Marit und ihre Familie

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Bitte stell deine Familie kurz vor:

Wir sind Christian (34), Marit (33), und unsere drei Söhne Noah Emilian (8), Ben Liam (6) und Timo Jari (1). Zusammen leben wir in einem schönen Häuschen am südlichen Rand Berlins.

Mein Mann ist eigentlich Musiklehrer, Tontechniker, Fundraiser und Coach. Er liebt Abwechslung und neue Herausforderungen, die Arbeit mit Menschen – und mit Geld ;)

Zur Zeit arbeitet er in einer halben Stelle als Fundraiser und Coach von zuhause aus. Mit der anderen Hälfte ist er in unserer Kirche Mavuno Berlin angestellt. Wir lieben unsere Kirche und investieren viel Zeit und Kraft und Kreativität in die Menschen in unserer Kirche und unserem Kiez.

Ich bin gelernte Erzieherin, arbeite aber nicht mehr, seit ich eigene Kinder habe. Im Moment bin ich am Ende einer Weiterbildung zur Doula (Geburtsbegleitung) und finde das wunderschön und spannend.

Unsere beiden großen Jungs gehen zur Schule, der Kleine ist noch bei uns zuhause.

Welche 3 Eigenschaften sind typisch für Euch? 

Wir lieben Menschen. Wir haben eigentlich immer eine offene Tür und fast täglich Besuch. (Das kann allerdings auch an unserer Liebe zum Kaffee liegen ;) Mein Mann röstet selbst Kaffeebohnen und wir sind selbst unsere besten Kunden!)

Wir sind abenteuerlustig. Ob es das Experiment „Leben ohne Lampen“ oder das Auslandsjahr in Kalifornien war – wir machen jeden Spaß mit! Wir arbeiten zur Zeit beide von zuhause und leben gerade von Spenden – wir lieben das Verrückte, das Unnormale, das, was nicht jeder macht.

Wir lieben unsere Apple Produkte. Ja ja, das lässt sich nicht leugnen und deswegen gehört das auch zu uns. Wir lieben Spotify und Netflix, unsere Blogs und Instagram-Accounts ( @mamas_business und @fundraisercoach ) und lange Familien-Spaziergänge mit Pokémon Go.

Warum ist Jesus Euch so wichtig?

Ohne Jesus würden wir nicht sein. Wir lieben ihn und er liebt uns. Mein Mann und ich hätten uns ohne ihn nicht kennengelernt und unsere gesegnete Beziehung und Familie haben wir nur ihm zu verdanken. Er hat das Jahr in Amerika möglich gemacht, er hat uns in diese Kirche gebracht und zur Zeit leben wir unsere Berufung und werden fast ausschließlich von Spenden bezahlt. Das macht eine Abhängigkeit und ein Vertrauen auf Gott noch mal ganz neu groß und wichtig. Und Gott versorgt und beschenkt uns genau zur richtigen Zeit.

Wie bezieht ihr ihn in euren Familienalltag ganz natürlich ein?

Wir beten vor dem Essen. Wir gehen jeden Sonntag in die Kirche. Wir Eltern haben je einen eigenen Hauskreis. Ich gründe gerade eine „Moms in Prayer – Mütter beten für Schulen“-Gruppe. Jeden Abend reden wir mit den Kindern über den Tag und beten vor dem Einschlafen. Ihre Erlebnisse in der Schule verbinden wir oft mit dem Glauben und wir lieben es zu sehen, wie die Kinder Jesus im Schul-Alltag treffen und wie kreativ Kinder beten und Gott antwortet. Wir beten zusammen für Sorgen oder Wünsche der Familie und danken Gott zusammen.

Wie vermittelt ihr euren Kids Bibelwissen?

Das ist ganz unterschiedlich. Die großen Jungs lernen Geschichten aus der Bibel am Sonntag im Kinderprogramm „Mavuno Musketiere“, angelehnt an das Programm „Der 4te Musketier“. Manchmal lesen wir täglich aus der Bibel. Manchmal lernen wir Verse mit Hilfe eines Kalenders. Manchmal lesen wir Bücher, die Bibelwissen erzählen. Manchmal sehen wir Filme oder hören Geschichten. Manchmal reden wir einfach darüber.

Wie machst du das mit der Stillen Zeit? Auf welcher Art tankst du auf?

Ganz ehrlich gesagt habe ich da den perfekten Platz für mich noch nicht gefunden. Ich hätte gern eine Struktur – aber das geht nicht. Mit Kindern ändert sich ständig irgendetwas.

