Alltagsgeschichten und Auflösung

Die Runde heute Morgen tat gut. Mit Daniels T-Shirt vom Marathon und der Workout-Musik im Ohr lief ich die 25 Minuten recht motiviert in unserem Viertel. Noch nie habe ich eine andere Frau vormittags auf dieser Strecke joggen gesehen. Das war anders in Florida. Da habe ich zwar eine Menge sportlicher Frauen walken gesehen, dafür aber kaum spielende Kinder auf den Straßen.

Die israelischen Kinder freuen sich gerade über ihre Pessachferien und einige sind nun auch vormittags auf den zahlreichen Spielplätzen und Parkbänken zu sehen. Kinder, deren Eltern arbeiten müssen, können trotzdem die Schule besuchen, wo sie beaufsichtigt und bespielt werden.

Während ich noch mit den Großen ein paar Gymnastikübungen gemacht habe, ging Daniel einkaufen. Traubensaft, Wein, Challa und einige andere Produkte standen auf der Einkaufsliste. Denn heute Abend beginnt der Shabbat. Als er zurückkam, überreichte er mir einen Blumenstrauß. Und ich beschenkte ihn mit einem langen Kuss.

Vorhin habe ich einen großen Topf Curry fürs Abendessen gekocht. Wir erwarten heute Abend noch Freunde und dafür ist diese Mahlzeit bestens geeignet. Soll ich euch mein Lieblingsrezept verraten? Es vergeht im Moment kaum ein Tag an dem wir nicht verbredet oder unterwegs sind. Bevor also unsere Freunde mit uns heute den Shabbat beginnen, will ich noch die Gewinnerin der Verlosung bekannt geben:

Herzlichen Glückwunsch, liebe Ingrid aus Garmisch Partenkirchen. Du erhälst die „Feiert Jesus – Er Lebt“ CD 😊 (Bitte schick mir auf jesusnatuerlich@gmx.de deine Kontaktdaten, ja)!

Vielen Dank euch, ihr Lieben, fürs Mitmachen und Kommentieren. Es war sehr interessant eure Gedanken und Pläne zum anstehenden Osterfest zu lesen.

Nun spielen der Spatz und die Maus so schön auf dem Spielplatz und das Babybärchen schläft in dem Reisebettchen. Ich werde gleich mein Buch „Women of the Word. How to study the Bible with both our hearts and our minds“ von Jen Wilkin lesen (Amazon-Partnerlink). Nur ein paar Seiten, bevor ich gleich den Nachmittagsbrei für mein Baby vorbereiten will. Dieses Buch ist so inspirierend und es motiviert die Bibel zu studieren. Wisst, ihr, es ist so wichtig, dass jede von uns die Bibel kennt. So richtig kennt. Denn wenn wir uns nicht sicher sind, was dort steht, kann uns jeder seine Meinung erzählen und wir werden total verunsichert. Denn wir denken dann möglicherweise, das wäre biblisch aber es ist eigentlich nur Wunschdenken anderer. Und das hat dann nichts mit dem Evangelium zu tun. Mädels, studiert die Bibel! Lernt die Verse auswendig! Und lasst euch nicht von persönlichen Geschmäckern und kulturell bedingten religiösen Wünsche anderer irritieren.

Shabbat Shalom,

Lena

Gott nahe zu sein, ist mein Glück

538A1076

Ihr Lieben!

Die Monate im Ausland fliegen so schnell dahin, wie die scheuen Möwen am atlantischen Ozean, wenn ich versuche sie vor die Linse zu bekommen. Sobald ich sie fotografieren will, sind sie fort. Ebenso fällt es mir schwer unsere Monate im Ausland auf dem Blog schriftlich festzuhalten.

Anfang Dezember haben wir uns von der Wüstenstadt in Israel verabschiedet und uns in einem ruhigen Örtchen in Florida niedergelassen. Unser neues Zuhause steht jetzt im Schatten einiger großen Virginischen Eichen, die mit spanischem Moos behangen sind. Flora und Fauna könnten also unterschiedlicher nicht sein. Wir genießen das üppige Grün hier sehr und freuen uns über den täglichen Besuch der flinken Grauhörnchen in unserem Garten. Die besondere Zeit als Familie in Florida zu verbringen ist ein großes Geschenk von unserem himmlischen Vater und jeder Augenblick hier ist Gnade.

