Debby und ihre Familie

Dieser Beitrag enthält unbeauftragte Werbung

familyLiebe Debby, bitte stell deine Familie kurz vor (Anzahl, evtl. Alter und Beruf der Mitglieder)

Ja, gerne. Wobei wir alle mehrere Jobs haben. ;-

Simon (5): Bauarbeiter und Kapitän

Julian (7): Forscher und Kämpfer

Anna (9): Profisportlerin und Bastelkönigin

Lea (11): Tierpflegerin und Künstlerin

Erin (23): Au Pair – Mädchen und „große Schwester“

Debby (35): Traumfrau, (Pflege-)Supermama, Phytotherapeutin (Heilpflanzenkundige), Ernährungsberaterin i.A. und Bloggerin. https://familypower-blog.de

Markus (38): Traummann, (Pflege-)Superpapa, Inhaber einer besonderen Versicherungsagentur

Königskinder sind wir alle! ;-)

Welche 3 Eigenschaften sind typisch für Euch?

Der Familienalltag im Hause Cramer ist einfallsreich, intensiv, strukturiert und offenherzig.

Ups, das sind vier. Ja, so ist das: Wir machen unser eigenes Ding. Hehe.

Warum ist Jesus Euch so wichtig?

Jesus ist der Grund, warum wir leben (werden). Und er setzt noch eins oben drauf und macht Befreiung und Heilung möglich. Auch jetzt schon.

Jesus schenkt uns Halt und Orientierung, Leitung und Fokus. Es ist unser Freund.

Wie bezieht ihr ihn in euren Familienalltag ganz natürlich ein?

Vor allem in Gesprächen, Gebeten und Liedern über den Tag verteilt. Sei es bei Tisch, beim zu Bett gehen oder im Auto.

Jesus kriegt alles mit. Den gesamten Cocktail aus Gedanken und Emotionen. Den Streit, den Stress und die Sorgen. Aber auch die Freude, die Dankbarkeit und die vielen Wünsche.

Und wie in jeder anderen Beziehung auch, sind manche Themen für eine Zeit lang wichtiger als andere:

  • Gespräche über Identität, Gaben und Stärken, über den Tod, die Scheidung der Eltern einer Freundin,…
  • Gebete für den kranken Opa, die verschwundene Katze und für Pflegekinder,…
  • Und seit Ostern haben wir einen Ohrwurm: „Der Herr ist auferstanden! …“ Mal sehen, ob der sich bis Weihnachten hält.

Wie vermittelt ihr euren Kids Bibelwissen?

Uns geht es gar nicht in erster Linie um trockenes Sachwissen – damit sie bald alle Jesus-Geschichten der Bibel kennen.

Eigentlich mehr um „Beziehungs-Tipps.“

Jede Beziehung wird schlechter, wenn man nicht investiert. Was bedeutet es, in die Beziehung zu Gott zu investieren?

Dabei liegt unser Fokus nicht auf einem „tun müssen“, sondern auf dem Erleben einer besonderen Freundschaft:

Wie kann ich Zeit mit Gott gestalten? Wie können wir gemeinsam Probleme lösen? Wie klappt das, Sorgen abzugeben? Wie kann ich auf die mir geschenkten himmlischen Ressourcen zugreifen? Wie funktioniert ein Geben und Nehmen, ein Sprechen und Zuhören? Und was bedeutet das im Alltag?

Antworten auf diese Fragen finden wir hier:

Wir sind dankbar über die christlichen Schulen, die unsere Kinder besuchen können. Wir sind da in Gummersbach sehr gut aufgestellt. https://www.fcbg.de

Unsere Kinder gehen gerne in den KidsPlanet (Kindergottesdienst) und bringen einen Zettel mit nach Hause, was lief. Der dient uns schon mal als Gesprächs-Anzünder. Wir sind Teil der Kirche für Oberberg, einer lebendigen Freikirche. https://www.kirchefueroberberg.de

Zu Hause stehen Hörspiele, Zeitschriften und Bücher hoch im Kurs.

Drachen

Unsere Kinder lieben Hörspiele. Da es nach dem Mittagessen eine „Pause für alle“ gibt, bietet sich hier eine gute Möglichkeit, biblischen Input anzubieten.

