Alles Liebe zum Valentinstag!

Zum Valentinstag gibt es bei uns schon seit einigen Jahren Zimt-Herzen in der Kombination mit lieben Worten. Normalerweise backe ich die Zimtschnecken nach diesem Rezept am Vorabend, damit wir sie schon zum Frühstück genießen können. Aber weil Daniel und ich gestern ausgegangen sind, gab’s sie heute zum Kaffee, dafür aber  frisch aus dem Ofen.

Für jeden habe ich eine kleine Karten geschrieben und es ist so schön, dass unsere Erstklässlerin immer besser liest und gerne in die Welt der Wörter eintaucht. Ihre Karte hat sie mehrmals gelesen und sie danach über ihr Bett gehängt.

Für Daniel gab es noch dieses Buch (Amazon-Partnerlink), das ziemlich interessant klingt. Ich schenke meinem Mann ja immer wieder Bücher und dieses mal geht es um die Identität und Geschichte eines Russlanddeutschen. Sowohl Daniel, als auch ich sind ja in Kasachstan geboren und als wir beide 1 Jahr alt waren, sind unsere Familien nach Deutschland in das Land ihrer Vorfahren immigriert. So klingt diese Lektüre nochmal besonders spannend für unsere Situation und ich bin gespannt, ob wir uns in einigen Zeilen wiederfinden. Ja wir, denn ich werde es sicherlich auch danach lesen ;)

Also ihr Lieben, genießt den Tag! Unabhängig davon, ob ihr den Valentinstag feiert oder nicht, denn jeder Tag ist ein Geschenk und jeder liebe Mensch in eurem Umfeld ein großes Geschenk!

Unsere Rosenhochzeit in Amsterdam

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Wir hätten die zahlreichen Sehenswürdigkeiten aufsuchen können und die weltberühmten Museen besuchen können, doch Daniel und ich schlenderten einfach mit unserem Babybärchen in der Trage an den Grachten entlang, bewunderten die vielen hübschen Hausboote und genossen deftige und herzhafte Pannekoeken.

Wir fuhren am Donnerstag mit dem Zug in Amsterdam ein, als die Holländer sich goedemiddag wünschten. Nachdem wir im Hotel eincheckten, zog es uns sofort auf die Straßen und ich freute mich sehr endlich mal diese wundervolle Stadt zu entdecken. Außerdem hatten wir auch nicht so viel Zeit, denn am Freitagvormittag sollte diese schöne Reise schon wieder vorbei sein.

Wir bestaunten die beeindruckenden Fassaden der alten Häuser, schauten in die vielen gemütlichen Straßencafés rein und ließen die äußerst entspannte und lockere Wohlfühlatmosphäre dieser Hauptstadt auf uns wirken. Ich mag den Stil der Holländer ja sehr und mich faszinieren die liebevoll dekorierten Fenster, der Urban Jungle Look vieler Hausboote und der Streetstyle unserer Nachbarn. Kunst entdeckt man in Amsterdam also nicht nur im Van Gogh Museum, sondern auch auf der Straße. Zeitgenössische Kunst sozusagen. Ich habe mich in diese Stadt verliebt und frage mich, warum ich hier nicht schon viel eher war.

Am Abend aßen wir in einem kleinen süßen Restaurant mit holländischer Küche. Die Kellnerin verkörperte für mich den Flair dieser Stadt, als sie zu uns sagte „We are easy going, feel free here“.  Französische Kanadier speisten neben uns und als sie erfuhren, dass wir unseren 10. Hochzeitstag feierten, bestellten sie extra Getränke, um mit uns auf dieses Ereignis anzustoßen. Nett, oder?! Während unsere Pfannkuchen mit Ziegenkäse und Spinat vorbereitet wurden, nahmen Daniel und ich uns an die Hand und dankten Gott für die letzten 10 Jahre. Wir staunten wie Gott uns führte, wieviel Geduld er mit uns hatte und wie gut er uns versorgte. Wir fragten uns, was wir besser machen möchten und ob wir die letzten Jahre auch so nochmal wiederholen würden. Der Austausch war total interessant und es tat gut sich mit diesem Städtetrip eine Auszeit zu nehmen und in die Ehe zu investieren.

Unser Baby war von den vielen Eindrücken wahrscheinlich so müde, dass es die ganze Nacht durchschlief und wir gegen 6 Uhr am nächsten Morgen alle aufwachten und das Gefühl hatten, wir hätten noch nie so lange ausgeschlafen. Oder es wollte uns einfach ein Geschenk zum Hochzeitstag machen. War es noch am Vortag strickjackenwarm, so wurde es nun T-shirtwarm. Wir verließen nach einem reichhaltigen Frühstück das Hotel, als die Straßenkehrmaschinen unterwegs waren, Eltern ihre Kinder auf den vorderen Gepäckträgern zu den Kindergärten fuhren und die Flohmarktverkäufer ihre Stände füllten. Die Sonne lachte, die Schulklassen sammelten sich vor dem Anne Frank Haus und wir flanierten wie viele andere Touristen durch die Straßen, besuchten den schwimmenden Blumenmarkt, bevor es dann schon wieder zum Bahnhof ging.

