Dies ist der Tag, den der Herr gemacht

Es ist Montag. Es regnet. Ich bin müde.

Und ich mache trotzdem das Beste aus dem Tag. Denn ich habe da vorhin was Herausforderndes auf einer Karte gelesen, was eher zu einem Freitag passt: „Dies ist der Tag, den der Herr gemacht. Und deshalb will ich mich freuen und fröhlich sein in ihm“ Psalm 118, 24.

Fühle ich mich danach? Nicht wirklich? Wünsche ich mir diese Perspektive? Absolut! Und mit diesen 5 Schritten gehe ich jetzt das Projekt „Happy Day“ an:

1. Ich wiederhole den Vers und spreche ihn nochmal laut aus. Macht ihr mit? Also hier ist er: „Dies ist der Tag, den der Herr gemacht. Und deshalb will ich mich freuen und fröhlich sein in ihm“.

2. Ich mache mir einen Kaffee und denke ein bisschen über den Vers nach. Okay, ich hole mir noch ein Stück Schokolade dazu. Mittlerweile schläft der Junior und ich gönne mir eine halbe Stunde Nachdenkzeit.

3. Damit ich diesen fröhlichen Vers nicht einfach aus dem Kontext reiße, lese ich mir heute Morgen mal den ganzen Psalm 118 durch. Wow, der hält ja eine ganze Menge für mich bereit. Hier geht es um Gottes große Gnade im Alltag, um seine Gegenwart in schweren Zeiten und dann kurz vor unserem Vers 24 geht es sogar um den Messias. Und ich verstehe: dieses Fröhlichsein von dem hier die Rede ist, ist kein Pokerfacelächeln, kein oberflächliches Alles-ist-gut-Verhalten, kein Umstand, der abhängig ist von der Wetterlage oder meiner momentanen Laune.

Dieses Glücklichsein ist abhängig von meinem Jesusbewusstsein. Es ist gegründet auf die Gute-Nachricht der Bibel. Ich freue mich über Gottes Liebe, seine Gnade und seinen Sohn Jesus, mag die Woche noch so trüb beginnen. Und wisst ihr, diese tiefe, fundierte, innere Freude macht uns so unglaublich stark.

Erinnert ihr euch an den Bibelvers aus Nehemia: „die Freude am Herrn ist eure Stärke“. Er trifft den Nagel auf den Kopf.

4. Mittlerweile ist mein Kaffee kalt aber mein Verstand wieder klar. Ich nehme mir Zeit fürs Gebet und danke Gott für seine Treue, seine Nähe, seine Liebe. Es geht jetzt um ihn und ich will ihn gerade nicht dafür anbeten, was er tut, sondern was er ist. Oh Gott, du bist heilig, hoch erhaben, du bist der Schöpfer des Universums.

Schließlich bringe ich ihm meine Müdigkeit, meine To-do Liste, die Sorgen und Anliegen. Und danke ihn für diesen 28.1.2019, den ich erleben darf.

5. Meine bewusste Zeit ist vorbei. Das Mittagessen will gekocht werden. Die Mail an den Professor verschickt werden. Die Wäsche aufgehängt werden. Doch den Vers aus Psalm 118 nehme ich für diesen Tag mit und bin gespannt, was er mit mir tut:

„Dies ist der Tag, den der Herr gemacht. Und deshalb will ich mich freuen und fröhlich sein in ihm“.

Segensgrüße,

Lena

Interior meines Herzens

Es ist die Jahreszeit in der wir jeden einzelnen Sonnenstrahl feiern. Das raue Winterwetter sorgt für eisige Temperaturen und kalte Füße.

Wir ziehen uns zurück, kuscheln uns ein und wärmen uns auf. Hustenbonbons und Bücher stapeln sich, Teekocher und Heizung sind in Höchstform.

Egal, wie ungemütlich das Wetter ist, dein Zuhause muss es nicht sein. Schaffe dir ein kleines gemütliches Reich, in dem du dich wohl fühlst und in dem du gerne überwinterst.

Das Schöne ist: Gemütlichkeit ist unabhängig von Geld und Raum, unabhängig von Mode und Design und unabhängig von Wolldecke und allem, was man sonst noch kaufen könnte. Deine Küche kann noch so stilvoll eingerichtet sein, wenn es keine Wärme ausstrahlt, ist sie schlichtweg ungemütlich.

Gemütlichkeit ist ein subjektives Wohlbefinden und für uns alle ein dehnbarer Begriff. Aber ich denke wir alle fühlen uns in Häusern wohl, in denen Liebe das Fundament ist. Denn kein Kamin dieser Welt kann eine kalte Familienatmosphäre erwärmen.

Daher will ich nicht verschwenderisch mit meinem Geld umgehen, sondern mit meiner Geduld, Zufriedenheit und Liebe. Ich will nicht zuallererst in Trends investieren, sondern in die Früchte des Geistes (Neues Testament, Gal.5,22):

Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.

Neue Kerzenständer wären definitiv einfacher. Oder frische Blumen, kuschelige Kissen und ofenfrisches Brot. Und natürlich – ich liebe diese Kleinigkeiten, die mir so viel Freude bereiten und auch sie haben ihren Platz. Aber ich will nicht mit denen beginnen. Sondern mit dem Kern, dem Fundament, dem Interior meines Herzens.

Die Früchte des Geistes. Sie verändern einfach alles und jeden und beeinflussen daher automatisch die wahre Gemütlichkeit des Hauses.

Segensgrüße,

Lena

Segenregen im Sonnenregen

Als ich heute Morgen mit dem Auto auf dem Weg zum Bahnhof war, kitzelten mich die Sonnenstrahlen und säße ich nicht hinterm Steuer, hätte ich die Augen geschlossen und diese wohltuende Wärme ausgekostet.

