Jaaaa zu kleinen Herzenswünschen im Alltag

Wenn er nur das Wörtchen „Garten“ hört, streckt der Junior seine kleinen Hände hoch und ruft ganz begeistert „Jaaaa!!!“. Dann läuft er schnell zur Garderobe und sucht nach seinen Sachen.

Seine glücklichen Augen strahlen dabei und zaubern uns allen ein Lächeln ins Gesicht. Seine Freude endlich wieder die Gummistiefel anzuziehen und draußen mit dem Matsch zu spielen, ist einfach zuckersüß.

Ich dachte darüber nach, was meine Augen zum Glänzen bringt und mein Herz höher schlagen lässt.

So häufig verliere ich mich nämlich in den Aufgaben des Alltags, die wirklich dringend erledigt werden müssen, dass ich viele kleine Herzenswünsche hinten dran stelle. Vor drei Wochen habe ich mir beispielsweise wunderschöne Aquarellstifte gekauft und heute liegen sie immer noch unverpackt in meinem Sekretär.

Der „Garteneffekt“ meines Bärchens bringt mich zum Nachdenken. Und ich fange an ein bisschen zu träumen und ich merke mein Bauch wird wärmer bei folgenden spontanen Wünschen:

– ich würde so gern den prächtigen Magnolienbaum vor unserem Kindergarten fotografieren

– einen Ausflug in die Stadt machen, ein hübsches Kleid in meinem Lieblingsladen kaufen, ins Museum gehen und anschließend im Café bloggen

– die Aquarellstifte auspacken und in Ruhe die ersten, unsicheren Frühlingsbilder malen

– mit dem Fahrrad durch die Felder fahren und mit einen hübschen Wiesenstrauß nach Hause kommen

– ich würde gern einen ruhigen Vormittag mit meiner Studienbibel verbringen und mich mich einem Thema auseinander setzen, dass mir in letzter Zeit wichtig geworden ist.

– mit Daniel ausgehen, am Rhein entlang schlendern und uns in diesem kleinen Restaurant mit dem grünen Dach den leckersten Flammkuchen der Welt bestellen.

Eigentlich sind diese Wünsche doch umsetzbar. Ich sollte sie einfach einplanen. In den Familienkalender schreiben und sie so wichtig wie Arzttermine sehen.

So häufig bin ich eine glückliche müde Mama. Müde, weil manchmal die Familie ganz schön viel Arbeit ist. Und glücklich, weil dieses Leben mit Daniel und den Kids einfach mein persönliches Geschenk Gottes ist, wofür ich unglaublich dankbar bin. Kleine erfrischende Pausen im Mamaalltag stärken und ermutigen mich auf diesem Weg und ich will ihnen wieder bewusst Raum geben.

Was ist mit euch? Welche Begriffe sorgen bei euch für den „Garteneffekt“ meines Sohnes? Was bringt euch zum Strahlen und zu einem lauten „Jaaaaaaa“? Welche Ausflüge oder Aktivitäten begeistern euch und sorgen für ein Glücksgefühl im Bauch?

Segensgrüße, Lena

Frühlingsfreude und Himmelsfreude

Endlich sieht mein Balkon wieder richtig schön aus. Plötzlich sehe ich wieder fröhlich leuchtendes Grün und Bordeaux, statt tristes Braun und Grau. Es blüht wieder in meinen Blumenkästen und damit kehrt offiziell der Frühling bei uns ein.

Ich habe diese Woche auch endlich wieder die Fenster geputzt, damit die lang ersehnte Märzsonne auch in unsere Wohnung hinein strahlen kann.

Tulpen und Narzissen auf dem Tisch zaubern uns täglich ein Lächeln ins Gesicht und ich freue mich auf den ersten Spargel in diesem Jahr.

Ich liebe es die Schönheiten meines Alltags zu entdecken. Mich führen diese Kleinigkeiten- ein neuer Kranz, frische Blumen, warme Sonnenstrahlen- in die Anbetung, in die Dankbarkeit, in den Lobpreis. Kennt ihr das?