Doch ehrlich gesagt zieht es mich aber auch immer mal wieder zurück nach Deutschland. Immer dann, wenn ich Schneebilder auf Instagram sehe, Fotos von Familienfeiern betrachte und wenn ein Kind fiebert. Dann vermisse ich Eltern, Freunde und die Kinderärztin.

Zu Weihnachten habe ich von meinen Schwiegereltern, die uns zurzeit besuchen, das Gedichtband von Mascha Kaléko bekommen. Ihr Gedicht „Sehnsucht nach dem Anderswo“ beschreibt diese Gefühl so gut.

Sehnsucht nach dem Anderswo

Drinnen duften die Äpfel im Spind,

Prasselt der Kessel im Feuer.

Doch draußen pfeift Vagabundenwind

Und singt das Abenteuer.

 

Der Sehnsucht nach dem Anderswo

Kannst du wohl nie entrinnen:

Nach drinnen, wenn du draußen bist,

Nach draußen, bist du drinnen.

 

Ein schönes Gedicht, nicht wahr?

Doch wenn ich über Heimweh und Fernweh nachdenke, wird mir immer wieder eine Tatsache neu bewusst. Wie auch immer ich mich fühle und wonach ich mich sehne, weiß ich doch, dass nicht der Ort entscheidend ist. Ob ich mich im Sunshine State Florida befinde, in der Negevwüste im Nahen Osten oder im wunderschönen Rheinland:

Gott nahe zu sein, ist mein Glück.

Darin liegt das Geheimnis eines erfüllten Lebens. Und eines glücklichen Alltags. Und diesen Zustand wünsche ich mir für jede Lebenssituation, in der ich mich befinde. Im Moment befinden wir uns eben in den USA. Mit Gott an meiner Seite will ich die Möglichkeiten, die ich gerade erleben darf, genießen. Ich will dankbar sein und die vielen Eindrücke auf mich wirken lassen. Und diese sind so unglaublich viele im Moment.

Segensgrüße,

Lena

538A1080538A1097538A1103538A1112538A1113538A1119538A1136538A1154538A1157538A1165538A1167538A1169538A1175538A1197538A1204538A1207538A1248538A1260538A1270538A1283538A1292538A1293538A1295538A1300538A1305538A1318538A1325538A1359538A1368538A1390538A1401538A1407538A1412538A1568538A1575538A1631538A1697538A1705538A1711538A1713538A1732538A1758538A1761

Ein vorsichtiges Erwachen

P1340130

Ihr Lieben,

mein Blog scheint schon im Spätsommer in den Winterschlaf gefallen zu sein. Er liegt hier warm eingekuschelt und hat es sich unter einer schweren Wolldecke ausgesprochen gemütlich gemacht. Soll ich ihn wirklich aus dem Tiefschlaf holen?  Ich traue mich fast gar nicht diesen bequemen Zustand zu verändern.

Mir fällt das Bloggen momentan sehr schwer, obwohl sich mein Leben so gar nicht im Stand By Modus befindet. Und das große Schlummern auf meiner Seite kann auch nicht an den Temperaturen liegen. Immer noch haben wir es in unserer Wüstenstadt recht warm und warten auf den ersten Regen.

Mag der Blog auch zu einem Langschläfer mutiert sein, ist für mich der Alltag hier in Israel recht abwechslungsreich und spannend. Eigentlich könnte ich also über eine Menge Themen schreiben. Über Homeschooling, Reisen mit Kindern, die Entwicklung unseres Babybärchens, meine Erfahrungen mit Gott, die Militärpresenz, die israelische Küche und und und.

