Unsere Rosenhochzeit in Amsterdam

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Wir hätten die zahlreichen Sehenswürdigkeiten aufsuchen können und die weltberühmten Museen besuchen können, doch Daniel und ich schlenderten einfach mit unserem Babybärchen in der Trage an den Grachten entlang, bewunderten die vielen hübschen Hausboote und genossen deftige und herzhafte Pannekoeken.

Wir fuhren am Donnerstag mit dem Zug in Amsterdam ein, als die Holländer sich goedemiddag wünschten. Nachdem wir im Hotel eincheckten, zog es uns sofort auf die Straßen und ich freute mich sehr endlich mal diese wundervolle Stadt zu entdecken. Außerdem hatten wir auch nicht so viel Zeit, denn am Freitagvormittag sollte diese schöne Reise schon wieder vorbei sein.

Wir bestaunten die beeindruckenden Fassaden der alten Häuser, schauten in die vielen gemütlichen Straßencafés rein und ließen die äußerst entspannte und lockere Wohlfühlatmosphäre dieser Hauptstadt auf uns wirken. Ich mag den Stil der Holländer ja sehr und mich faszinieren die liebevoll dekorierten Fenster, der Urban Jungle Look vieler Hausboote und der Streetstyle unserer Nachbarn. Kunst entdeckt man in Amsterdam also nicht nur im Van Gogh Museum, sondern auch auf der Straße. Zeitgenössische Kunst sozusagen. Ich habe mich in diese Stadt verliebt und frage mich, warum ich hier nicht schon viel eher war.

Am Abend aßen wir in einem kleinen süßen Restaurant mit holländischer Küche. Die Kellnerin verkörperte für mich den Flair dieser Stadt, als sie zu uns sagte „We are easy going, feel free here“.  Französische Kanadier speisten neben uns und als sie erfuhren, dass wir unseren 10. Hochzeitstag feierten, bestellten sie extra Getränke, um mit uns auf dieses Ereignis anzustoßen. Nett, oder?! Während unsere Pfannkuchen mit Ziegenkäse und Spinat vorbereitet wurden, nahmen Daniel und ich uns an die Hand und dankten Gott für die letzten 10 Jahre. Wir staunten wie Gott uns führte, wieviel Geduld er mit uns hatte und wie gut er uns versorgte. Wir fragten uns, was wir besser machen möchten und ob wir die letzten Jahre auch so nochmal wiederholen würden. Der Austausch war total interessant und es tat gut sich mit diesem Städtetrip eine Auszeit zu nehmen und in die Ehe zu investieren.

Unser Baby war von den vielen Eindrücken wahrscheinlich so müde, dass es die ganze Nacht durchschlief und wir gegen 6 Uhr am nächsten Morgen alle aufwachten und das Gefühl hatten, wir hätten noch nie so lange ausgeschlafen. Oder es wollte uns einfach ein Geschenk zum Hochzeitstag machen. War es noch am Vortag strickjackenwarm, so wurde es nun T-shirtwarm. Wir verließen nach einem reichhaltigen Frühstück das Hotel, als die Straßenkehrmaschinen unterwegs waren, Eltern ihre Kinder auf den vorderen Gepäckträgern zu den Kindergärten fuhren und die Flohmarktverkäufer ihre Stände füllten. Die Sonne lachte, die Schulklassen sammelten sich vor dem Anne Frank Haus und wir flanierten wie viele andere Touristen durch die Straßen, besuchten den schwimmenden Blumenmarkt, bevor es dann schon wieder zum Bahnhof ging.

Daniel machte mir mit diesem besonderen Ausflug in unser Nachbarland ein wunderschönes Geschenk und ich werde für immer unsere Rosenhochzeit im Herzen tragen.

Segenregen,

Lena

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Zuhause

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Der Wandkalender in der Küche zeigte noch den September an, auf dem Wickeltisch lagen Windeln in Newborn Größe und die Heizungen wollten uns erstmal gar nicht wärmen.

Vor ein paar Tagen öffneten wir unsere Wohnungstür nach sieben Monaten im Ausland und das Gefühl von Heimat kribbelte in meinem Bauch und ich muss an diesem Abend mit einem Dauergrinsen eingeschlafen sein. Sicherlich habe ich auch im Schlaf immer und immer widerholt: Es ist soooo schön, wieder da zu sein!

Wir sind zurück, ihr Lieben, und finden uns zuhause wieder so langsam rein. Dafür braucht es nicht viel, einfach Blumen und Freunde ins Haus holen, mit der Großfamilie XXL Pizzen verschlingen und das Geschenk von Gemeinschaft, Liebe und Zuhause in den vielen wunderbaren Dingen des Alltags zu fühlen. Die erste Nacht im eigenen Bett, die Schwangerschaftsklamotten im Kleiderschrank, der Filterkaffee aus der Lieblingstasse, Frühstück bei Freunden, die neuen vertrauten Spielsachen der Kinder, die weichen Handtücher im Bad, die Melodie der Amsel auf dem Balkon….