Daniel machte mir mit diesem besonderen Ausflug in unser Nachbarland ein wunderschönes Geschenk und ich werde für immer unsere Rosenhochzeit im Herzen tragen.

Segenregen,

Lena

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Über unseren 10. Hochzeitstag und die mutigsten Küsse

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Wie soll ich sie am besten beschreiben? Vorsichtig und sanft? Demütig und weich?  Versöhnungssküsse schmecken auf jeden Fall mutig und süß. Und meistens ziemlich sexy. Ich spüre sie noch ganz genau, denn vor einigen Minuten hat es diese wieder einmal in unserem Haus gegeben.

Gott sei Dank, denn fast hätte ein kleines Missverständnis all unsere Freude über den morgigen Tag geraubt. Fast hätte ich unsere Pläne gecancelt. Und das tolle Geschenk, dass ich meinem Mann zum 10. Hochzeitstag ausgesucht habe, wäre fast im Keller geblieben.

Daniel und ich haben uns vorhin vertragen, nachdem wir aufgrund einer Kleinigkeit den ganzen Nachmittag nicht geredet haben. Mit den Kindern schon, mit den Eltern auch und auch mit dem Rest der Welt. Nur nicht miteinander.

Dabei fiebern wir seit Tagen unserem großen Tag entgegen, schwelgen in Erinnerungen und können es immer noch kaum glauben, dass wir unseren 10. Hochzeitstag nun feiern werden. Vielleicht liegt Daniels große Freude über den morgigen Tag ja an diesem Geschenk auf zwei Rädern, womit ich ihm einen unglaublich großen Traum erfülle, vielleicht aber auch einfach an der Tatsache, dass wir uns 2008 vor Gott, unseren Familien und Freunden das Eheversprechen gegeben haben und diesen Anlass nun gebührend feiern wollen.

Auf jeden Fall, haben wir dann vorhin endlich geredet. Denn Distanz ist nie eine Lösung. Streit ist nie eine gute Entscheidung. Unfrieden nie eine weise Option. Der Weg der Vergebung ist schwerer. Er erfordert Mut, Demut- um genau zu sein. Doch wir werden immer wieder diese Variante wählen. Denn jeder Entschuldigungskuss ist ein heiliger Kuss.

Fast hätte der Feind es geschafft. Ich wette, er hat schon die Sektflasche geöffnet und wollte gerade anstoßen: Wieder ein Ehepaar, das streitet. Wieder ein Elternpaar, das sich entfremdet!

Aber, nicht mit uns! Wir mögen zwar viel zu häufig drauf reinfallen und uns gegenseitig verletzen. Aber weil die Hand unserer Gottes über uns ist, ist seine Gnade so viel stärker, als jede List dieser Welt. Durch Gottes Gnade, werden nämlich hier morgen die Korken knallen. Denn wir haben was Großes zu feiern: 10 Jahre Ehe – 10 Jahre übernatürliche Gnade.

Versöhnungssküsse mögen viel Mut abverlangen- aber ich sags Euch, sie lohnen sich. Denn ich spreche aus Erfahrung. Gut möglich, dass kein anderes Ehepaar sich so häufig gegenseitig entschuldigen muss, wie Daniel und ich. Man müsste meinen, als Experten auf diesem Gebiet sollte sie doch bald weniger werden. Aber ich schätze, der Feind, wird uns auch noch in den nächsten Jahren herausfordern wollen.

Entschuldigungsküsse lohnen sich, weil sie jedes Mal aufs Neue beweisen: Gott, du bist stärker! Gott, du bist Größer. Deine Liebe ist die Lösung für unsere Liebe. Und dein Plan für unsere Ehe, ist ein guter Plan!

Also, ihr Lieben, erhebt mit mir das Glas auf 10 Jahre Gnade, 10 Jahre Liebe und auf eine Zukunft endlos vieler Entschuldigungsküsse!538A3811538A3772

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PS: Ich finde Versöhnungssküsse erinnern mich an Daniels Läufe. Sie sind hart, herausfordernd und unglaublich tough. Aber, wenn der Sieg greifbar ist, die Ziellinie überquert, schaut man zurück und begreift: Es hat sich gelohnt! Die Herausforderung ist geschafft- jetzt wird gefeiert.

Heute vor 9 Jahren

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Heute vor 9 Jahren heirateten Daniel und ich an einem sonnigen und warmen Samstag in einem wunderschönen Garten. Nach einer 1 1/2 jährigen Beziehung, von der Daniel ein Jahr lang im Ausland war, versprachen wir uns die gegenseitige Treue vor unseren Familien und Freunden.

Diesen Tag werde ich nie vergessen. Und ich denke so gern an unsere Hochzeit zurück. Heute Morgen habe ich mir ein paar Videos von unserem großen Tag angeschaut und die Tränen kullerten nur so über meine Wangen. Ich kanns kaum erwarten die Videos und Fotos heute den Kindern nach der Schule zu zeigen.