Die Jüngeren hören

  • Flo, das kleine Feuerwehrauto (Gerth Medien)
  • BENNY BLAUFISCH (GerthMedien)
  • Piet SCHOLLE (GerthMedien)
  • Lotta und Luis (Bibellesebund)

Und für die Älteren sind es

– 5 Geschwister

  • Mia (francke)
  • Kuddel UND Muddel (francke)
  • Julia aus Haferkleen (Christliche Verlagsgesellschaft mbH)
  • Drachen haben Mundgeruch und Drachen mögen keine Kekse (GerthMedien)
  • Caro und Max (Bibellesebund)

Alle lesen begeistert die Zeitschrift Kläx und seit Oktober 2018 ja auch Fips (SCM Bundes-Verlag). https://bundes-verlag.net

Wir lassen uns immer wieder für eine Zeit lang durch Familien-Andachtsbücher begleiten: „Tierisch gute Zeiten mit Gott.“ Oder als Empfehlung für den Urlaub oder sonstige Familienzeiten: „Wenn Familien Beten: Gemeinsam Zeit verbringen – Gott begegnen“ (Anke Kallauch).

Um die Inhalte der Bibel zu entdecken, nutzen wir auch gerne diese Bücher:

  • Mein großes Bibel-Wimmelbuch (COPPENRATH)
  • Die Bibel-Detektive (HERDER)
  • Das große Buch der BIBEL FRAGEN (FRANCKE)
  • Und das sind auch vier wunderbare Büchlein, um zu verstehen, worauf es ankommt: Die Beziehung.

DEb Hörbücher

Unsere Kinder kommen jetzt ins Freizeit-Alter. Sie besuchen in den Sommerferien ein WDL-Sommercamp und in den Herbstferien eine  Kinderbibelwoche. Bei Spring https://meinspring.de sind wir dann alle gemeinsam. Das sind so die Highlights.

Wie machst du das mit der Stillen Zeit? Auf welcher Art tankst du auf?

Ich starte meinen Tag am liebsten mit einer kurzen Sporteinheit auf dem Bellicon-Trampolin und dann einem Date mit Gott. Bevor alle anderen wach sind. Das ist dann wirklich eine „stille“ Zeit.

Abgesehen davon, dass mir die Bewegung gut tut, kommt auch einfach mein Kreislauf in Schwung und ich werde wach.

Natürlich klappt das nicht immer. Aber dadurch, dass ich es bewusst einplane, zumindest öfter als nie.

Doch meistens habe ich mit Gott eher viele laute Zeiten als eine stille Zeit. Viele kleine Begegnungen in all dem Trubel.

Wie tanke ich auf?

Beim Schlafen und beim Duschen! Welche Mama kennt das nicht?

Außerdem tanke ich auf, wenn ich die Kräuter in unserem Garten rieche (oder verarbeite). Wenn ich Zeit habe, in Ruhe zu backen. Ein Spaziergang im Sonnenschein. Bei einem Telefonat mit einer Freundin oder einer Tasse Tee vorm Kamin.

Und als Paar? Hast du Tipps, wie man als Paar gemeinsam Gott im Alltag erleben kann?

Deb und Mann

Ohne Plan kein Date. Das ist unsere Erfahrung. (Unseren Artikel zu diesem Thema findest du in der Family 06/2017. Oder über meinen Blog, in der sidebar.)

Darum haben wir einige Termine, die uns helfen, Gott gemeinsam im Alltag zu erleben, fest im Kalender stehen:

Unseren Gebetsspaziergang, den Eheabend und das Treffen der Hauskirche.

Außerdem lenkt ein gemeinsamer Start in den Tag sowie ein gemeinsamer Tagesabschluss unseren Blick auf die Beziehungen untereinander und zu Gott.

Bei all dem ist es immer wieder herausfordernd und unbedingt empfehlenswert, das Handy beiseite zu legen. Ungeteilte Aufmerksamkeit ist der Schlüssel, um sein Gegenüber (Gott, Ehepartner, Kinder) intensiv zu erleben.

Aber ganz ehrlich – ich finde das sehr herausfordernd!

Was ist das Schönste und was ist das Stressigste im Familienleben?

