Stille Zeit mit Kindern

(Dieser Beitrag enthält unbeauftragte Werbung und Affiliate Links)

Ihr Lieben,

ich habe letztens noch zu Daniel gesagt, wie froh ich bin, dass unsere Kids in einer Zeit aufwachsen, in der es so viele tolle christliche Bücher, Hörbücher und CDs gibt. Das ist doch wirklich ein großer Segen!

Heute möchte ich euch ein paar Bücher vorstellen, die uns im Alltag begleiten. Es sind Bücher, die etwas mit uns machen, die uns erzählen, wer Gott ist, was es mit Jesus auf sich hat und uns gute Denkanstöße für unser trubeliges Familienleben geben.

Ich liebe die Tatsache, dass das zwischen Gott und uns eine persönliche Beziehung ist. Das bedeutet, dass wir ihm gern zu hören, mehr von ihm wissen wollen und ihn erleben möchten. Und die beste Möglichkeit ihn besser kennen zu lernen ist die Bibel zu lesen. Wie genau das aussehen kann, entscheidet jeder für sich. Ich erzähle einfach wie wie wir es mit den Kindern machen.

1. Am Abend

Daniel und ich lesen in der Regel jeden Abend vor dem Schlafen gehen den Kindern eine Geschichte aus der Bibel vor. Auf diese Zeit freuen sie sich sehr und sie gehört für sie ganz natürlich dazu.

Die Großen teilen sich ein Zimmer und der Junior schläft bei uns im Zimmer. Trotzdem liegt er beim Vorlesen meistens bei seinen Geschwistern oder wuselt noch ein bisschen im Kinderzimmer rum.

Wir haben schon mehrere Kinderbibeln gelesen und haben die immer auf das Alter der Kinder abgestimmt. In den letzten 4 Jahren haben wir diese hier gelesen. Davon gibt es das Neue Testament (Affiliate Link) und das Alte Testament (Affiliate Link).

Als wir sie von den Großeltern geschenkt bekommen haben, war ich anfangs etwas zurückhaltend, weil sie mir auf dem Cover recht fromm wirkte und einige Bilder etwas düster aussahen. Aber die Bibel ist inhaltlich sehr, sehr gut gemacht, die Sprache sehr verständlich, die Stories detailliert und anschaulich. Und hier lernen die Kids und ihre Eltern nicht nur die Standard-Geschichten von der Schöpfung, der Arche und dem Wal. Endlich lernen sie die Propheten kennen, die Stiftshütte, die Briefe an die ersten Gemeinden und sogar die Offenbarung. Als wir im Ausland waren und wirklich nicht viel Platz im Gepäck hatten, waren diese Bibeln aber unbedingt mit uns in Israel und den USA dabei.

Wir lesen jeden Abend daraus 1-2 Kapiteln und stellen den Kids die drei Fragen, die nach jeder Geschichte folgen. Frage a beantwortet die Maus, Frage b der Spatz und Frage c alle beide. Unsere Kids lieben es und es ist wirklich toll, denn dadurch hören sie aufmerksam zu und geben die wichtigsten Punkte wieder. Das AT und NT sind täglich im Gebrauch, die Kinder lesen zwischendurch selber und die Blätter fallen mittlerweile auseinander.

Sie werden sicher noch lange genutzt aber wir wollen auch immer wieder neue Anreize schaffen und deshalb lesen wir aktuell auch aus dieser Kinderbibel:

Die Kinderbibel für Weltentdecker (Affiliate Link) enthält 70 illustrierte Bibelgeschichten mit thematisch passenden Erfahrungsberichten aus aller Welt. Unsere Kids lieben die vielen Fakten und Fotos und lernen was Gott heute noch alles auf unserem bunten Planeten tut.

Wenn Daniel oder ich- immer wieder beenden wir auch alle gemeinsam den Tag- vorgelesen haben, beten wir zum Abschluß gemeinsam. Normalerweise beten auch die Kinder gerne. Manchmal wollen sie aber das wunderschöne Vater Unser singen, manchmal wollen sie nachbeten oder auch mal ein Gebet von diesem Gebetswürfel (Affiliate Link) sprechen. Oder aber sie wollen leise für sich beten. Es ist schön, dass es viele Möglichkeiten gibt und dass wir da alle so eine Freiheit gibt. Das macht eine Beziehung aus. Es gibt kein „Du musst“, sondern nur ein „Du kannst“.

2. Am Morgen

Wenn wir am Frühstückstisch sitzen, ist Daniel in der Regel schon unterwegs. Wir machen uns eine Kerze an und während die Kinder essen, lese ich kurz aus dem Andachtsbuch vor. Jahrelang haben wir im Kindergartenalter das „Lieber Gott, sei du mein Freund“ (Affiliate Link) benutzt und haben es sogar nochmal gekauft, weil das erste auch schon auseinander gefallen ist.

Weil ich Kinder im Alter von 2 – 9 Jahren habe, ist es natürlich etwas herausfordernd etwas Passendes für alle zu finden aber für unsere Familie hat es immer irgendwie geklappt eine gute Mitte zu finden.

