Meine Gedanken zum Weltfrauentag

Ich will eine „Eshet Chail“ sein: eine tapfere, mutige und starke Frau.

Leider hat Luther diesen wunderschönen biblischen Ausdruck aus Sprüche 31, 10 mit „tüchtige Frau“ übersetzt. Aber es trifft die hebräische Bedeutung von moralischer und physischer Stärke nicht genau.

Eine „Eshet Chail“ bedeutet für mich persönlich in meiner Identität und in meinem Glauben an Gott gefestigt zu sein. Als Tochter Gottes kann mich nichts erschüttern. Frauendiskriminierende Ansichten machen mich wütend aber sie haben kein Recht in mein Leben zu sprechen. Denn ich weiß wer ich bin, woher ich komme und wohin ich gehe.


Ich weiß wer ich in Gott bin und das ist für mich entscheidend. Ich bin sein Kind, nach seinem Ebenbild geschaffen und ausgerüstet zu guten Werken, die er schon lange vorbereitet hat (Eph 2,10). Diese Werke sehen bei jedem anders aus. Und das ist gut so. Wir brauchen diese Vielfalt unter uns Frauen und Männern und wir tun gut daran uns nicht gegenseitig dabei zu kritisieren, sondern uns gegenseitig Ermutigung zuzusprechen.


Mich begeistert die Ruth aus der Bibel. Sie ist die einzige Frau in der Bibel, die neben der Frau aus Sprüche 31 als „Eshet Chail“ bezeichnet wird. Und das Kompliment bekommt sie von Boaz (Ruth 3), der in ihr eine heldenhafte Frau sieht. Eine Frau, die entgegen aller Traditionen ihm dem Heiratsantrag gemacht hat und mutig, hingegeben und entschlossen ihren Weg mit Gott ging.


Ich finde es spannend wie Boaz diese Charaktereigenschaften feiert und überhaupt nicht eingeschüchtert davon ist. Ebenso der Mann und die Söhne der Frau aus Sprüche 31, die die mutige Frau und Mutter dafür nicht nur zu Hause loben, sondern gerade in der Öffentlichkeit am Stadttor.


Lassen wir uns davon inspirieren! Feiern und unterstützen wir einander! Lasst uns Frauen und Männer nicht einander im Weg stehen, sondern gegenseitig erheben und Gott die Werke tun lassen, die er mit jedem einzelnen seiner Söhne und Töchter vorhat.