Vielleicht ist dieser Eintrag heute ja ein ganz sanfter, vorsichtiger Versuch meinen Blog aus den Federn zu holen. Ohne lauter Musik. Behutsam. Nicht zu forsch, sondern zärtlich und geduldig. Ich spüre auf jeden Fall wie er sich langsam reckt und streckt. Und ich denke, das ist ein gutes Zeichen.

Alles Liebe, Lena

 

Abschied und Aufbruch

Wir sitzen auf gepackten Koffern und organisieren noch unser Handgepäck. Ich schleppe ständig neue Bücher dazu. Es gibt so viele, die ich mitnehmen möchte. Kleidung ist da eher sekundär.

Viele liebe Menschen haben wir in den letzten Tagen gedrückt. Sogar von der Aldi-Verkäuferin haben wir uns verabschiedet und von Beate, der netten Mitarbeiterin aus der Bäckerei.

Ja und natürlich auch von den vielen Flüchtlingen, die wir in den letzten vier Jahren betreut haben. Sehr wahrscheinlich werden wir die meisten von ihnen nie wiedersehen, da sie demnächst rückgeführt werden.

Von meiner bald 93- Jährigen Oma habe ich gerade noch ein Foto gemacht. Zur Erinnerung. Man weiß ja nie…

In der Schule hat die Klasse unseres Großen leckere Obstspieße gegessen und Abschied gefeiert. Dieser fällt unserem Spatz nicht leicht. Anders als seine kleine Schwester, versteht er, dass es sich bei 7 Monaten doch um eine lange Zeit handelt. Denn erst müssen Herbst und Winter vergehen, Sankt Martin, Advent, Weihnachten und Ostern, bis wir wieder nach Hause fliegen.

Meine Mama hat uns heute meinen Lieblingskuchen gebacken. Mit vielen Zwetschgen und reichlich Sahne. Ich hätte weinen können. Aber interessanterweise bin ich doch sehr gefasst. Denn Israel fühlt sich vertraut an. Und dort sehe ich so viele aus meiner Familie und dem Freundeskreis wieder.

Unser Babysohn ist ein Traumbaby und macht uns das Packen leicht. Er schläft noch viel und lässt sich liebend gerne tragen. Manchmal denke ich, es liegt an diesem Wundertuch. Auch 2 Monate später haben wir keinen Kinderwagen und er liegt immer nah an unserem Herzen. Dazu kommt, dass Daniel Elternzeit hat und immer mithelfen kann. Letztendlich ist es aber Gnade. Unfassbar große Gnade und ich danke seinem Schöpfer täglich dafür, dass er uns so ein wundervolles Kind geschenkt hat.

Morgen geht’s los. Daniels Eltern kommen extra mit ihrem Bulli, um uns zum Flughafen zu bringen. Uns noch einmal zu sehen. Und mit den Kids am frühen Morgen zu spielen. Was für ein Geschenk!

Meine Freundin kommt gleich. Wir wollen uns noch einmal drücken. Der Kleine meldet sich und die Großen kommen gleich von ihrem Ausflug mit unseren lieben Freunden zurück. Ich muss weitermachen.

Aber ich will euch sagen, dass ich mich sehr freue, dass hier so viele Leser auf die Seite finden. Vielen Dank, dass ihr immer wieder vorbeischaut, mich ermutigt und hier mitlest, obwohl ich gerade so selten blogge.

Ich wünsche euch allen Gottes reichen Segen!!!!

Eure Lena

5 Geschenkideen zur Einschulung

p1260929

Das 1. Schuljahr meines Sohnes neigt sich dem Ende zu und die großen Ferien warten schon auf uns. Vor einem Jahr war ich noch die leicht nervöse Mama eines Vorschulkindes. Wie wird mein Großer sich in der Schule einfinden? Ist der Schulranzen auch nicht zu schwer? Wird er nette Freunde kennen lernen? Einige dieser Fragen schwirrten in meinem Kopf herum, wie ihr hier nachlesen könnt. Heute ist die Schule gar nicht mehr von unserem Alltag weg zu denken und wir haben ein gutes Gefühl bei der Einrichtung. Aufgrund unserer Auslandspläne wird der Große nach den Sommerferien allerdings bis zu den Osterferien alternativ beschult- was mich daran erinnert, dass ich euch versprochen habe etwas ausführlicher über unsere Reisepläne zu berichten. Aber dazu ein ander Mal mehr (irgendwie drücke ich mich davor ;) ).

