Langsam im Advent und Frohe Weihnachten!

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Eigentlich hätte ich gerade in dieser Weihnachtszeit Euch so viel berichten können. Welche Geschenkideen ich hatte, was wir gebacken haben und welche Gedanken mich bewegten. Ich hätte Euch schreiben können, welcher Bibelvers mich angesprochen hatte und welche Weihnachtslieder wir zu Hause rauf und runter singen.

Aber diesen Dezember verbrachten wir so langsam, dass ich mir kaum Zeit fürs Bloggen nahm. Ich erlebte jeden Tag, wie er kam und hatte wenig Freude meinen Alltag zu teilen. Oder lag es auch daran, dass mir das Schreiben schwerfiel? Vielleicht aber auch, weil mir im Angesicht des Weltgeschehens häufig die Sprache fehlte und ich mich einfach in mein Heim zurückziehen wollte. Da, wo ich geborgen bin und inmitten von familiären Herausforderungen Schönheit und Frieden erfahre. Es gibt viele Gründe für die Stille auf meinem Blog und ich hoffe Ihr nehmt mir sie nicht böse.

In dieser Adventszeit war ich bisher noch auf keiner Weihnachtsfeier, lediglich einmal auf dem Weihnachtsmarkt und ich habe keine selbstgemachten Geschenke produziert. Kein leckerer Spekulatius-Nachtisch und auch kein selbstbedrucktes Geschenkpapier. Keine kreativen Weihnachtskarten mit Familienfoto oder Schlittschuhlaufen mit der Familie.

Ich habe einfach gelebt. Ich bin achtsam geworden. Und wir waren viel zu Hause und in der Natur. Wir haben die Schafe beobachtet, die Kerzen leuchten sehn und unzählige Geschichten gehört. Morgens bin ich ausgeschlafen in den Tag gestartet und abends wieder früh ins Bett gegangen. Ich habe einige neue Teesorten ausprobiert und Jesus als Licht in der Dunkelheit bewusst spüren können. Ich habe mit Menschen getrauert, die ihre Lieben verloren haben und ihnen zugehört. Mit meinem Liebsten Weihnachtsfilme geschaut und über unsere Zukunft philosophiert. An einigen Tagen musste ich zur Uni und war dann wieder heilfroh, als ich zu Hause ankam.

Dieser Alltag scheint nicht sonderlich interessant oder Öffentlichkeits-relevant. Für mich aber war er sehr heilsam. Denn er hat sich an meinen Kräften orientiert und nach meinem Wunsch für Besinnung.

Nun blicke ich voller Vorfreude auf Weihnachten. Ich fühle mich ausgeglichen und gestärkt und kann es kaum erwarten meinen Mann am Heiligabend-Gottesdienst in seiner Hauptrolle spielen und singen zu sehen, die Kinder zu beschenken und meine lieben Familien zu drücken.

Ich möchte Euch, meine lieben Leserinnen oder Leser, ein wundervolles und besinnliches Weihnachtsfest wünschen! Behütet Euer Herz vor Stress und Unfrieden und genießt die wundervolle Möglichkeit Gottes Liebe zu feiern.  Ich weiß noch nicht, wann ich mich wieder melde aber bis dahin wünsche ich Euch alles Liebe und Gottes Segen!

Frohe Weihnachten, eure Lena

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Köstliche Zimtsterne und Tannenduft

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Die Plätzchendose ist wieder leer. Noch gestern lagen dort köstliche Zimtsterne, doch sie wurden stündlich weniger.

Langsam, wirklich langsam zieht die Vorfreude auf die Adventszeit in unser Zuhause ein. In den letzten Jahren hörte ich schon Anfang November Weihnachtslieder, doch dieses Jahr ist alles anders. Und das fühlt sich für uns gut an. Wir haben den Herbst sehr genossen und nun stimmen wir uns auf die Weihnachtszeit ein. Immer mal wieder dekoriere ich hier und da und lasse mir sehr viel Zeit dafür.

Wir haben vom Dachboden die saisonalen Kinderbücher geholt und nun erfreuen sich die Kids an Weihnachten in Bullerbü und an die anderen herrlichen Geschichten von Astrid Lindgren und Co. Lichterketten sorgen für eine schöne Atmosphäre in den Abendstunden und der erfrischende Tannenduft in der Wohnung ist einfach unschlagbar. Das ist auch etwas was ich an der Dekoration aus Naturmaterialien so schätze: der Duft, die Echtheit und die sanften Farben. Und nach den Feiertagen kommt sie in den Kompost. Einfach perfekt.

Und was die Zimtsterne angeht, die waren so lecker, dass ich unbedingt das Rezept mit euch teilen will. Ich habe es auf dem wundervollen Blog Carrots for Claire entdeckt und ein bisschen abgeändert. Da ich nicht genug Mandeln und kein Kokosblütenzucker mehr hatte, war das meine Zutatenliste:

200 Gr gemahlene Mandeln

50 Gr gemahlene Haselnüsse

40 Gr Vollrohrzucker

2 Tl Zimt

1 Eiweiß

4 EL Ahornsirup

und nach dem Backen etwas Puderzucker zum Bestäuben der Plätzchen

Alle Zutaten wurden einfach vermischt und der Teig kam für eine halbe Stunde in den Kühlschrank. Die Kekse, 2 Bleche, haben wir bei 150 Grad Umluft 8 Minuten lang gebacken.