Planänderungen sind oft ganz schön stressig. Ich liebe den Job als Managerin der Termine. Und ich mag auch irgendwie die Herausforderungen, wenn sich Pläne ändern: Fahrgemeinschaft fällt aus, einer kommt früher nach Hause, für den anderen muss noch dringend etwas besorgt werden,…

Auf der anderen Seite können sich solche Situationen zum anstrengenden Spagat entwickeln. Nochmal mehr, wenn wie bei uns ein Großfamilienbetrieb dran hängt.

Ich erlebe es als Stress, wenn das Ganze dann auf Kosten von meiner „Arbeitszeit“ geht. Das geht gar nicht!

Das Schönste im Familienleben sind die gemeinsamen Mahlzeiten, die haben bei uns einen ganz hohen Stellenwert. Markus ist in der Regel bei den drei Hauptmahlzeiten zu Hause und es wird viel angesprochen, berichtet und geteilt.

Und Strandtage, Waldausflüge und Samstage im Wohnzimmer sind auch immer wieder sehr schöne Zeiten.

Ganz besonders schön finde ich die Momente, in denen unsere Kinder als Geschwister zusammenhalten. Wenn sie sich verbünden gegen den Rest der Welt. Das ist stark!

Deb 1

Wie löst ihr Streit in eurer Familie und was sind deine Praxistipps für ein friedliches Miteinander.

Eltern-Tipps:

  1. Nicht einmischen: Solange „keiner stirbt“, versuchen wir, uns nicht einzumischen. Kinder finden Lösungen und Wege, wenn wir sie lassen. Sie können ihre Themen unter sich ausmachen. Sie melden sich, wenn sie Hilfe brauchen oder wollen. Und dann kann man immer noch sagen: „Möchtest du, dass ich dir sage, was ich machen würde?“
  2. Nicht bewahren: Solange „keiner stirbt“, ist es okay, wenn Kinder ihre Erfahrungen machen. Wir versuchen die natürlichen Konsequenzen zuzulassen oder uns zumindest logische Konsequenzen zu überlegen: „Okay. Du kannst das Zähneputzen sein lassen. Aber ich kann dir dann leider nichts mehr mit Zucker geben.“

Fragen für alle Familienmitglieder:

  1. Macht es den anderen Spaß mit mir?

Rücksicht will gelernt sein und ist einfacher, wenn man die Bedürfnisse der anderen versteht.

Darum möchten wir, dass unsere Kinder lernen zu äußern, was sie brauchen.

Nicht: „Du bist zu laut! Du störst mich.“ – Sondern: „Ich brauche mal Ruhe. Wie kriegen wir das hin?“

Nicht: „Du hast mein schönes Bild zerrissen! Du bist doof!“ – Sondern: „Das Bild ist für mich wichtig und wertvoll. Ich will, dass du meine Sachen achtest. Meinst du, das geht?“

Gewaltfreie Kommunikation ist nicht einfach. Aber sie trägt entscheidend zu einem friedlichen Miteinander bei. Wir möchten diesen Umgang untereinander erlernen und es gibt keinen besseren Ort dafür als die Familie. Aber einfach ist das nicht.

Dieses Buch ist klasse, um das Thema anzugehen: „Ich will anders, als du willst, Mama. Kinder dürfen ihren Willen haben – Eltern auch.“ von Britta Hahn.

  1. Ist das wahr?

Diese Frage ist unglaublich hilfreich! Denn jedem Gefühl geht ein Gedanke voraus. Und der stimmt oft nicht.

Wenn meine Tochter völlig aufgelöst zu mir kommt, sie dürfe nicht mitspielen bei den anderen, steckt vielleicht noch ein Gedanke mehr hinter ihren Gefühlen.

„Keiner mag mich.“ – ist ein typische Gedanke, hinter dem Gefühl der Ablehnung. Wobei es ja gar nicht wahr ist, dass sie keiner mag. Darum fragen wir uns öfter mal: Ist das wirklich wahr? Kannst du dir da sicher sein? Und wenn es nicht so wäre?

3. Brauche ich eine Auszeit?

Jeder tickt hier mal aus. Wenn man sich nicht mehr freundlich und fair verhalten kann, muss man sich vielleicht einfach mal beruhigen gehen. Raus aus der Situation, durchatmen und die Sache später klären.

Inzwischen verordnen sich unsere Kinder diese Zeit schon oft von alleine. Manchmal müssen wir sie aber auch darin begleiten.