Ich höre viel christliche Musik zuhause. Ich versuche, täglich mit den Büchern von Stormie Omartian für meinen Mann und meine Kinder zu beten und sie zu segnen. Einmal in der Woche mache ich das zusammen mit Freundinnen.

Bei Spaziergängen in der Natur oder in Gesprächen mit meinem Mann tanke ich auf und fühle mich Gott sehr nahe. Im Alltag habe ich ihn immer im Kopf und im Herz. Aber es ist eine Herausforderung, meine ganz persönlichen ruhigen Momente mit ihm zu finden.

Und als Paar? Hast du Tipps, wie man als Paar gemeinsam Gott im Alltag erleben kann?

Wir versuchen, so oft es geht, zusammen zu frühstücken. Das macht unser spezieller Alltag möglich und da können wir gut reden. Und wenn wir täglich oder alle 2-3 Tage ein paar längere Minuten für uns haben, bleiben wir uns auch im vollen Alltag innerlich nahe. Ein großes Date am Abend ist zur Zeit fast nicht möglich, aber wir versuchen, jeden Tag ein paar Minuten für uns zu finden. Wir sind nicht so gut darin, zusammen in der Bibel zu lesen oder zu beten. Aber wenn wir das schaffen, ist das ein großer Schatz.

Wenn wir als Familie spazieren gehen, haben wir beide etwas Zeit zum Reden und es ist wichtig und wertvoll für uns, unsere Herzensanliegen zu teilen und uns auszutauschen. Es ist ganz besonders, gegenseitig Gott im Alltag zu entdecken.

Was ist das Schönste und was ist das Stressigste im Familienleben?

Das Stressigste ist die ständige Unordnung und der Dreck überall, finde ich! Die Küche. Die Kinderzimmer. Mit drei Jungs sehe ich da noch ein paar Jahre Chaos auf mich zukommen :) Auch die Masse an Terminen und an Dingen, die ich mir merken und koordinieren muss, ist manchmal anstrengend.

Das Schönste ist, dass hier drei kleine Menschen um mich herum laufen, die von uns beiden sind! Unglaublich! Schöne Kinder. Schlaue Kinder. Mutige Kinder. Starke Kinder. Zusammen Reden, Lachen, Lernen, Ausprobieren, Entdecken, Wachsen, Leben ist für mich das Allerschönste!

Wie löst ihr Streit in eurer Familie und was sind deine Praxistipps für ein friedliches Miteinander?

Das ist gar nicht so leicht zu erklären. Wir sind eine eher ruhige und harmoniebedürftige Familie. Dass so richtig die Fetzen fliegen, kennen wir gar nicht.. oder noch nicht? Wir versuchen, viel in Gesprächen zu klären und zu verarbeiten. Wenn das Bedürfnis hinter einer Tat klar ist, kann ganz anders geredet werden. Für ein friedliches Miteinander versuchen wir, die Liebestanks unserer Kinder zu füllen. So oft es geht, versuchen wir Eltern-Kind-Zeit zu zweit möglich zu machen. Ich versuche, viel zuzuhören und Fragen über den Schulalltag zu stellen. Natürlich dürfen die Kinder auch mal wütend schreien und Brüder-Streit gibt es oft. Aber die richtige Frage und Zeit zum Zuhören ist viel wert.

Welchen Tipp würdest du einer jungen Mama geben?

Es ist alles nur eine Phase! Die schweren Zeiten gehen immer wieder vorbei – aber auch die schönen Momente sind kostbar und kommen nicht wieder. Nimm dir Zeit für deine Kinder! Der Haushalt und die Karriere kann wirklich warten. Es sind vielleicht die ersten 4-6 Jahre, die so wichtig und wertvoll sind.. und schnell vorbei. Such dir Mama-Freundinnen! Egal, welche Sorgen oder Gedanken du hast: Du bist nicht allein! Und vergleiche dich nicht mit anderen. Du bist eine gute Mama. Für deine Kinder bist du die beste und schönste Mama, die es gibt! Eine glückliche Mama ist eine bessere Mama :)

Vielen Dank, liebe Marit, für den Einblick in euren Familienalltag. Danke, dass du dir die Zeit für das Interview genommen hast und mit uns deine ehrlichen Gedanken teilst! Alles Liebe dir und deiner Familie!

Bananenbrot

LRM_EXPORT_17201090593697_20180921_085917344Kennt ihr das? Euch ist nach Kuchen, ihr lauft zum Bäcker und seht die unglaublich große Auswahl an Leckereien und doch werdet ihr nicht wirklich fündig. Denn eigentlich ist euch nach Wärme, dem süßen Duft in der Wohnung und nach Gemütlichkeit am Esstisch. Und irgendwie kann man diese Atmosphäre nicht wirklich kaufen.

