweifelt sind, und rettet diejenigen, die alle Hoffnung verloren haben“. Psalm 34, 19

Ach, Mensch! Was war das gestern für ein Albtraum. Bis zum Ende hin habe ich noch auf ein erlösendes Tor der deutschen Nationalmannschaft gehofft.

Doch wir sind raus. Die WM ist für uns vorbei!

Manchmal läufts nicht rund. Wir verlieren, erfahren Rückschläge und stagnieren. Das ist bitter und entmutigend auf der ganzen Linie. Vor einiger Zeit hatte ich 2, 3 Wochen, die mir so unsagbar schwer fielen. Im Rückblick weiß ich, dass es eine hormonelle Geschichte war, doch in dem Moment fühlte ich mich einfach am Boden. Und so wie die entäuschten Spieler in den Interviews, konnte auch in nicht wirklich in Worte fassen, was da los war.

Es gibt eben nicht nur Erfolgsmomente und nicht jede Phase unseres Lebens ist so süß, wie die gezuckerte Kondesmilch, die heute Morgen Teil meiner „gesunden Ernährung“ war. Einige Erfahrungen sind hart. Härter, als die momentane Kritik der Medien gegenüber Löw und Co.

In vielen Situationen gibt es die Option des Rücktritts. Ist kein Erfolg in Sicht, übernimmt ein anderer die Führungsposition. Gerade im Sport, werden Trainer regelmäßig gewechselt und ich bin gespannt, was sich der DFB jetzt überlegt. Für mein persönliches Leben geht diese Lösung nicht auf. Ich bleib bei Jesus. Mein Trainer, mein Erlöser, mein Vater. „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf grünen Auen und führet mich zum frischen Wasser… Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürcht ich kein Unglück, denn er ist bei mir. Sein Stecken und Stab trösten mich“. Ihm folge ich gerade in Zeiten der Freude UND der Rückschläge. Warum?

Mein Lebensglück hängt nicht von meinem Erfolg ab, sondern von seiner Nähe.

Und diese Definition vom Glück gibt mir Kraft, Hoffnung und Perspektive, auch wenn es für mich persönlich nicht rund läuft. Dafür aber zielgerade auf Jesus hin.

Sorgen sind dafür da, um sie abzugeben

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„Wie konntest du nur?“

Ich klagte mein Mama-Ich an und machte mir große Vorwürfe. Wenn mein Sohn mit einer Lungenentzündung vom Schulausflug heim kommen würde, läge es an mir. An meiner Dummheit.

Unser Nussbaum lag mittlerweile mehr, als dass er stand und der Himmel wurde immer dunkler. Und alles was mein Sohn an diesem trüben Tag trug waren Shorts und ein Shirt. Es war immerhin ein Langarmshirt.

Da gibt es schon unzählige Wetterapps und Vorhersagen aber nein, ich vertraute den Sonnenstrahlen am Morgen. So stand ich nun am Fenster und beobachtete die ersten Regentropfen, die wie meine Schuldgefühle immer mehr wurden.

„Jesus, bitte kümmer dich um meinen Großen und mach mich bitte ruhig“, betete ich. Denn ich wusste, dass ich diese Sache Gott abgeben musste. Ich konnte jetzt eh nichts mehr machen. Der Bus mit der Schulklasse war schon auf dem Weg zum Wildpark. Ach, wären sie doch nur ins Museum gefahren.

Am Nachmittag wartete ich an der Schule und war mir sicher mein Sohn würde schon hustend aus dem Bus steigen. Eine Mutter erzählte mir, dass sie ihrer Tochter noch extra Wechselklammoten mitgegeben hatte und natürlich regenfeste Kleidung, während ich schnell versuchte das Thema zu wechseln.

Endlich sah ich meinen Sohn. Glücklich und zufrieden lief er mir entgegen. Aber woher hatte er denn diese Jacke? Die gehörte ihm doch gar nicht.

„Ich habe mir einfach vor der Abfahrt eine aus der Fundgrube genommen, Mama. Meine Lehrerin hat mir den Tipp gegeben. Die ist cool, oder?“.

Wir blühen auf

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Ich aber will mich auf den Herrn verlassen. Erwartungsvoll will ich nach dem Herrn Ausschau halten. Micha 7,7

Meine Pfingstrosen auf dem Küchentisch haben ein Problem. Seit fast zwei Wochen warte ich nun darauf, dass sie sich entfalten und aufblühen. Aber irgendwie tut sich da nichts. Natürlich, sind sie jetzt schon besonders aber ich seh da ein ganz großes Potential nach mehr.
Ihr Lieben, ich hoffe wir ziehen diese Woche nicht unsere Köpfe ein. Ich glaube, wenn wir auf Jesus schauen, können wir gar nicht anders als aufzublühen. Sein Licht verändert meiner Erfahrung nach nämlich alles: Die Perspektive auf meinen Alltag, auf meine Familie und vor allem auf mich selbst. Lasst uns aufblühen, genau da, wo wir hingepflanzt wurden.

Im Moment

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Im Moment

  • bin ich auf der Suche nach einem Sekretär. Die Vorstellung einen eigenen Schreibtisch zu haben, der meine Bücher und Notizen wunderbar verstaut und nach getaner Arbeit einfach zuklappbar ist, beflügelt meine Vorfreude sehr. Meine Freundin brachte mich auf die Idee und ich frage mich, warum ich nicht schon viel früher darauf kam.
  • lese ich den 2. Timotheusbrief und gerade heute will ich mir seine Mutter Eunike zum Vorbild nehmen. Sie muss einen richtig tollen, autenthischen Glauben vorgelebt haben. Paulus war auf jeden Fall begeistert und spricht von einem ungeheuchelten Glauben.
  • merke ich, wie häufig ich bei geselligen Runden in Gedanken woanders bin. Vor allem dann, wenn ich mit den Themen so gar nichts anfangen kann. Kennt ihr dieses Gefühl?
  • möchte ich einen Sandkasten in den Garten stellen. Möglichst plastikfrei und schön und gleichzeitig praktisch und abdeckbar.
  • starten wir morgens mit fröhlicher Musik in den Tag. Das finden die Kids toll und man hat direkt einen Ohrwurm. Gerne hören wir die Feiert Jesus Kids CD´s. Die machen Laune, sind ansteckend und begeistern uns als Familie. Die hier hören wir gerade rauf und runter (Amazon Partnerlink).
  • stille ich seit einer Woche nicht mehr und erlebe das total Hormonchaos. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass ich gerade nah am Wasser gebaut bin und häufig einfach müde bin.
  • genießen wir die Kirschen in unserem Garten. Zum ersten Mal seit Ewigkeiten haben die Vögel sie fast in Ruhe gelassen und wir ernten leckere feine Früchtchen.
  • schlafen die Großen an diesen Sommertagen selten vor 20.30 Uhr ein und unser Feierabend verkürzt sich dementsprechend.
  • plane ich eine Instagramchallenge für die nächste Woche. An fünf Tagen will ich zum Austausch über den Glauben im Alltag aufrufen und ich habe richtig tolle Gewinne organisieren können. Vielleicht habt ihr Lust einfach für diese Aktion bei Instagram mitzumachen? Folgt meinem Account Segenregen und dann erfahrt ihr mehr dazu. 538A4149538A4160538A4167538A4180538A4191