Q&A: Zweifel

„Hast du auch mal Zweifel und wie gehst du damit um?“

Als Teenager hatte ich ganz viele Zweifeln. Mein Klassenkamerad hatte sich damals in den Sommerferien das Leben genommen und das führte dazu, dass ich mich intensiv mit meinen Glauben auseinander setzte.

An Gottes Existenz und Jesu Rettung zweifel ich seitdem recht selten, wohl aber an bestimmte Gemeindestrukturen oder theologische Verständnisse. Ich frag mich dann: „Wieso machen wir das eigentlich?“ und „Ist das überhaupt richtig“?. Fragen sind wichtig, denn nur diese führen zu Antworten.

Bei mir ist das persönlich so, dass die auf Fakten basierende Wahrheit für mich viel stärker ist als die emotionale Wahrheit. Ich weiß zum Beispiel ganz sicher, dass mein Mann mich liebt, auch wenn mein Gefühl mir in einer Auseinandersetzung was anderes sagen möchte.

Nun ist die Sache so, dass ich Gott sei Dank keine großen Schicksalsschläge erleben musste. Ich glaube in schweren Zeiten, wie beispielsweise bei Hiob, sind Klagelieder, Zweifel und Erschütterungen ganz natürlich. Der Boden wird unter den Füßen weggerissen, das Atmen wird schwerer und Fragen lauter.

„Ich glaube- Hilf meinem Unglauben“, diese Aussage im Neuen Testament ist tröstlich für uns alle, die Zweifel erleben. Ich finde diese Ehrlichkeit beeindruckend und ich denke sie ist sehr wichtig. Und ich hoffe sehr, dass wir sie in unseren Kreisen auch teilen können.

Bei mir ist die Selbstverständlichkeit ein größeres Thema, als Zweifel. Jesus ist manchmal so selbstverständlich für mich, dass der Glaube dann irgendwie dahin plätschert. Kennt das jemand von euch? Das Problem dabei ist, dass dann Beziehung durch Rituale ersetzt wird.

Ich glaube sowohl die Selbstverständlichkeit, als auch Zweifel haben das Potential den Fokus von Jesus weg auf die eigene Person zu lenken. Wie bei Petrus, der den Augenkontakt verliert und auf dem Wasser ins Wanken gerät. Doch was macht Jesus in dieser Situation:

Sofort streckte Jesus seine Hand aus, fasste Petrus und sagte: »Du hast zu wenig Vertrauen! Warum hast du gezweifelt? Dann stiegen beide ins Boot, und der Wind legte sich.“ Matthäus 14,31

In dem einen Moment geht Petrus auf dem Wasser und in dem anderen Moment sinkt er. Manchmal fühlen wir uns dem Himmel so nah und manchmal spüren wir die Härte des Bodens. Wo auch immer wir alle gerade stehen, lasst uns seine Hand ergreifen.

Ich weiß, dass das Wirkungsvollste für mich einfach sein Wort ist. Dann nehme ich wieder die Bibel in die Hand, lese ein paar Zeilen und erzähle Gott, wo ich gerade stehe. Ich höre ihm zu und er hört mir zu. Und der Wind legt sich mit der Zeit.

Was macht ihr bei Zweifeln, ihr Lieben? Habt ihr ein paar Gedanken dazu?

Vegetarische Ernährung

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Ihr Lieben,

heute beginne ich mit der Frage/Antwort Serie. Ich habe schon zahlreiche Fragen erhalten und bin gespannt welche noch folgen. Also, los geht´s!

Die erste Frage lautete:

Liebe Lena, warum ernährt ihr euch zu hause vegetarisch?

Ja, warum eigentlich? Mir ist aufgefallen, dass ich in den letzten Jahren auf dieses Thema nie explizit eingegangen bin. Vielleicht liegt es daran, dass es nach all den Jahren einfach natürlich für uns geworden ist.

Ich kann mich noch ganz genau erinnern, wann ich beschlossen habe auf Fleisch zu verzichten. Wir saßen vor 7 Jahren im Flieger nach Amerika und ich las gerade die letzten Seiten des Buches „Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer (Amazon Partnerlink). Dann legte ich die Lektüre zur Seite und mir war klar, ich will das nicht mehr. Ich hätte mich lieber dafür auf dem Rückflug entscheiden sollen. Vegetarisch in Amerika ist genauso herausfordernd, wie mit Stöckelschuhen wandern zu gehen.

Aber ich schweife ab.

Daniel und ich wollten einfach kein Fleisch mehr aus Massentierhaltungen, also stiegen wir erstmal auf Bioqualität um. Für Studenten bedeutet das praktisch: Zurück zum Sonntagsbraten. Das ging eine ganze Weile so, bis uns auch weitere Aspekte wichtig wurde. Vor allem der Ethisch-moralische. Fakt ist: Unser übertriebener Fleischkonsum im Westen führt dazu, dass heute das meiste Getreide als Tierfutter verwendet wird. Es leiden so viele Menschen an Hunger aber die Nahrungsmittel werden zum großen Teil an Rind, Schwein und Huhn verfüttert, damit wir später die vielen BBQ genießen können. Die Tatsache fühlte sich nicht richtig an. Und der Appetit ließ schnell nach. Man hat ja häufig ein Gefühl der Überforderung, wenn man an Welthunger denkt. Dass man tatsächlich persönlich dagegen aktiv werden kann, hatten wir vorher nicht gewusst.