Dieser Alltag mit all seinen schönen Details, ist was ganz Kostbares. Das wurde mir wieder bewusst, als die Mädels heute im Hauskreis-Chat über die Beerdigung ihrer Bekanntin schrieben. Ein junge Frau, Ende 30, die nun bei unserem Vater im Himmel ist.

Ich bin Gott so dankbar, dass ich so wie viele andere mit dem Blick auf die Ewigkeit leben darf. Durch diese Perspektive macht für mich der Alltag erst Sinn. Denn die vielen kleinen großen Geschenke im Hier und Jetzt, weisen auf etwas viel Größeres hin.

Jetzt noch genieße ich die Schöpfung meines Schöpfers und spüre seine Gegenwart in meinem Alltag. Eines Tages werde ich bei ihm sein und Jesus sehen. Und darauf freue ich mich sehr!

Wunderbar gemacht oder warum ich heute bunte Socken trage

Heute ist nicht nur Donnerstag, Vizefreitag und ein sonniger Tag, der regelrecht nach einem Besuch in der Eisdiele ruft.

Heute ist der 21.3. Der internationale Down-Syndrom Tag. Warum gerade heute? Weil das Datum die genetische Situation von etwa 5 Mio Menschen weltweit super darstellt: das Chromosom 21 kommt bei ihnen nicht doppelt, sondern 3- fach vor.

Und deshalb tragen wir heute fröhliche, kunterbunte und unterschiedliche Socken. Mit dieser einfachen internationalen Aktion schärfen wir unser Bewusstsein für unsere vielfältige Gesellschaft und kommen miteinander toll ins Gespräch.

Wir folgen einem Gott, der keine Fehler macht. Einem Gott, der nicht in Schubladen denkt. Einem Gott, der jeden Einzelnen wunderbar gemacht hat. Und deshalb feiern wir seine Schöpfung, das Leben, das er schenkt. Und wie machen keine Unterschiede, auch wenn es die Gesellschaft tut.

Und es gibt nicht nur Trisomie 21. Sondern auch Trisomie 18, 16 und 13. Leider haben diese betroffenen Babys kaum Überlebenschancen und sterben im Mutterleib oder in den ersten Wochen und Monaten. So wie der kleine Samuel, der Sohn meiner Freundin Regina.

In den letzten Tagen habe ich das wundervolle Buch über ihn gelesen: „Viel zu kurz und doch für immer“ (Gerth Medien). Ich weinte so viel, denn mich schmerzt das Leid und der Abschied dieses unglaublich süßen Kindes. Und gleichzeitig lese ich so viel Hoffnung aus den Zeilen. Und ich freue mich so sehr für Reginas Familie, wenn sie eines Tages im Himmel ihren Samuel wieder bei sich haben. Wenn sie ihn wieder küssen und drücken werden und wenn seine Geschwister Ben, Hannah und Emma endlich mit ihm spielen können. Oh, was wird das für ein großartiger Tag sein!

Lasst euch von Reginas Worte berühren, die sie schrieb, als ihr kleines Wunder im Krankenhaus lag und sie hoffte ihn bald nach Hause bringen zu können:

„Ich wünsche mir, dass auch Menschen ohne ein behindertes Kind dieses Wunder erkennen können. Und wenn sie dann so ein Wunder vor Augen haben, sollen sie kein Mitleid empfinden, sondern Freude über Gottes einmalige Schöpfung. Ich möchte nicht, dass man in mir die Mutter eines kranken Kindes sieht und schon gar nicht soll man Samuel bemitleiden oder Angst vor ihm haben. Wer Samuel sieht, soll überwältigt sein von Gottes Liebe und daran erinnert werden, wie WUNDERbar das Leben ist“.

Ich möchte Gottes Kinder in ihre Einzigartigkeit achten, wertschätzen und bewundern. An jedem Tag. Heute mache ich es durch die bunten Socken besonders deutlich. Was ist, setzt ihr auch ein Zeichen?