Ich habe hier ein ganz einfaches Rezept für euch und ich hoffe euch wird das Banenbrot genauso gut schmecken, wie uns. Als unsere Maus heute vom Kindergarten heimkam, erkannte sie schon im Treppenhaus, was es zur Knuspermahlzeit geben würde. Sie lächelte glücklich und ich sagte: „Heute feiern wir den internationalen Kindertag! Ich bin Gott ja so dankbar, dass ich euch habe!“. Sie bekam ganz große Augen und freute sich sehr!

Das Grundrezept ist ganz einfach. Passt es einfach euren Bedürfnissen an:

  • Den Backofen auf 170° Grad vorheizen
  • 100 Gr. brauner Zucker
  • 120 Gr. Sonnenblumenöl
  • 2 Eier
  • 100 Gr. Schmand
  • 250 Gr. Mehl
  • 1. Tl. Backpulver
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Etwas Salz
  • Alles miteinander verrühren und 2 große reife zermatschte Bananen mit
  • optional 50 Gr. Walnüsse und 50 Gr. Zartbitterschokolade hinzufügen und alles verrühren
  • Den Teig in die Kastenform füllen und etwa 50-60 Minuten backen.

Lasst es euch schmecken, ihr Lieben! Und vergesst nicht euren Kindern zu erzählen, dass sie Rechte haben, dass sie eine Stimme haben und dass ihre Meinung wichtig ist. Dass sie ein Recht auf Privatsphäre haben, auf gewaltfreie Erziehung, das Recht zu Spielen und viele mehr! Wir vermitteln sie hoffentlich im Alltag aber es ist auch super wichtig, dass sie sie explizit kennen und benennen können. Das stärkt unsere Kids ungemein.

Segensgrüße,

Lena

Echte Begegnungen

LRM_EXPORT_5949860969812_20180917_120025334.jpegEs tat gut zwei Tage lang nicht zu wickeln, aufzuräumen und Verantwortung zu tragen. Stattdessen konnte ich ausschlafen, endlos lange shoppen gehen und die schönen Cafés und Ateliers Düsseldorfs aufsuchen.LRM_EXPORT_6097368312828_20180917_120252841.jpeg

Mit Lili und Anna verbrachten wir das Wochenende und die Zeit mit diesen wunderbaren Frauen war einfach richtig schön. Wir konnten ohne Blick auf die Uhr ausgiebig quatschen und lachen und die Sonnenuntergänge auf der Parkbank am Rhein bewundern.LRM_EXPORT_5874546081090_20180917_115910019.jpeg

Und obwohl diese kleine Auszeit so erfüllend war, freute ich mich sehr auf das Wiedersehen mit meinen Lieblingsmenschen. Daniel holte mich mit den Kindern am Bahnhof ab und ich genoß es sehr meine Lieben wieder bei mir zu haben. Denn hier gehöre ich hin. Hier ist mein Platz und meine kleine Welt.LRM_EXPORT_6129279120420_20180917_120324752.jpeg

Ich bin durch und durch Familienmensch. Und gleichzeitig ist mir der Austausch mit anderen Frauen sehr wichtig. Sicher, so ein gemeinsames Wochenende ist bei mir selten aber dafür gibt es andere Möglichkeiten Zeit miteinander zu verbringen. Zum Beispiel ein Frühstück mit der Freundin, ein gemeinsamer Waldspaziergang an Nachmittag oder eine späte Tea-time, während die Kinder schon schlafen.LRM_EXPORT_6111539680531_20180917_120307012.jpeg

Ich glaube daran, dass Gott uns zur Gemeinschaft berufen hat. Nicht jede von uns ist extrovertiert aber jede von uns braucht hin und wieder ein freundliches Gesicht, das hinschaut, wahrnimmt und einen sieht. Mamablogs und schöne Instagramaccounts anderer Mütter mögen tolle Inspirationsquellen sein aber sie sind mit einer richtigen Begegnung mit der Freundin einfach nicht zu vergleichen.LRM_EXPORT_5976427553864_20180917_120051900.jpeg

Wenn man sich gegenüber sitzt, einander sieht, so wirklich sieht, ohne Filter und Vermarktungsgedanken, miteinander lacht, bis man sich verschluckt und gegenseitig ermutigt mit Worten, die man nicht nur liest, sondern auch hört, die warmen Hände, die man bei der herzlichen Umarmung spürt und die anschließende Shoppingtour in einem wundervollen Städtchen, dann ist das so viel intensiver, authentischer und erfüllender.IMG_20180917_110748_716.jpg