Probiert das Rezept mal aus, denn meine Kinder sind extrem begeistert und auch Daniel und mir schmecken die gesunden und leckeren Zimtsterne sehr gut.

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24. Frohe Weihnachten

 

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Frohe Weihnachten, ihr Lieben!

Heute endet nun mein erster Blog-Adventskalender. 24 kleine Beiträge habe ich in der Vorweihnachtszeit geschrieben und es war eine großartige Erfahrung für mich. Vielen Dank auch an euch, die ihr mich durch eure Kommentare oder E-Mails ermutigt habt!

Ich wünsche euch und euren Lieben ein wunderbares, gesegnetes und besinnliches Weihnachtsfest. Denkt daran, dass dieses Baby vom Stall in Bethlehem der König der Welt ist. Häufig konzentrieren wir uns auf das süße, niedliche und kleine Jesus-Baby. Anscheinend der „Goldner Knabe mit lockigem Haar…“. Diese Perspektive hat natürlich Einfluss auf unser Gottes-Bild. Bewusst oder unbewusst.

Aber Jesus ist nicht das unsichere Baby, dass weint und bettelt: „Wenn nur jemand mir nachfolgen würde, bitte Leute nimmt mich auf“. Nein, ihr Lieben, ER ist der große Gott, der über unser Leben entscheidet. Er ist so heilig, dass wir gar nicht anders können, als ihn anzubeten. Wir sind es, die begeistert ihm nachfolgen wollen.

In der Bibel heißt es: (Apg 17, 24f.)

„Er ist der Gott, der die Welt und alles, was darin ist, erschuf. Weil er der Herr über Himmel und Erde ist, wohnt er nicht in Tempeln, die Menschen erbaut haben. Er braucht keine Hilfe von Menschen. Er selbst gibt allem, was ist, Leben und Atem, und er stillt jedes Bedürfnis, das ein Mensch haben kann.“

Lasst uns diesen König gemeinsam groß machen,

eure Lena

22. einfach & besonders: Unsere Weihnachtsfeier

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In ein paar Stunden findet unsere 2. internationale Weihnachtsfeier statt. Mit unseren lieben ausländischen Gästen werden wir die Geburt Jesu feiern. Für die meisten wird das die erste Weihnachtsfeier ihres Lebens sein.

Die Hilfsbereitschaft vieler freiwilliger Helfer ist überwältigend und so werden zahlreiche Kuchen gebacken, Tische und Stühle aufgestellt und Kaffee- und Teekannen vorbereitet.

Für uns als Familie findet heute Nachmittag Weihnachten statt. Ganz real und praktisch. Das Krippenspiel, der Tannenbaum, die Geschenke und das große Festessen werden fehlen aber Jesus wird da sein. Mitten unter uns. Irgendwo in einem Raum mit Menschen unterschiedlichster Herkunft.

Ich bin mir da so sicher, weil es um ihn gehen wird. Denn ER ist der Grund warum wir Fremde lieben, ER ist der Grund warum wir unsere Komfortzone verlassen und ER ist der Grund warum wir Weihnachten bewusst erleben wollen.

Diese Weihnachtsfeier wird einfach, liebevoll, schlicht, mehrsprachig und wahrscheinlich etwas chaotisch. Aber genau das will ich, denn ich hab das Gefühl, dass Jesus hier gerne gefeiert wird.

20. Gänsehaut-Moment

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Wir haben uns an diesem Wochenende mit unseren zwei Großfamilien getroffen und Weihnachten gefeiert. Ich habe so viele Menschen gedrückt, Leckereien verschlungen, Lieder gesungen, stressige Momente gehabt und interessante Gespräche geführt. Nun bin ich richtig heiser, müde, glücklich und erschöpft.

Ein Ereignis von diesem Wochenende bleibt mir besonders hängen. Am Samstag sind wir irgendwann während der Feier mit den Verwandten meines Mannes zu einem naheliegenden Asylheim gefahren. Mit leckeren Plätzchen im Gepäck, standen wir umringt von unzähligen Flüchtlingen und sangen aus lauter Kehle. Mein Mann begleitete uns mit der Gitarre und stimmte Lieder an, wie „How great is our God, sing with me how great is our God…“. Das war ein Gänsehaut-Moment für viele unserer Verwandten und wer weiß vielleicht auch für die Bewohner.

Ist das nicht toll, wenn an Weihnachten nicht immer nur das Körpergewicht steigt, sondern die Anzahl von unglaublich wertvollen Erfahrungen? Wenn diese Festtage dazu dienen, dass die Perspektive geschärft wird und der Grund von Weihnachten ganz neu erfahren wird?

Ich wünsche Euch allen einen schönen und besinnlichen 4. Advent!