Und plötzlich haben wir ein neugieriges Kleinkind hier, das unsere Wohnung entdeckt und jedes Detail erforscht. Mit acht Wochen hat unser Babybärchen Deutschland verlassen und ist mit fast neun Monaten zurückgekehrt. Langsam freundet es sich mit seinen Großeltern und all den vielen neuen Gesichtern an, die ihm freundlich zulächeln und ihn kennen lernen wollen.

Ach, was ist es schön wieder hier zu sein!

Unsere Kinder verabreden sich oft mit ihren Freunden und allein heute haben wir uns nacheinander mit drei Familien getroffen. Spontan versteht sich. Unsere Maus war am Freitag auch schon das erste Mal im Kindergarten. Für unseren Sohn beginnt am Montag wieder die Schule. Es fühlt sich ein bisschen wie der 1. Schultag an, nach unseren vielen Monaten im Ausland.

Morgen werden wir endlich wieder unsere liebe Gemeinde besuchen. Immer wenn unsere Kids gefragt wurden, was sie an Deutschland vermissen, sagten sie: den Kindergottesdienst. Sie gehen da so gerne hin und ich bin so froh, dass es für sie morgen wieder soweit ist.

Als ich diese Woche meinen Geburtstag im Familienkreis gefeiert habe, las Daniel uns den Psalm 32 vor. In Vers 8 heißt es:

„Ich will dir Verständnis geben und den Weg weisen, den du gehen sollst. Ich will dich beraten- mein Auge ruht auf dir“.

Wenn ich auf unsere Elternzeit in Israel und Amerika zurückblicke, kann ich nur staunen, wie Gott uns so wunderbar geführt hat. Er hat uns Wege ermöglicht, die wir so nie realisieren könnten. Denn wer hat uns die Gesundheit dafür geschenkt? Wer die Finanzen? Wer hat getröstet und ermutigt? Und wer hat uns an jedem Tag in der Fremde mit Liebe umgeben?

Gott hat uns geführt und geleitet und das Tolle ist: Er wird es auch weiterhin tun.

Daran glaube ich. Darauf freue ich mich. Dafür danke ich.

Segensgrüße, Lena

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Frohe Ostern!

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Ihr Lieben,

eigentlich wollte ich euch heute erzählen, warum ich so begeistert bin von Gottes großer Liebe auf Golgatha. Ich wollte euch schreiben, dass für mich Jesu Tod und Auferstehung einfach alles ändert. Dass die Vergebung meinen Alltag zu etwas ganz Besonderem und Heiligem macht. Denn mitten in der Freude, dem Streit, der Ruhe und der Unruhe, ist Ostern das Zentrum meines Lobpreises.

Aber gerade jetzt, wo ich mit dem Schreiben beginnen möchte, ist mein Baby aufgewacht. Es quasselt im Bettchen vor sich hin und ich muss schnell meine Zeilen zu Ende bringen. Das Babybärchen hat es gerade nicht leicht. Warum muss das Zahnen auch so anstrengend sein? Unsere Nächte sind also extrem unruhig und wenn es anderen Mamis von Euch gerade auch so geht, dann denkt daran: Ihr seid nicht allein. Mir geht es genauso!

Für uns geht es Morgen nach Jerusalem, wo wir Ostern auf der Grundlage von Pessach feiern werden. Beide Feiertage finden dieses Jahr gleichzeitig statt und ich finde es könnte nicht passender sein.

Nun wünsche ich Euch allen schöne und gesegnete Ostern. Dies ist mein letzter Blogeintrag, den ich von Israel aus schreibe. Nächsten Dienstag fliegen wir zurück nach Deutschland und wir freuen uns sehr nach sieben Monaten wieder unsere Lieben zu sehen und zu drücken. Die Zeit verging schnell und gleichzeitig war sie unglaublich intensiv. Unsere Elternzeit in Amerika und Israel empfinden wir als großen Segen und wir danken Gott für diese unglaublich wertvolle Erfahrung.