Welchen Tipp würdest du einer jungen Mama geben?

Auch Mamas sind nur Menschen.

Lerne, dich bei deinen Kindern zu entschuldigen. Sei gnädig zu dir selber. Und gönn dir was.

Hör’ dir „Gönn Dir.“ von Johannes Hartl an. Podcast vom 17. September 2018. Mit 10 Ideen, wie du lernen kannst, gut für dich zu sorgen.

Zeit für mich

Und wenn du dir Gedanken um die Ernährung deiner Family machen möchtest, komm’ mich „online“ besuchen. ;-) https://www.familypower-blog.de


Liebe Debby, ich danke dir für das interessante Interview. Du hast uns einen tollen Einblick in euer Familienleben gegeben und deine vielen Anregungen und Tipps inkl. Bezugsquellen sind sehr inspirierend und hilfreich! Du sprühst nur so von Lebensfreude :)  Ich wünsche dir und deiner Familie Gottes reichen Segen!

Licht an in Haus und Herz!

Auf den Sofas liegen weiche Kuscheldecken, im Ofen backt das köstlich frische Brot und in der Luft liegt der Gestank von Streit und mieser Laune. Das passt doch irgendwie nicht zusammen.

Doch leider spüre ich Hier und Da immer wieder ein Hauch von solchen Atmosphären. Und ich bekomme Bauchschmerzen. Auf der einen Seite wird in so viel Schönes, Gemütliches und Behagliches investiert. Neue Dekoartikel werden gekauft, Nussecken gebacken, Laternen gebastelt und trendige Strickjacken in die Schränke gelegt. Und auf der anderen Seite ist in den gleichen vier Wänden manchmal so viel Unfrieden, Zank und Zerwürfnis, dass man nur noch das Weite suchen möchte.

Ich will Dich heute mit diesem Beitrag einfach ermutigen! Wenn Du dich gerade in so einer ambivalenten Situation befindest, dann ist es Zeit für Veränderung.

1. Beginne in deinem Herzen, wenn du für diese Atmosphäre verantwortlich bist. In Sprüche 14 Vers 1 heißt es: „Eine weise Frau baut ihr Haus; eine unvernünftige reißt es mit eigenen Händen nieder“. Es ist verrückt, wie unsere Laune das Klima Zuhause beeinflusst. Erst am Freitag hatte ich es wieder mal deutlich gemerkt. Ich hatte so extrem hohe Ansprüche an diesen Tag, dass meine Erwartungshaltung mich ganz kirre gemacht hat. Und natürlich habe ich diese auf meine Liebsten übertragen. Da hilft es nur Gottes Gnade in Anspruch zu nehmen und immer wieder neu zu beginnen. Mit Vergebung. Mit Liebe. Mit Hoffnung.

2. Lass das Licht an! Manchmal entscheiden sich Familienmitglieder für dunkle Wohnräume voll Unzufriedenheit und Streit. Ich kann jetzt nicht für jede Familie sprechen. Und häufig ist alles ziemlich kompliziert. Aber ich kann jede von euch, die Jesus als den Lichtschalter kennt, ermutigen: Lass es nicht zu. Mach das Licht wieder an! Immer und immer wieder und gewöhn dich nicht an die Dunkelheit. Jesus sagt in Johannes 8, 12: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, braucht nicht im Dunkeln umherzuirren, denn er wird das Licht haben, das zum Leben führt.« Wir können nicht die Herzen unserer Liebsten verändern aber wir können ihre Lebensweisen stützen oder nicht. Sei mutig und stark und lass den Ort, wo Du bist, leuchten! Hier bleibt der Lichtschalter an!

Natürlich gibt es in allen Familien gute und herausfordernden Phasen. Feier die Guten und arbeite an den Herausfordernden. Lass uns unsere Häuser bauen und nicht kaputt machen bzw. machen lassen. Das ist eine tägliche Entscheidung, so let´s do it! Nicht nur die Wohnräume sollten es in dieser Jahreszeit schön warm haben, sondern vor allem unsere Herzen.

Michaela mit Maximilian und Janosch

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(Bildquelle aller vier Fotos: Novelba.de)

Stellt euch bitte mal kurz vor?