Ist es vielleicht möglich, dass die Blogs und Instaaccounts so florieren, weil viele von uns einfach einsam sind? Dass wir anonym und mit halber Wahrheit uns hier austauschen, weil echte Begegnungen seltener werden?
Ich möchte mir in meinem Alltag immer wieder bewusst Termine mit Freundinnen einplanen, die meine schmutzigen Fenster und die vielen Wäschekörbe sehen. Aber was noch wichtiger ist, die vor allem mein Herz sehen.20180915185302_538A6848.JPG

Unsere kleine Ehe Challenge

IMG_20180914_102340_325(unbezahlte Werbung)

Daniel und ich machen zur Zeit eine kleine Ehe Challenge und heute ist der Keine-Kritik Tag. Mit kleinen bewussten Herausforderungen wollen wir Gewohnheiten reflektieren und mit neuen Inspirationen unsere Ehe fördern.

Als wir noch keine Kinder hatten, gingen wir häufiger aus, kochten gemeinsam und hatten alle Zeit der Welt unsere Liebe zu zelebrieren. Jetzt sind wir Eltern von drei wundervollen Kindern, die uns brauchen und die wir geborgen ins Leben begleiten wollen. Gleichzeitig wollen wir uns als Ehepartner nicht in der Elternrolle verlieren.

Wir wollen auch bedürfnisorientiert mit uns selber umgehen und unsere Ehe mit Gottes Hilfe lebendig halten. Und deshalb lesen wir gerade wieder das Buch “ 40 Tage Liebe wagen“ Stephen und Alex Kendrick (Amazon Partnerlink). Für jeden Tag gibt es eine neue Aufgabe und es macht Spaß auf diese Weise neuen Schwung in die Ehe zu bringen.  Heute also keine Kritik. Wenn’s nur das ist. Was soll denn daran eine Herausforderung sein? Hihi… Schon am Morgen musste ich mir zwei mal auf die Zunge beißen, um meine besserwisserischen natürlich nur gut gemeinten Tipps zurück zu halten.

Dieses gemeinsame Projekt ist wie eine kleine Abenteuerreise. Wir entdecken wieder neue alte Möglichkeiten sich die Liebe ganz praktisch zu zeigen und kleine Momente der Aufmerksamkeit zu nutzen.  Daniel und ich wollen Liebe wagen. Immer und immer wieder. Und diese Challenge tut uns gerade richtig gut.

Segensgrüße,  Lena

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Im Moment

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Im Moment

  • Freue ich mich riesig auf den Herbst, gerade auch weil ich ihn letztes Jahr so sehr in Israel vermisst habe.
  • Backe ich wieder häufiger Brot, was vor allem den Kindern und Daniel sehr gut gefällt. Wir waren vor einigen Tagen auf dem Weg nach Köln und vernaschten unterwegs im Auto die köstlichen Scheiben Brot und das hat sich so gut angefühlt.
  • bereite ich mich für eine kleine Veränderung in unserem Familienalltag vor. Ich werde an zwei Stunden die Woche unterrichten und ich freue mich sehr auf diese kleine große Herausforderung.
  • Liebe ich die Stille Zeit am Morgen. Seit dem Schulbeginn starte ich früher in den Tag und darf auf diese Weise mit Ruhe, Daniel, Bibel und Kaffee Kraft für den Tag tanken, bevor die Kinder wach werden. Vor einigen Monaten wäre dies noch nicht machbar gewesen, da jede Stunde Schlaf einfach lebensnotwendig gewesen war. Aber unser kleiner Bär schläft nun richtig gut und ich kann diese extra Stunde am Morgen bewusst genießen.
  • Werde ich beim Thema Eigenheim nervös. Irgendwie fühle ich mich hier im Moment noch genau richtig aber das Umfeld spricht uns immer wieder darauf an. Und wir merken auch, dass es etwas eng ist. Andererseits frage ich mich, ob wir nicht einfach noch ein bisschen minimalistischer leben sollen. Vielleicht liegt der begrenzte Raum an dem Zeug und nicht an der Anzahl der Personen.
  • Kann ich das Wochenende mit meinen Mädels kaum erwarten. Oh, das wird schön!
  • Investiere Ich so gerne in echte Freundschaften. Blogs und Accounts mögen inspirierend sein aber sie sind einfach kein Ersatz für reale Begegnungen.

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