Minuten später bediente ich allerdings auch schon wieder den Scheibenwischer und so wechselten sich Sonne und Regen immer wieder ab. Sonne, Regen, Sonne, Regen und manchmal Sonnenregen.

Wechselnde Wetterlagen erlebe ich regelmäßig mit den Kindern. Waren alle drei eben noch glücklich im Spiel versunken, kann sekundenschnell Gewitter aufkommen und der Haussegen hängt schief. Auch das besagte Sunshower- Phänomen ist hier immer wieder zu erleben: über das eine Kind scheint die Sonne, über das andere regnet es in Strömen. Und das alles unterm selben Dach.

Gefühlschaos im Familienalltag ist ganz normal, auch wenn es manchmal richtig kräftezehrend sein kann. Jedes Mitglied hat seine Phasen und Launen und gerade mit Kleinkindern, ist es nicht immer leicht die Bedürfnisse direkt zu erkennen.

Und trotzdem: Die familiäre Wetterlage mag unberechenbar sein, mein Gott ist es nicht. Der, der die Idee Familie ins Leben gerufen hat, will in den warmen und kalten Situationen des Familienlebens einbezogen werden und die Konstante sein, wenn Sonne und Regen sich abwechseln.

Und seine Anwesenheit verändert hier bei uns ne Menge. Wir beziehen ihn ganz bewusst mit ein und dann sind auch die herausforderndsten Situation machbar. Ich bete häufig für genügend Schlaf, Gesundheit, Weisheit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, bedingungslose Liebe und allein die Tatsache, dass ich meine Gefühle mit ihm teilen kann und von seinem Wesen lernen darf, empfinde ich als persönlichen Segenregen.

Und dann erlebe ich so häufig diese Regenbogen – Momente, wenn im Alltag das Sonnenlicht auf Wassertropfen trifft. Dann erinnert mich Gott immer wieder im Durcheinander meines Alltags an sein ewiges Versprechen: Ich bin da- und sorge für dich und deine Lieben!

Was unsere Ehe im Alltag stärkt

Er weiß, dass ich Blumen liebe. Und er weiß auch, dass ich Geschenke liebe. Freitags kommt Daniel daher häufig mit einem kleinen Blumenstrauß nach Hause und bedankt sich für meinen Einsatz unter der Woche.

Diese Geste ist eine von vielen, die unsere Beziehung im Alltag verschönert und bereichert. Denn es sind nicht primär die Blumen, die mich glücklich machen, sondern seine Aufmerksamkeit, seine Hingabe und seine Wertschätzung. Unsere Liebe lebt von liebenswürdigen Kleinigkeiten im Alltag und der gemeinsamen Sicht auf Gott.

Daniel erklärte heute seiner Kollegin, was das Geheimnis unserer Ehe ist: „Das Fundament unserer Ehe ist Gott und seine Vorstellungen von Beziehungen sind für uns maßgeblich. Unsere Gefühle sind toll aber sie sind nicht unser Maßstab. Daher orientieren wir uns an Gottes Plan und machen uns immer wieder bewusst, dass er uns zusammen gefügt hat“.

Diese Perspektive ist so heilsam für uns. Mit ihr genießen wir die einfachen Zeiten und mit ihr arbeiten wir an den herausfordernden Zeiten. Gott nahe zu sein ist entscheidend für unser Eheglück und dieses Geschenk würzen wir mit kleinen Aufmerksamkeiten im Alltag.

Dazu gehören beispielsweise spontane Coffeedates am Esstisch, wenn die Kids im Spiel versunken sind, Verabschiedungs- und Begrüßungsküsse, handyfreie Eheabende, unzählige Berührungen, gegenseitiges Vorlesen, Freiraum für Erholung und viele weitere schöne Dinge.

Für mich ist es ganz wichtig, dass Ehe nicht nur eine unglaublich schöne und mutige Entscheidung ist, sondern auch eine lebendige, interessante und hingebungsvolle Entdeckungsreise ist, in der man sich immer wieder neu in den Partner verliebt.

Auch nach 11 gemeinsamen Jahren und mit viel Routine im Familienalltag wollen Daniel und ich keine einfache Wohngemeinschaft bilden, sondern immer an einer spannenden Liebesbeziehung arbeiten. Und dafür ist der gemeinsame Herzschlag für Jesus der wohl entscheidendste Faktor.

Segensgrüße,

Lena

Auf Schatzsuche

Es regnet schon seit Tagen und wir sind eingehüllt in einem lichtlosen Grau. Die Wollsocken und der Kräutertee wärmen mich und die Taschentücher begleiten mich auf Schritt und Tritt.

Doch das trübe Wetter und die verschnupfte Nase können mich nicht davon abhalten mich jeden Tag aufs Neue auf Schatzsuche zu begeben. Es ist die Suche nach den strahlenden Diamanten meines Alltags, die mir Licht, Wärme und Geborgenheit schenken.

Da ist der schöne Spaziergang mit den Kindern, die warmen köstlichen Zimtschnecken, das Bärchen, das lachend Küsschen verteilt, das spannende Schachspiel mit dem Großen, der hübsche Zierkohl auf der Fensterbank, Daniels warme Stimme, die Gebetstunde in der Kirche, die besondere Mama-Tochter Zeit und so viele weitere Schätze meines Alltags.

Diese wunderbaren Schätze sind Geschenke Gottes und die tägliche Suche nach seinen Gaben, lässt mich seine Nähe und Gnade ganz praktisch spüren. Mag es noch so kalt und grau draußen sein, die Schatzsuche wärmt meine Seele und öffnet mein Herz.