Segensgrüße, Lena

Im Fußwaschungsmodus

Die Maus will mit mir kneten, das Bärchen will nicht alleine einschlafen und das Ofengemüse für das Mittagessen muss noch geschnitten werden.

Dabei stolpere ich über den Staubsauger, der schon seit Stunden auf seinen Einsatz wartet und stelle den übervollen Wäschekorb auf die Treppe, die nach unten führt. Der Junior weint, die Maus ruft und ich befinde mich wieder im „Fußwaschungsmodus“.

Immer dann, wenn ich hier zu Hause unzählige Bedürfnisse gleichzeitig stille, pausenlos diene und Staub und Böden wische, dann muss ich an die Worte aus Johannes 13 denken, in der Jesus seinen Jüngern die Füße wäscht:

“ Tut, was ich für euch getan habe…Das ist der Weg des Segens“ (Verse 16 und 17).

Das ist der Weg des Segens also. Sich hinknien. Sauber machen. Dienen.

Ich denke immer wieder an diese Geschichte. Und ich verstehe: Dieses „Füße Waschen“ bzw. Radikale Dienen entsteht nicht einfach so. Die Motivation für diese ungewöhnliche und unpopuläre Haltung wird im 1. Vers von diesem Kapitel deutlich:

„Nun bewies er seinen Jüngern das ganze Ausmaß seiner Liebe“.

Die Dienstbereitschaft im Alltag hängt also nicht von meiner Laune, meinem Fleiß oder meiner Begabung ab, sondern von meiner Liebe, die ich ganz praktisch zum Ausdruck bringen kann. Liebe, die im Füße waschen sichtbar wird. Die im Geschirr spülen sichtbar wird. Die im Vorlesen sichtbar wird.

In meinem Familienalltag steckt so viel Arbeit. Arbeit, die Spaß macht aber auch Arbeit, die unglaublich viel Mühe macht. In herausfordernden Aufgaben (der nie endene Haushalt z.b) hilft mir der Gedanke, dass diese gute Möglichkeiten sind meine Liebe zu zeigen. Dann wechsel ich in den „Fußwaschungsmodus“ und dieser verändert häufig meine Perspektive.

Frühlingsfeine DIY-Ideen

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Es regnet, meine Füße sind kalt und die Stimme ist heiser. Aber der Blick auf die Wetter-App verrät mir, dass sich die Sonne in den nächsten Tagen ankündigt und uns mit herrlichem Frühlingswetter beschenken möchte.

Darauf freue ich mich schon seit Tagen und ich wette euch geht es auch so. Und um die Wartezeit ein wenig zu verkürzen, habe ich heute drei frühlingsfeine DIY- Ideen für euch und eure Kinder.

  1. Trockenfilzen

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Wie wäre es mal zur Abwechslung mit selbstgemachten Vögelchen, Schmetterlingen oder Schäfchen? Hat man erst das Material -Filzwolle, Matte und Filznadeln- zusammen, geht das Nadelfilzen ganz schnell (zb. mit dem Starter-Set //Amazon-Partnerlink// oder im Bastelladen erhältlich). Meine Kinder (6, 9) machen das sehr gerne und gehen dabei behutsam vor.P1150559

2. Frühlingsbild

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Dieses wunderschöne Frühlingsbild ist sehr einfach, schlicht und ausgesprochen ästhetisch, findet ihr nicht auch? Dafür braucht ihr lediglich Transparentpapier, Kleber und Schere und schon verschönert ihr innerhalb von Minuten eure Fenster :)

3. Kranz binden

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Ich liebe natürliche Kränze, die den Rhythmus der Jahreszeiten zuhause wiederspiegeln . Immer wieder sammeln wir auf Spaziergängen Zweige, Stroh und Blumen und binden sie in die Kränze ein. An Wänden, Fenstern und Türen sind sie absolute Blickfänger und sorgen für eine gemütliche Atmosphäre.

Lasst eurer Kreativität freien Lauf,

Segensgrüße, Lena