Gastbeitrag: DIY Holunderblütensirup und Tee

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Heute gibt es für Euch einen Gästebeitrag von meiner lieben Freundin Anita, die ich über meinem Blog kennengelernt habe. Wir teilen so viele gemeinsame Interessen, vor allem wenn es um Jesus, der gesunden Ernährung und der Liebe zur Natur geht. Ich freue mich sehr über ihren Text und den Bildern mit ihren wunderschönen Töchtern, die sie extra für uns angefertigt hat und wünsche Euch viel Spaß beim Lesen. Mehr über Anita erfahrt ihr auf ihrer Instagram Seite https://www.instagram.com/e.anita.b/ .

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Wer kann in dieser Jahreszeit den duftenden Blüten des Holunders widerstehen?

Mich faszinieren sie ganz besonders und ich halte im Moment täglich Ausschau, wo ich weiße Dolden am Büschen und Bäumen finden kann, um sie mit meinen Töchtern zu sammeln.

Manchmal wird ein ganzes Abenteuer daraus, weil wir nebenbei Dinge in der Natur entdecken, die die Suche bis zum Abend in die Länge ziehen. Wenn wir dann erreichbare Büsche, fern von befahrenen Straßen finden, werden sie vorsichtig in den Korb gelegt. Die Mädchen haben ihre Freude daran, den Duft einzuatmen und davon Nasen mit gelben Blütenstaub zu bekommen. Wie hübsch hat sich Gott doch die feinen, kleinen Blüten ausgedacht, mit zarter Farbe, um uns auf den Sommer einzustimmen.

Die leckersten Dinge kann man damit zubereiten, wie Sirup, Gelee, Likör, fritierte Blüten, Limonade oder man trocknet sie für den Winter und bereitet sich Tee und Tinkturen zu.

Die Holunderblüten haben wunderbare medizinische Eigenschaften, genutzt in der Hausapotheke der früheren Bauern, die mittlerweile wissenschaftlich bewiesen sind. Sie wirken schweißtreibend, antibakteriell, antiviral und fiebersenkend. Deshalb kann man sie bei vielen Krankheiten einsetzen, z.B. Heuschnupfen, Kopfschmerzen, Blasenentzündung, Unruhe und Schlafprobleme, Erkältung, Grippe, Bronchitis, unreine Haut und Augenentzündung (Kompresse).

Einen Tee, den man mehrmals täglich trinken kann, bereitet man aus

  • zwei Teelöffel getrockneten Holunderblüten und
  • 150ml kochendem Wasser zu, den man fünf Minuten ziehen lässt.

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Heute möchte ich euch auch eine kleine Anleitung für Holunderblütensirup geben, den ihr für frühlings- und sommerhafte Getränke verwenden könnt, oder auch in Desserts oder Cremes für Torten.

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Zutaten

  • 25 Holunderdolden
  • 1 l Wasser
  • 1 kg Zucker
  • 3 Bio Zitronen
  • 25 g Zitronensäure
  • Falls ihr Rohrohrzucker verwenden möchtet wird der Sirup nicht klar, sondern dunkel.
  1. Zuerst schüttelt ihr die gesammelten Holunderdolden vorsichtig und nicht zu stark über einem Tuch aus, damit mögliche Bewohner ausziehen können und schneidet sie von den dickeren Stängeln.
  2. Die Zitronen könnt ihr in Scheiben schneiden.
  3. Nun wird der Zucker im Wasser aufgelöst und mit der Zitronensäure aufgekocht.
  4. Die Blüten legt ihr jetzt in den Sirup, oben drauf die Zitronenscheiben und lasst diese Mischung 24 Stunden zugedeckt im Kühlschrank ziehen.
  5. Am nächsten Tag den Sirup abseihen, nochmal kurz aufkochen und noch heiß in saubere Flaschen füllen.

Er hält ungeöffnet ca. ein Jahr und in schönen Glasflaschen macht sich der Holunderblütensirup auch wunderbar als Geschenk oder Mitbringsel.