Heute möchte ich euch gerne ein paar Geschenketipps weitergeben, die ich für Erstklässler total schön und nützlich finde. Vor der Einschulung meines Sohnes hatte ich mich nämlich gefragt, was er gebrauchen könnte und womit wir die Schultüte füllen sollten. Wir gingen bei der Schultüte nach dem Prinzip „Weniger aber wertvoll“ und so war die Tüte recht minimalistisch, dafür aber mit hochwertigen und sinnvollen Geschenken gefüllt.

Hier sind also meine 5 Geschenkideen für die Einschulung:

1. Hörbuch „Lotta und Luis kommen in die Schule„. Meine Kinder lieben die Hörbücher von Lotta und Luis und so legten wir unserem Sohn diese CD in die Schultüte. Lotta und Luis sind Zwillinge, die Jesus lieben und ihn in ihrem Alltag einbeziehen. Wir mögen ihre Geschichten schon seit Kindergartenzeiten sehr.

2. Trinkflasche aus Edelstahl. Eine Trinkflasche ist ein absolutes Must-Have für den Schulranzen und da wir zu Hause versuchen auf Plastik zu verzichten, suchte ich für unseren Sohn eine aus Edelstahl, die einfach in der Handhabung ist, nicht ausläuft und gut aussieht. Für unseren Sohn, der in der Regel nur vier Schulstunden hat und ein Mal in der Woche fünf, ist diese Größe optimal. Wenn er jedoch in der Mittags- oder Nachmittagsbetreuung wäre, würde ich eine größere Flasche empfehlen. Seit einem Jahr nun nutzt unser Sohn diese Flasche täglich und wir nehmen sie auch gerne mit zum Fußballtraining oder zum Gottesdienst.

3. Brotdose aus Edelstahl. Ein weiterer täglicher Wegbegleiter ist die Brotdose. Und auch hier ist uns eine plastikfreie Variante wichtig. Da diese Dose etwas teuer in der Anschaffung war und meine Eltern eh in diesem Budget ein Geschenk zur Einschulung ihres Enkels machen wollten, übernahmen sie diese Investitition. Diese Brotdose ist total empfehlenswert und mein Sohn liebt sie. Er erzählt mir häufig, dass die Kinder in seiner Klasse bei ihm mitessen wollen, weil er in den drei Fächern immer leckeres Obst, Brote, Nüsse, Gemüse oder Obstriegel dabei hat. Die meisten seiner Klassenkameraden hätten in der Regel immer nur ein Brot dabei. Mein Mann hat übrigens diese Lunchbox 3 in 1 für seinen Schulalltag als Lehrer.

4. Personalisiertes Schulstarter- Set. Ein weiteres Geschenk, das mein Sohn in der Schultüte fand, waren die wunderschönen Aufkleber von Casa di Falcone. Er beklebte seine Schulmaterialien mit diesen individuell bedruckten Aufkleber und auch nach einem Jahr halten sie gut und es sind sogar noch einige übrig. Wir entschieden uns  damals für das Fußballmotiv, wobei es dort wirklich viele andere schöne Bilder gibt. Ich habe auch damals dort einige Dekoartikel für die Feier zur Einschulung gekauft (siehe Bild).

5. Frühstücksbrett 1×1 oder das Frühstücksbrett ABC. Dies sind die einzigen Produkte dieses Beitrags, die wir nicht zu Hause haben, da ich sie vorher nicht kannte. Ich finde sie so unglaublich cool und ich bin mir sicher jedem Ersti würden sie gefallen. Vielleicht macht das Brett mit dem ABC für den Anfang mehr Sinn, als das 1×1.

Ich hoffe diese Geschenketipps waren hilfreich und eine Inspiration für euch! Wer von euch hat denn ein Kind, dass dieses Jahr eingeschult wird?

Dieser Beitrag enthält Affiliate Links