Mittlerweile lesen wir morgens aus dem Andachtsbuch von Max Lucado „Lieber Gott, du bist echt cool„, nachdem wir einige andere angefangen haben, die ich aber nicht empfehlenswert finde.

Hier gibt es immer einen Vers, einen kleinen Input und eine Anwendung für den Tag, was ich richtig toll finde. Manchmal reden wir beim Abendessen ob die Kids es umsetzen konnten. Letztens sollten sie sich nach dem Regen im Schlamm schmutzig machen. Und beim Sauber machen dran denken, dass Jesus unsere Sünden auch so rein wäscht. Diese Challenge nahmen sie sehr ernst. ;)

Ja und so lese ich morgens kurz eine Andacht für den jeweiligen Tag vor und gebe ihnen auf diesem Wege einen kleinen Impuls mit. Ich selber lerne natürlich am meisten davon, was ich sehr bereichernd finde.

Regelmäßig liest mein großer Sohn auch gerne in seiner Teeny-Bibel (Affiliate Link) und in den gelben Bibel Comics (Affiliate Link), die ich auch schon in meiner Kindheit verschlungen habe. Meine Tochter bekommt zum anstehenden Geburtstag ihre erste eigene Bibel und der Junior entdeckt immer wieder gerne mit mir sein Bibel-Wimmelbuch (Affiliate Link). Und weil mich auch so viele fragen, wie ich selber Zeit für Stille finde, will ich dazu auch noch einen Blogartikel demnächst verfassen.

Alles Liebe,

eure Lena

Ein ganz wichtiger Beziehungstipp

Ich liebe meine ruhige Zeit am Morgen, wenn die Kinder noch in ihren Betten liegen. Vor einiger Zeit hätte ich noch jede extra Minute Schlaf genutzt aber seit der Junior seinen Schlafrythmus gefunden hat, beginne ich gerne alleine den Tag.

Nämlich mit Kaffee, Kuscheldecke und Bibel.

Im Moment lese ich den Kolosserbrief und entdecke so tiefe Weisheiten für meinen Alltag. Heute Morgen fand ich in dem Kapitel 3, Vers 13 einen wertvollen Beziehungstipp, den ich mit euch teilen möchte.

Seid nachsichtig mit den Fehlern der anderen und vergebt denen, die euch gekränkt haben. Vergesst nicht, dass der Herr euch vergeben hat und dass ihr deshalb auch anderen vergeben müsst.

Wenn wir uns als Maßstab nehmen, messen wir das Verhalten anderer an uns selber. Hat jemand Unrecht begannen, werden wir zum Richter. Wir wissen es dann besser, beurteilen und verurteilen instinktiv.

Aber die Bibel erinnert uns an die unangenehme Tatsache, dass wir selber viel Mist bauen und Vergebung brauchen.

Ja, vielleicht hast du nicht deinen Partner angelogen, aber vielleicht hast du Letztens total über ihn hergezogen.

Vielleicht hast du nicht so wie dein Kind extra einem anderen was weg genommen aber du bist innerlich nur am fluchen.

Wir alle haben Dreck am stecken. Wir alle brauchen Jesus. Wir alle brauchen Vergebung.

Mit dieser Erinnerung im Hinterkopf wollen wir nachsichtig mit den Fehlern der anderen sein. Natürlich sprechen wir Unrecht an aber dazu gehört auch, dass wir selber in den Spiegel schauen.

Nächstenliebe

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Nächstenliebe.

Ist das nicht ein bisschen zu viel verlangt? Wie soll das funktionieren, wo es doch Menschen gibt, die einen derart herausfordern, dass nur ein Straßenwechsel möglich ist? Ganz ehrlich, das ist menschlich unmöglich.

Aber wo die menschliche Kraft versagt, kommt Gottes Kraft ins Spiel. Und hier ist die Antwort darauf, wie sich in unseren Herzen Nächstenliebe entwickeln kann, obwohl uns gar nicht danach ist, obwohl uns der Andere einfach unsympathisch, komisch oder schlichtweg fremd vorkommt.

Die Antwort darauf, habe ich heute Morgen in der Stillen Zeit entdeckt. Es war noch dunkel, die Kerze brannte und der Kaffee half meiner Müdigkeit hinweg, als ich den Schlüssel fand. Den Schlüssel zu einer viel zu großen und schweren Tür, die sich Nächstenliebe nennt. In fetten Buchstaben steht auf dem Schlüsselanhänger:

Ehrfurcht vor Gott.

Das ist der entscheidene Faktor. Es ist die Ehrfurcht vor Gott, die meine Nächstenliebe motiviert (2. Petrus 1,7). Und es ist die Ehrfurcht vor Gott, die meine Sicht immer wieder korrigiert.