Hallo, wir sind Familie G. aus Chemnitz/ Sachsen. Wir: das sind mein Mann, Maximilian, 27 J. (Krankenpfleger), ich, Michaela, 24 J. (Kinderkrankenschwester) und unser Sohn, Janosch, 4 Monate.

Eigenschaften, die für euch typisch sind…

wir lieben die Musik und sind selber gern musikalisch, genießen aber auch einfach guten Rhythmen und Melodien zu lauschen

wir lieben das Schreiben: Postkarten, Briefe. Ganz analog-um anderen eine Freude zu machen

Apropos analog: als drittes mögen wir es, analoge Fotos zu machen (mehr mein Mann Maximilian) und dann schöne Alben zu gestalten (mehr mein Ding) aber auch digital halte ich gern Momente fest

Warum ist euch Jesus wichtig?

Jesus war schon zu Beginn unserer Freundschaft Fokus und Fundament. Wir wussten beide, dass wir uns einen Partner wünschen, dessen Anliegen es ist, Menschen von Jesus zu erzählen. Wichtig ist uns Gott als Zentrum unsere Ehe, unserer Familie. Er gibt uns Hoffnung, Halt und Wegweisung.

Janosch-7522Wie bezieht ihr ihn in euren Familienalltag ganz natürlich ein?

An freien Tagen, frühstücken wir in aller Ruhe & lesen dann gemeinsam ein Andachtsbuch „Stille Zeit zu zweit“ das sorgt oft für tiefen Gesprächsstoff. Abends, wenn Janosch schläft gelingt es uns nicht immer, aber versuchen wir im Gebet Gott den Tag-mit allem, was darin war -„zurück zu geben“ ihm zu danken, aber auch um Vergebung zu bitten.

Tipps von Max:

Andachtsbuch lesen & sich austauschen, sich gegenseitig Challenges aufstellen (also als Paar) die einem zum „Handeln“ herausfordern.

Eine regelmäßige Gebetszeit einführen zB vor dem Schlafen gehen, aber nicht im Bett-da man dort sonst müde wird ^^ Hier lohnt es sich auch ein GEBETSBUCH zu führen.

Im Alltag wenn auch „nur“ In Gedanken, für den anderen und unsere Familie beten.

Wie vermittelt ihr eurem Kind Bibelwissen? (oh sorry, die Frage war etwas ungünstig :) )

Bisher hat Janosch noch kein Bibelwissen ^^ Aber auch ihn versuchen wir (klappt nicht immer!) abends zu segnen und ganz besonders für sein Leben zu beten

Janosch-7751Wie machst du das mit der Stillen Zeit?

Mein Mann Maximilian ist mir da ein riesen Vorbild: er ist der diszipliniertere Part unserer Ehe. Er liest Bibel sogar vor dem Frühdienst (ab 04:00 morgens) und ist ein treuer Fürbitter. In seinem Kleiderschrank hat er Zettel mit Gebetsanliegen, und zieht sich darin oft zurück. Lustige Vorstellung, aber so ist es.

Bei mir ist es so, dass ich mit Gott sehr oft unkompliziert im Dialog bin. Und oft Stoßgebete und Gespräche mit ihm am Tag habe. Manche Sofapausen lassen es zu, auch Bibel zu lesen (oder andere Lektüre). Das möchte ich auf jeden Fall noch verfestigen. Unsere beide Stille Zeit erleben wir auch gut im Lobpreis

Wie kann man als Paar gemeinsam Gott im Alltag erleben?

 Puhhh ich glaube, der größte Schatz liegt in der ungeteilten Aufmerksamkeit. Das heißt: Ein Tag als Familie in der Natur ohne Handy. Dort begegnen und erleben wir Gott ganz besonders. Und auch in & durch  unserem Sohn Janosch. Er spiegelt ein riesen Wunder Gottes wider. Das stärkt uns als Paar

Und die Zeit mit anderen Christen / Gemeinschaft lässt zu, dass man Gott im Alltag erleben kann und man gemeinsam auf dem Weg zu Ihm bleibt- Und auch immer wieder an sich arbeitet. Gemeinde ist uns sehr wichtig.

Das Schönste im Familien leben ist…

Das Reisen, unterwegs sein, neue Orte erkunden

Die gemeinsamen Mahlzeiten, Gespräche

Janosch bei seinen Entwicklungen zuschauen und seine fröhliche Art geniessen und als Mama die Zeit mit ihm beim zB. Stillen

Sich bewusst werden, dass unser Kind ein Geschenk ist und nicht selbstverständlich ist.