Wir lernten mit den Jahren die gesundheitlichen Vorteile kennen. Nicht, dass jemand von uns davor krank war, aber wir schätzen die vielen gesunden Lebensmittel, wie Hülsenfrüchte, Quinoa, Süßkartoffeln, Linsen etc. die so ihren Weg auf unsere Teller gefunden haben. Meine Eisenwerte waren in den letzten beiden Schwangerschaften immer optimal und ich brauchte keine Präperate, die ich bei der ersten Schwangerschaft mit unseren Großen noch benötigt hatte.

Da wir in Jesus frei sind, dürfen wir diese Freiheit auch auf unsere Ernährung übertragen. Daher ist die Vegetarische Ernährung für uns nichts Dogmatisches. Daniel und der Große essen auswärts auch mal Fleisch. Wir fühlen uns zu Hause einfach wohler ohne und machen richtig gute Erfahrungen damit.

Frage/Antwort Serie

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Ihr Lieben,

ich hoffe, dass fällt jetzt nicht unter die Kategorie: Spam.  3 Blogeinträge an einem Tag- sind das die Auswirkungen eines Hitzeschlags?

Ich bin also in Bloglaune und das will ich gerade nutzen, um eine weite Serienidee mit euch zu teilen. Wieder ist sie interaktiv und hoffentlich auch inspirierend.

Denn immer mal wieder, erhalte ich von euch auf persönlichem Wege Fragen zu den unterschiedlichsten Themen. In der Frage/Antwort Serie will ich die Antworten mit euch teilen, sofern ich das Okay dafür habe.

Schickt mir also hier oder auf die E-mail Adresse jesusnatuerlich@gmx.de eine Frage zu Familie, Jesus, Lebensstil, Theologie etc., die euch bewegt und ich schaue, dass ich hier nach und nach drauf eingehe (unter dem Gesichtspunkt, dass es nur meine persönliche Gedanken sind). Wäre das was?

Segensgrüße, Lena

Serie: Familienportraits

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Ihr Lieben,

mögt ihr gerne Serien?

Auf meinem Blog möchte ich nun mit einer neuen Serie beginnen. Nicht unbedingt so typisch á la Netflix, sondern eine viel interessantere, die darüber hinaus inspiriert und ermutigt.

Die Serie „Familienportraits“ will uns einen Einblick geben, wie Andere ihr Leben mit Jesus gestalten und uns einfach viele neue Inputs geben.

Wie findet ihr die Idee? Wäre das nicht großartig? Auf Instagram haben sich schon ein paar tolle Leute gemeldet, die gerne mitmachen möchte und auch hier will ich mal nachfragen, wer Lust hätte mitzmachen.

Ich würde euch dann einen Fragebogen zukommen lassen und dann würde ich hier eure Antworten veröffentlichen. Dabei könnt ihr anonym bleiben oder aber euch persönlich vorstellen. Vielleicht sogar mit einem Bild, wenn ihr mögt.

Schreibt mir, wenn ihr Interesse habt.

Segensgrüße, Lena

Das Nacheinander Prinzip

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 Jedes Ereignis, alles auf der Welt hat seine Zeit.“
Prediger 3, die Bibel

//Unbezahlter Lesetipp//

Wir wollen gleichzeitig Traumfigur und Schwangerschaft, Kinder und Karriere, Reisen und Heimatgefühl.

Mit diesem gesellschaftlichem Anspruch machen wir uns und unseren Lieben aber leider total den Druck und können die einzelnen besonderen Phasen des Lebens selten genießen. Letztens hat mir eine Schwangere von ihren Abnehmplänen erzählt. Ich hoffe ich hatte mich einfach nur verhört.

Warum nicht einfach einen Schritt nach dem anderen setzen? Und jeden einzelnen Schritt bewundern, hochhalten, genießen, ausschöpfen. Ja sicher, für Einige ist die Sitation so verzwickt, dass manche Dinge parallel laufen müssen. Für UNSERE Familienkonstellation funktioniert das „Nacheinanderprinzip“ aber richtig gut, seit Daniel und ich uns vor 10 Jahren das Ja-Wort gegeben haben.

Auch wir haben immer wieder Schnittstellen. Als die zwei Großen auf die Welt kamen, haben wir beispielsweise noch beide studiert. Doch die Flexibilität der Semestereinteilung hat uns die Möglichkeit gegeben, dass immer jemand von uns die Kinder versorgen konnte.

Im Moment besteht mein Alltag aus Kuscheln, Kochen, Putzen, Trösten, Spielen. Diese Phase darf ich mit unseren Kindern bewusst genießen. Manchmal kraftlos und müde aber immer mit einer großen Portion Liebe.

Wer weiß, vielleicht beginne ich ja schon bald mit einer weiteren beruflichen Aufgabe. Dann wird Daniel kürzer treten und zu Hause die Aufgaben übernehmen. Bis dahin, schätze ich das Hier und Jetzt, nehme das Geschenk des Augenblicks dankbar an und erfreue mich an der Gnade so viel Zeit mit meinen Lieben verbringen zu dürfen.

Der Artikel in der Zeit „Man muss nicht alles gleichzeitig schaffen“ befasst sich mit dieser Art Leben zu gestalten. Und ich habe ihn gern gelesen.

Segensgrüße,

Lena