Frohe Ostern

Lena

PS: Mehr Gedanken zu Ostern findet ihr Hier:

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Im Moment

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  • fahren wir so häufig wie möglich an den Strand. Denn in einer Woche werden wir (so Gott will) wieder in der Wüste sein.
  • will der große Spatz jeden Morgen mit Daniel mehrere Kapitel aus der Bibel lesen. Unser Sohn stellt gerade so viele Fragen und er setzt sich intensiv mit Gott auseinander.
  • schreibe ich regelmäßig Tagebuch. Das tut mir so gut und auf diese Weise dokumentiere ich auch ein wenig die Entwicklung unserer Kinder.
  • beginnen wir allmählich mit dem Zufüttern, nachdem ich unseren Babysohn 6 Monate voll gestillt habe. Da ich hier aber keinen Pürierstab oder ähnliches habe, zerdrücke ich mal eine Avocado oder ein wenig von der Banane mit der Gabel. Das klappt auch ganz gut und unserem Sohn schmeckts.
  • ist das Heimweh von unserer Tochter, das sie über Weihnachten verspürte, komplett verflogen. Sie hat sich hier gut eingelebt und fragte heute noch, ob wir Amerika nochmal besuchen werden.
  • liest Daniel viele Bücher über Lobpreis und lernt hier sehr interessante Worship Pastors kennen. Das inspiriert ihn enorm und wir unterhalten uns oft über Anbetung aus biblischer Sicht.
  • essen wir viel zu viel Zucker. Aber warum schmecken mir Doughnuts in Deutschland absolut nicht und hier schon?
  • gehe ich zwei Mal die Woche laufen. Mit vielen Pausen, versteht sich. Eigentlich gehe ich spazieren und laufe zwischendurch. Mir tut das sehr gut und ich fühle mich danach immer ausgeglichener.
  • lernen wir in unseren letzten Wochen hier neue Freunde kennen, während der erste Monat noch recht einsam war. Erst heute habe ich eine wunderbare Mutter auf dem Spielplatz kennen gelernt. So schade, dass ich ihr nicht früher begegnet bin. Denn wir haben uns auf Anhieb so gut verstanden.
  • genießen wir ein paar sonnige Tage, nachdem der Winter hier ungewöhnlich kalt war. Einmal hatten wir aufgrund der Kälte sogar einen Stromausfall auf unserer Straße.
  • und was den Shutdown angeht. Am Sonntag konnten wir deshalb nicht in ein Museum. Sachen gibts.

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Gott nahe zu sein, ist mein Glück

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Ihr Lieben!

Die Monate im Ausland fliegen so schnell dahin, wie die scheuen Möwen am atlantischen Ozean, wenn ich versuche sie vor die Linse zu bekommen. Sobald ich sie fotografieren will, sind sie fort. Ebenso fällt es mir schwer unsere Monate im Ausland auf dem Blog schriftlich festzuhalten.

Anfang Dezember haben wir uns von der Wüstenstadt in Israel verabschiedet und uns in einem ruhigen Örtchen in Florida niedergelassen. Unser neues Zuhause steht jetzt im Schatten einiger großen Virginischen Eichen, die mit spanischem Moos behangen sind. Flora und Fauna könnten also unterschiedlicher nicht sein. Wir genießen das üppige Grün hier sehr und freuen uns über den täglichen Besuch der flinken Grauhörnchen in unserem Garten. Die besondere Zeit als Familie in Florida zu verbringen ist ein großes Geschenk von unserem himmlischen Vater und jeder Augenblick hier ist Gnade.

Doch ehrlich gesagt zieht es mich aber auch immer mal wieder zurück nach Deutschland. Immer dann, wenn ich Schneebilder auf Instagram sehe, Fotos von Familienfeiern betrachte und wenn ein Kind fiebert. Dann vermisse ich Eltern, Freunde und die Kinderärztin.

Zu Weihnachten habe ich von meinen Schwiegereltern, die uns zurzeit besuchen, das Gedichtband von Mascha Kaléko bekommen. Ihr Gedicht „Sehnsucht nach dem Anderswo“ beschreibt diese Gefühl so gut.

Sehnsucht nach dem Anderswo

Drinnen duften die Äpfel im Spind,

Prasselt der Kessel im Feuer.

Doch draußen pfeift Vagabundenwind

Und singt das Abenteuer.

 

Der Sehnsucht nach dem Anderswo

Kannst du wohl nie entrinnen:

Nach drinnen, wenn du draußen bist,

Nach draußen, bist du drinnen.

 

Ein schönes Gedicht, nicht wahr?

Doch wenn ich über Heimweh und Fernweh nachdenke, wird mir immer wieder eine Tatsache neu bewusst. Wie auch immer ich mich fühle und wonach ich mich sehne, weiß ich doch, dass nicht der Ort entscheidend ist. Ob ich mich im Sunshine State Florida befinde, in der Negevwüste im Nahen Osten oder im wunderschönen Rheinland:

Gott nahe zu sein, ist mein Glück.

Darin liegt das Geheimnis eines erfüllten Lebens. Und eines glücklichen Alltags. Und diesen Zustand wünsche ich mir für jede Lebenssituation, in der ich mich befinde. Im Moment befinden wir uns eben in den USA. Mit Gott an meiner Seite will ich die Möglichkeiten, die ich gerade erleben darf, genießen. Ich will dankbar sein und die vielen Eindrücke auf mich wirken lassen. Und diese sind so unglaublich viele im Moment.

Segensgrüße,

Lena

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