Ich würde Daniel vom Fleck wieder heiraten, denn mit ihm habe ich einfach den großen Jackpot Gewinn. Seine Begeisterung für Jesus steckt mich an, sein sanftes und gütiges Wesen berührt mich und seine Abenteuerlust ist grenzenlos. Deswegen packen wir ja auch in den nächsten Monaten unsere Koffer ;)

Heute feiern wir also 9 Jahre Ehe. Wir stoßen mit alkoholfreiem Sekt und Babybauch auf 9 Jahre Gnade, 9 gemeinsame Jahre durch Dick und Dünn und 9 Jahre Liebe an! Gott ist so gut und ich will ihm mit diesem Beitrag heute all die Ehre für seine unglaublich vielen Segnungen in unserem Leben geben.

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Gedanken zum Weltfrauentag

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Gerade als überzeugte Jesus-Nachfolgerin und Bibelleserin ist mir die Gleichberechtigung von Mann und Frau ein großes Anliegen. Denn sie ist Gottes ordnungsgemäßer Plan und sein Lebensentwurf für uns Menschen.

Im Paradies erschuf Gott den ersten Menschen: Adam. Dieser befand sich in einer traumhaften Umgebung mit üppiger Vegetation. Die Seychellen sind nichts dagegen. Doch er hatte ein Problem: er hatte zwar viele tierische Freunde, war aber einsam, unvollständig und fand kein passendes Gegenüber (mir scheint, dass die Erschaffung der Frau genau deshalb verzögert stattfand, damit Adam erkennen sollte, wie sein Leben ohne Frau aussehen würde).

Ich weiß es ist das Lutherjahr, deswegen will ich die Kritik so gering wie möglich halten aber seine Übersetzung von Genesis 2,18 ist einfach falsch. Gott schuf Adam daraufhin keine „Gehilfin“ sondern eine  עֵזֶר כְּנֶגְדּוֹ. Ezer kenegdo bedeutet im Originaltext „eine Hilfe ihm gegenüber bzw. die ihm entspricht“.

Meist ist im Hebräischen „Hilfe“ in Bezug auf Gott gemeint oder sie erscheint in militärischen Kontexten. Die Psalmen sind voll mit solchen Inhalten:

  • Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir meine Hilfe? Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde geschaffen hat. Psalm 121
  • Ja, er ist mein Fels und meine Hilfe, meine Burg – ich werde nicht wanken! Psalm 62.
  • Unsre Seele harrt auf den HERRN; er ist unsre Hilfe und Schild. Psalm 33.

Leider wird unter „Gehilfin“ häufig eine untergeordnete Helferin verstanden. Dies bedeutet dann in der Praxis, dass die Rolle der Frau genauso erwartet wird und leider auch von vielen gottesfürchtigen Frauen selber in dieser Weise verstanden wird.

Wenn sich Gott in der Bibel als unser Helfer vorstellt, haben wir dann eine untergeordnete Vorstellung von ihm? Nein, natürlich nicht. Gott ist nicht unser Gehilfe, er ist unser Helfer! Unser Leben hängt von ihm ab.

Nach Genesis 2 ist die Frau also die Hilfe ihres Mannes. Beide sollen sich nach Gottes Willen (Eph. 5,21) einander unterordnen. Es gibt keinen Herrschaftsanspruch, keine Ungleichheit oder Unterwürfigkeit. Sondern ganz im Gegenteil: ein gleichberechtigtes Bündnis, eine partnerschaftliches Beziehung, eine beidseitige Dienstbereitschaft und eine hingebungsvolle Liebe füreinander.

„Ordnet euch einander unter“ ist ein Leitvers für Daniel und mich. Wir sind als Mann und Frau nach Gal. 3,28 gleich vor Gott. Dies hat nichts mit feministischer Sicht zu tun, sondern mit biblischem Verständnis.

Weder Daniel noch ich wollen einander ausnutzen, unterdrücken oder bestimmen. Jesus ist unser Vorbild im Alltag- und ja, manchmal klappt es nicht so gut- aber unser Herzensanliegen ist es einander zu dienen und uns mit einer großen und heiligen Liebe gegenseitig zu unterstützen. Praktisch heißt es bei uns zu hause, dass Daniel staubsaugt und die Fußböden wischt und ich das Kochen übernehme. Ich komme mit Zahlen überhaupt nicht klar und er erledigt die bürokratischen Angelegenheiten. Abwechselnd bringen wir die Kinder ins Bett, während der andere gleichzeitig für die Küche zuständig ist. Er verdient das Geld für uns, während ich diesen Druck nicht habe und viel Zeit in kreative Aktivitäten (nehmen wir mal meine Doktorarbeit dazu) investieren kann. In unseren unterschiedlichen Rollen und Aufgaben, sind wir sind gleichwertig vor Gott und mit diesem Fokus achten wir einander.

In unserem Ehe- und Familienalltag steckt so viel Arbeit und ohne die gegenseitige Hilfe kämen wir gar nicht klar. Mein Mann braucht meine Hilfe und ich seine, das ist offensichtlich und gleichzeitig wunderschön.

Zum internationalen Frauentag die liebsten Wünsche,

eure Lena

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