Denn wenn ich Respekt vor Gott habe, dann respektiere ich auch seine Geschöpfe. Menschen wie du und ich, die nach seinem Ebenbild geschaffen sind (Jakobus 3,9). Es ist ein No-Go Gott zu loben, seine Geschöpfe aber im selben Atemzug zu verfluchen. Diese Kombi geht nicht. Ich kann nicht Gott ehren und über meine Freundin lästern. Ich kann nicht Gott anbeten und gleichzeitig über die Flüchtlinge herziehen. Ich kann nicht beten, meinen Partner aber beschimpfen.

Es ist irgendwie so, als würden wir einem ***** Koch sagen „Sie sind ein wahnsinnig guter Koch aber was sie da kochen gehört in die Tonne“. Segen und Fluch im gleichen Atemzug (Jakobus 3). Leider total alltagsnah. Und leider total menschlich.

Immer wieder darf ich meine Perspektive erneuern lassen. Denn im Hinblick auf Gott wächst mein Respekt gegenüber dem Menschen. Einfach aus dem Grund, weil wir den selben Schöpfer haben. Manchmal wird es zur echten Liebe, manchmal einfach die Achtung vor der Würde des Einzelnen. Nächstenliebe in der Praxis ist schwer. Aber der Gedanke daran, dass ich den selben himmlischen Vater habe, wie mein Nächster, verändert eine Menge in mir.

Das Herz von uns allen ist rot. Das ist unsere gemeinsame Farbe. Und sein Blut ist für uns alle geflossen.

Segensgrüße, Lena

 

Gnade und Wahrheit

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In wirklich allerletzter Sekunde haben Daniel und ich unsere letzten Elternstunden für dieses Jahr vorhin im Kindergarten absolviert.

Wir waren für das Unkraut Jäten zuständig und ich zweifle daran, dass wir die richtigen für diesen Job waren. Überaus motiviert rissen wir so viel Gestrüpp aus, dass sicherlich nicht nur Unkraut dazwischen war. So, ist das eben, wenn Minimalisten gärtnern.

Als ich mit meinen übergroßen Handschuhen Unmengen Kraut auf den Komposthaufen warf, kam mir ein Bibelvers in den Sinn. Einen, den wohl keiner handlettern und mit einem schönen Aquarell-Blumenkranz dekorieren möchte.

Ich würde mir auch keine Tasse oder ein Poster mit diesem Vers bestellen wollen: „Deshalb wird jeder Baum, der keine guten Früchte bringt, umgehauen und ins Feuer geworfen“ (Mat. 7,19). Mir sind da „Königskind“- Aufdrucke oder „Gott liebt dich“- Produkte viel lieber.

Und das empfinde ich als Problem. Denn wir haben nicht nur Verse, die uns ein gutes Gefühl vermitteln. Es gibt in der Bibel nicht nur Gnade, sondern auch Gerechtigkeit. Nicht nur Vergebung, sondern auch Schuld. Nicht nur „Du bist toll“ sondern auch „Du bist ein Sünder und deshalb brauchst du Jesus“.

Und gerade dieses ganze Evangelium ist so wichtig, so notwendig und heilsam. Nicht unbedingt populär und mit Sicherheit eine Garantie für weniger Follower in den sozialen Netzwerken aber es ist die ganze Geschichte. Gnade und Wahrheit.

Diese Tatsache ist so wichtig, wenn wir begreifen wollen, wer Jesus ist. Gerade die ursprüngliche Folge der Sünde zeigt ja, wie wahnsinnig groß seine Gnade der Vergebung ist (Röm. 6,23). Meine Königskind-Identität mach erst Sinn, wenn ich meine Rettung  verstehe.

Verse, wie der da oben, zeigen mir, wie Gott ist: gerecht, heilig, souverän. Und diese gehören genauso zu der Bibel, wie die wohltuenden und mindestens Millionen Mal geteilten Zitate aus Psalm 139.

Ich werde die Schwarzbrotzitate nicht unbedingt über meine Sofaecke hängen und auf Geburtstagskarten schreiben. Aber ich werde darüber nachdenken, Gottes Wesen kennenlernen und die Bedeutung der guten Nachricht auf mich wirken lassen.

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Wir blühen auf

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Ich aber will mich auf den Herrn verlassen. Erwartungsvoll will ich nach dem Herrn Ausschau halten. Micha 7,7

Meine Pfingstrosen auf dem Küchentisch haben ein Problem. Seit fast zwei Wochen warte ich nun darauf, dass sie sich entfalten und aufblühen. Aber irgendwie tut sich da nichts. Natürlich, sind sie jetzt schon besonders aber ich seh da ein ganz großes Potential nach mehr.
Ihr Lieben, ich hoffe wir ziehen diese Woche nicht unsere Köpfe ein. Ich glaube, wenn wir auf Jesus schauen, können wir gar nicht anders als aufzublühen. Sein Licht verändert meiner Erfahrung nach nämlich alles: Die Perspektive auf meinen Alltag, auf meine Familie und vor allem auf mich selbst. Lasst uns aufblühen, genau da, wo wir hingepflanzt wurden.