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Danke Lena, dass du mir die Möglichkeit schenkst, mein kleines Wissen auf deinem Blog zu teilen. Wir kennen uns bisher nur aus der Ferne, aber die Liebe zu Jesus und seine Liebe zu uns verbindet uns, wie in meinem Lieblingsvers aus der Bibel, Römer 8, 38 und 39:

„Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes, noch irgendein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“

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Gastbeitrag: Im Sonntagskleid auf dem Spielplatz

Ihr Lieben,

wir haben Besuch! Von einer ganz besonderen Frau,

  • die eine liebevolle Ehefrau und Mama von 4 Kindern ist
  • die leidenschaftlich gerne fotografiert und schreibt
  • die sich beschenkt weiß, obwohl ihr kleiner Vogel viel zu früh in den Himmel flog
  • die andere Frauen ermutigt und dafür eine besondere Plattform bietet
  • deren Gemeinschaft und Freundschaft ich sehr wertschätze, wenn wir über Gott und die (Blogger-)Welt reden

Macht euch einen Kaffee, lehnt euch zurück und lasst euch von dem  Gastbeitrag meiner lieben Freundin Regina inspirieren:

 

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„Da läuft sie, mein großes Mädchen. Sie rennt über die Wiese, ihr Gesicht strahlt, die zerzausten blonden Haare fliegen hinter ihr her. Sie klettert auf die Leiter, rauf und runter. Einmal rutschen und dann ab auf die Schaukel. Die Bänder ihres Kleides tanzen vor Freude.

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Und dann ist sie nicht mehr zu sehen. Sie taucht ab in den hohen Gräsern. Doch hin und wieder blitzt etwas Weißes auf. Es ist ihr Kleid, das sie auf diesem Abenteuer begleitet.

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Meine Tochter liebt Kleider. Am liebsten trägt sie jeden Tag ein anderes. Vom Baumwoll- bis zum Blumenmädchenkleid. Zuhause, zum Gottesdienst, im Kindergarten und auf dem Spielplatz.

Am Abend liegt eine feine Staubschicht auf dem hellen Stoff. Manchmal sind es auch dunkle Flecken von der Erde oder Tropfen vom Eis, Reste vom Mittagessen. Sie alle sind Zeugen ihrer Kindheit. Sie erzählen Geschichten von Schatzsuchern, die sich durch Wälder schlagen. Spontanen Geburtstagsfeiern im Sandkasten. Familienfesten am Tisch, mal ausgelassen und fröhlich, mal ernst oder lehrreich.

Sie schreibt die Erinnerungen ihrer kindlichen Abenteuer auf den Stoff ihrer Kleider.

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Ich muss zugeben, es hat mir vor einigen Jahren noch wehgetan, meine Kinder in ihren schönsten Sachen über den Spielplatz flitzen zu sehen. Ein wunderschönes Kleid überzogen von Sand oder bespritzt mit Tomatensoße. Nein, da blieben sie doch lieber im Schrank hängen, bereit für besondere Anlässe.

Schließlich machte ich es damals genauso. Meine schönsten und teuersten Kleidungsstücke waren zu schade für den Alltag. Sie zu tragen, war ein Zeichen, dass es etwas zu feiern gab.

Wann ich umzudenken begann, kann ich gar nicht sagen.

Ich fing an, meine schönen Blusen auch mal am Mittwoch rauszuholen. Und manchmal da trage ich mein weißes Spitzenkleid beim Picknick.

Denn es gibt Grund zu feiern. Jeden Tag. Diese 24 Stunden haben wir nur einmal zur Verfügung, warum also kein Fest daraus machen?

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Ich möchte nicht an den materiellen Wert eines Kleides denken, wenn meine Tochter in kindlicher Fröhlichkeit damit über den Rasen kullert. Ich möchte ihr nicht das Gefühl geben, sie würde ständig etwas falsch machen, wenn sie ihre eigene Kleiderwahl trifft oder ein Verbrechen begehen, wenn sie sich aus Versehen bekleckert.

Ja, machmal tut es trotzdem weh, wenn ein Fleck aus einem (meiner) Lieblingsteile nicht rausgeht, was aber selten passiert. Und das Blumenmädchenkleid darf sie zwar nicht auf dem Spielplatz tragen, aber zum Kindergarten, weil die Buddelhose es draußen schützt. Ich weise sie drauf hin, einen Malkittel zu tragen, wenn sie Wasserfarben rausholt und ihre Ärmel hochzukrempeln, wenn sie ihre Hände schmutzig machen möchte.

Aber ich bin dankbar für die Gelassenheit, die ich in meinen Alltag eingeladen habe. Statt mir Sorgen um das richtige Outfit zu machen, genieße ich es lieber, mein fröhliches Mädchen mit ihrem weißen Sonntagskleid durch das grüne Gras hüpfen zu sehen.

Und mal unter uns gesagt: Für die Fotos ist das die absolut richtige Wahl.“