 Das Stressigste im Familienleben ist:

Wenn Janosch nicht zur Ruhe kommt, ich aber alles als Mama gegeben habe. Dadurch fehlt mir manchmal die Energie für noch andere, liegengebliebene Sachen, Das wird mir dann oft zu viel & stresst mich innerlich, obwohl in dem Moment nichts Dramatisches ist, werde ich dann oft mal gereizt. Dann versuche ich mir schnell wieder bewusst zu werden, was ALLES gut läuft und atme einmal tief durch

Wie löst ihr Streit?

Auch bei uns ist Streit ein Thema. Unsere Streitkultur ist so, dass man -jeder auf seine Art und Weise- schonmal laut und Emotionen äußert, Ärger kundtut und sich aus den Weg geht. Da wir beide SEHR Harmonie bedürftig sind, ist es nach einem Streit oft so, dass wir in Ruhe darüber reden und reflektieren. Man kann einen Streit nicht planen bzw. sich schlecht vornehmen, wie man sich dann und dann verhält. Oft reagiert mit aus dem Affekt.

Er kommt ja einfach so- aber verbale Verletzungen sind für uns ein No-Go und wir nehmen es uns als Vorsatz, uns da zu disziplinieren.

 

Janosch-7612Welchen Tipp hast du für eine junge Mama?

Ihr macht ALLES richtig. Versucht, so oft es geht, auf euch und euer Gefühl -was Entscheidungen angeht-  zu hören. Lasst nur die vertrautesten Personen (natürlich auch den Ehemann!) Einblick geben und gebt nur diesen Menschen das Privileg, euch in Entscheidungen Rat zu geben. Viele Menschen & Meinungen können einfach für Unsicherheit und Selbstzweifel sorgen- und das kostet unnötig Kraft. Genießt eure Zeit als Familie und Paar – ohne Handy usw. Denn diese Zeit (Babyzeit, Kindheit) ist auf das ganze Leben betrachtet soooo kurz. Gott segne euch.

Liebe Michaela, ich danke dir und deinem Mann für das tolle und authentische Interview. Vielen Dank, dass ihr damit vielen Lesern zum Segen seid und uns ehrliche, schöne und inspirierende Einblicke in euer kleines Familienleben gegeben habt. Das Buch „Stille Zeit zu Zweit“ haben Daniel und ich auch sehr gerne gelesen.

Die Michaela findet ihr übrigens auf Instagram unter @ela_art

Mein Lebensglück

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„Der HERR ist denen nahe, die verzweifelt sind, und rettet diejenigen, die alle Hoffnung verloren haben“. Psalm 34, 19

Ach, Mensch! Was war das gestern für ein Albtraum. Bis zum Ende hin habe ich noch auf ein erlösendes Tor der deutschen Nationalmannschaft gehofft.

Doch wir sind raus. Die WM ist für uns vorbei!

Manchmal läufts nicht rund. Wir verlieren, erfahren Rückschläge und stagnieren. Das ist bitter und entmutigend auf der ganzen Linie. Vor einiger Zeit hatte ich 2, 3 Wochen, die mir so unsagbar schwer fielen. Im Rückblick weiß ich, dass es eine hormonelle Geschichte war, doch in dem Moment fühlte ich mich einfach am Boden. Und so wie die entäuschten Spieler in den Interviews, konnte auch in nicht wirklich in Worte fassen, was da los war.

Es gibt eben nicht nur Erfolgsmomente und nicht jede Phase unseres Lebens ist so süß, wie die gezuckerte Kondesmilch, die heute Morgen Teil meiner „gesunden Ernährung“ war. Einige Erfahrungen sind hart. Härter, als die momentane Kritik der Medien gegenüber Löw und Co.

In vielen Situationen gibt es die Option des Rücktritts. Ist kein Erfolg in Sicht, übernimmt ein anderer die Führungsposition. Gerade im Sport, werden Trainer regelmäßig gewechselt und ich bin gespannt, was sich der DFB jetzt überlegt. Für mein persönliches Leben geht diese Lösung nicht auf. Ich bleib bei Jesus. Mein Trainer, mein Erlöser, mein Vater. „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf grünen Auen und führet mich zum frischen Wasser… Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürcht ich kein Unglück, denn er ist bei mir. Sein Stecken und Stab trösten mich“. Ihm folge ich gerade in Zeiten der Freude UND der Rückschläge. Warum?

Mein Lebensglück hängt nicht von meinem Erfolg ab, sondern von seiner Nähe.

Und diese Definition vom Glück gibt mir Kraft, Hoffnung und Perspektive, auch wenn es für mich persönlich nicht rund läuft. Dafür aber zielgerade auf Jesus hin.

Der besondere Sommer

 

DSC_0711-01Seit genau einem Monat habe ich Zuckerwatte im Kopf, sehe ich überall Muttermilch getupfte Wäsche und übe mich in der Nachtschicht. Diese kann ich Gott sei Dank mit Daniels Unterstützung ganz gut meistern, doch ich sag‘s euch, morgens wache ich so übermüdet auf, als hätte ich die ganze Nacht durch gefeiert.

Der Juli ist schnell vergangen, obwohl der Rhythmus unseres Sommers ausgesprochen langsam ist. Sehr langsam. Ich habe kaum Termine und meine Aufgaben bestehen im Stillen, Spielen und Spazierengehen. Immer häufiger übernehme ich auch das Kochen aber weil wir das Glück haben mit meinen Eltern unter einem Dach zu wohnen, werden wir gerade häufig von meiner Mama kulinarisch verwöhnt.

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Gleichzeitig ist die Dynamik unseres Familienalltags keineswegs piano. Hallo, wir sind eine fünfköpfige Familie und selbst das zarte Stimmchen unseres kleinsten Familienmitglieds entwickelt innerhalb von Sekunden ein Crescendo, bei dem wir alles sofort liegen lassen, um es auf den Arm zu nehmen. Doch meist schläft es selig wie ein Känguru Baby in seinem Tragetuch, dessen Erfinder ich mein Lebtag danken werde.

Aufgeratschte Knie, Legofasziniation und Fahrradtouren stehen auch für diese Sommerzeit. Unsere beiden Großen unternehmen viel mit Daniel, gehen spät ins Bett und scheinen im letzten Monat viel zu schnell gewachsen zu sein. Ende August werden wir den 7. Geburtstag unseres Großen feiern und ich befürchte im nächsten Augenblick steht schon seine Abschlussfeier auf der weiterführenden Schule an. Daher will ich umso mehr den Moment mit meinen Lieben genießen.

Die vielen schönen Glücksmomente, wie auch die kräftezerrenden Situationen im Familienalltag will ich festhalten. Gemeinsamer Lobpreis auf der Couch, Geschwisterstreitigkeiten, endlose Küsse und Meinungsverschiedenheiten mit meinem Liebsten. Das ist unser Alltag. Und wie warm und wunderbar die Kennenlernzeit mit unserem Babysohn ist, meine Natur sorgt regelmäßig für Unfrieden zuhause.

Mit ganz viel Liebe und Geduld will ich für meine Lieblingsmenschen da sein, doch immer wieder holt mich die Realität ein. Ich würde es gern auf die Hormone schieben, den Schlafmangel oder das Regenwetter, kann ich aber nicht. Es liegt an meinem Herzen. Und dafür brauche ich einfach Jesus. Immer wieder war ER es in den letzten Wochen, der hier für Vergebung sorgte. Und dafür bin ich ihm so unglaublich dankbar.

Der graue Schleier des Alltags hat uns immer noch nicht erreicht. Gerade kommt zwar so etwas wie Normalität in unseren Alltag, doch nach dem „Abenteuer: Ankunft des Babys“ steht schon das „Abenteuer: Ausland“ vor der Tür und klingelt immer lauter. Ich nehme es zwar war, doch um eins zwei Wochen will ich es noch ignorieren und in unserer Babyblase leben. Daniel ist da viel pragmatischer, verkauft zur Zeit unser Auto und kümmert sich um die Packliste. Habe ich euch schon erzählt, dass es eine kleine Planänderung gibt? Sie nennt sich Amerika und hat sich zu unseren Reiseplänen gesellt. Nun geht es also nach Israel und die USA.

Ich kann nicht glauben, dass ich diesen Beitrag geschafft habe eben zu schreiben.

Liebste Grüße, eure Lena